Unvergänglich – Teil 1 ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom Bayerischen Rundfunk produzierte Beitrag ist die 1333. Tatort-Episode und wurde am 5. April 2026 im SRF, im ORF und im Ersten ausgestrahlt. Das Münchner Ermittlerduo Batic und Leitmayr ermittelt in seinem 99. Fall.

Handlung Die beiden Münchner Hauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr werden zu einer weiblichen Leiche gerufen, die in einem unterirdischen städtischen Betriebsraum in der Nähe des Sankt-Quirin-Platzes gefunden wurde. Schnell wird klar, dass der Fundort der Leiche nicht der Tatort sein kann, da der Raum nicht öffentlich zugänglich ist und dort kaum Blutspuren gefunden wurden. Die zwei Kommissare stehen nach 35 gemeinsamen Dienstjahren kurz vor ihrer Pensionierung. Dennoch bestehen sie gegenüber ihrem Kollegen und Nachfolger Kalli Hammermann darauf, die Ermittlungen zu leiten und wollen den Fall innerhalb ihrer vier verbleibenden Diensttage aufklären.

Die gerichtsmedizinische Untersuchung des Leichnams stellt den Tod des Opfers durch Verbluten aufgrund eines Steckschusses unterhalb der Achsel fest. Am Projektil findet sich dabei ein auffälliges Plastikteil. Die ehemalige Leiterin der Operativen Fallanalyse, Christine Lerch, überrascht die Kommissare mit einem Abschiedsgeschenk. Sie engagieren sie daraufhin spontan für einen Blick auf die laufenden Ermittlungen, jedoch kommen zunächst ganz verschiedene Tatverläufe infrage. Mittels moderner KI-Gesichtserkennung kann die Identität der Frau trotz einiger falsch-positiver Treffer über Gebissdaten bestätigt werden. Es handelt sich um Micaela Horvat, Mitarbeiterin eines slowenischen Chemieunternehmens, die im Vertrieb von Reinigungsmitteln an Fahrzeugwaschanlagen in München tätig war. Im Gespräch mit dem Firmenchef erfahren die Ermittler von einer Tante Horvats, die in München lebt. Bei einer Befragung kann diese die Identität der Leiche bestätigen, gerät jedoch außer sich, nachdem ihr die Kommissare keine Auskunft über persönliche Gegenstände Horvats geben können.

Micaela Horvat nutzte während ihrer Aufenthalte in der Stadt stets dieselbe Wohnung, die sie über ein Onlineportal fand, jedoch an der Plattform vorbei mietete, was der Vermieter auch zugibt. Bei der Untersuchung der Mietwohnung werden Reste von Blutspuren gefunden. Eine aufmerksame Nachbarin, Frau Breitlinger, erzählt Batic derweil, was sie von Horvat mitbekommen hat. Sie habe keinen Schuss, aber polternde Geräusche, einen Streit sowie eine Männerstimme aus der Wohnung gehört. Die Übergabe der Mietwohnung führt der Hausmeister Bernd Pfannenmüller durch. Als Batic und Leitmayr ihn befragen wollen, entdecken sie bei ihm vermeintlich gestohlene Gegenstände von Gästen sowie halbierte Plastikflaschen, aus denen sich mit Bauschaum provisorische Schalldämpfer herstellen lassen. Sie wollen ihn wegen Mordverdachts zur Rede stellen, woraufhin dieser die Flucht ergreift. Kollegen können ihn jedoch aufhalten und zur Vernehmung zum Präsidium bringen. Pfannenmüller gesteht die Tat nicht, sondern gibt lediglich zu, heimlich Fotos mit sexuellem Fokus von den weiblichen Mieterinnen der Wohnung angefertigt zu haben.

Nachfragen bei den Münchner Versorgungsbetrieben ergeben, dass das Schloss zum Betriebsraum, in dem die Leiche gefunden wurde, noch nie ausgetauscht wurde. Daher kommen alle derzeitigen und ehemaligen Betriebsmitarbeiter als potenzielle Täter infrage, was eine nächtliche Sichtung vieler Mitarbeiterakten zur Folge hat. Dabei stößt Kalli auf eine Spur zu Mike Werner, der als Auszubildender bei den Versorgungsbetrieben arbeitete und damals auch für den Bereich des Leichenfundortes zuständig war. Bei der Onlinesuche im Kurzzeitvermietungsportal kann Werner ein Profil mit passenden Fotos unter falschem Namen zugeordnet werden. Es zeigt sich, dass er viele verschiedene Wohnungen in München jeweils nur für eine einzige Nacht gebucht hatte. Batic, Leitmayr und Kalli stellen die Vermutung auf, dass er sich die Schlüssel all dieser Wohnungen nachmachen lassen hat. Sie ordnen eine großflächige Observation aller fraglichen Wohnungen an.

Am Abend beobachten sie selbst in einer Wohnung das Licht einer Taschenlampe, obwohl die Mieter bereits am Morgen davor abgereist sind. Nachdem Batic Verstärkung angefordert hat, stürmen er und Leitmayr in Begleitung des SEKs die Wohnung. Doch anstatt Mike Werner finden sie dort eine drogenabhängige Frau ohne Personalien vor; sie zunächst in das städtische Krankenhaus gebracht. Bei der Frau finden die Polizisten einen Schlüsselbund mit vielen verschiedenen Wohnungs- und Sicherheitsschlüsseln. Dies legt nahe, dass sie Mike Werner kennt und Kontakt zu ihm hatte. Es stellt sich heraus, dass es sich um Kara Roth handelt, die zusammen mit Werner als Kind in derselben Pflegefamilie lebte. Als sie das Bewusstsein wiedererlangt, befragt Leitmayr sie zu Werner und den Mietwohnungen. Als er Kara in diesem Zusammenhang ein Foto von Micaela Horvat zeigt, wird diese sichtlich nervös.

Batic und Leitmayr lassen die nachgemachten Schlüssel genauer untersuchen und finden dabei heraus, dass nur noch ein Laden in München Rohlinge jener mittlerweile aufgelösten Firma verwendet. Sie suchen daher den Ladenbesitzer Steve auf und befragen ihn nach Mike Werner und Kara Roth, er zeigt sich jedoch unkooperativ. Nachdem Batic und Leitmayr den Laden verlassen haben, ruft er Werner an und berichtet ihm, dass sich Kara wahrscheinlich im Städtischen Krankenhaus befindet.

Kalli und Ritschy wollen gerade mit Batic und Leitmayr auf ihre Pensionierung anstoßen, als sie per Telefon darüber informiert werden, dass Kara nach ihrer Untersuchung nicht ins Krankenzimmer zurückgebracht wurde. Werner hat sich Zutritt zum Krankenhaus verschafft und möchte mit Kara fliehen. Wenig später treffen das SEK und Batic, Leitmayr und Hammermann am Krankenhaus ein. Mike und Kara verstecken sich inzwischen im Keller, bevor sie über die Westtreppe auf das Dach flüchten. Dabei werden sie jedoch von den Überwachungskameras gefilmt und Kalli gibt deren Standort an die Einsatzkräfte weiter. Auf dem Dach bedroht Mike die Polizei mit seiner Schusswaffe und nimmt Kara als Geisel. Nachdem Leitmayr ihm jedoch gut zuredet, lockert er seinen Griff um Kara, sodass sie sich befreien kann. Angesichts seiner aussichtslosen Situation springt Werner vom Dach des Krankenhauses in den Tod.

Im Polizeipräsidium schildert Kara die Ereignisse der Tatnacht, wobei sie angibt, Mike in der blutverschmierten Wohnung angetroffen zu haben, woraufhin sie panisch die Flucht ergriffen habe. Der Fall wird daraufhin geschlossen. Leitmayr zweifelt jedoch angesichts von kleineren Ungereimtheiten an der Aussage der jungen Frau. Er gibt ihr seine Nummer, falls sie seine Hilfe in Anspruch nehmen wolle und rät ihr, dass man mit der Wahrheit letztendlich immer am besten klarkomme.

Anschließend bekommen Batic und Leitmayr ihre Urkunden ausgehändigt und geben ihre Dienstausweise sowie ihre Dienstwaffen ab. Sie verabschieden sich. Dabei werden sie von einem Mann beobachtet, der kurz davor den Hausmeister Pfannenmüller erschossen hat und sich zuvor im Krankenhaus Batic gegenüber als Lieferant der Wäschefirma vorgestellt hatte. Dass noch weitere Akteure in den Fall involviert sind, wird im Film immer wieder angedeutet und in der Handlung des zweiten Teils der Doppelfolge wiederaufgenommen.

Hintergrund Der Film wurde vom 7. Mai 2025 bis zum 16. Juli 2025 an 44 Drehtagen in München und Umgebung gedreht. Die Premiere erfolgte am 26. März 2026 an der Filmhochschule München in Anwesenheit der Schauspieler, der Landtagspräsidentin Ilse Aigner und des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann.

Rezeption Kritiken

Einschaltquoten Die Erstausstrahlung von Unvergänglich – Teil 1 am 5. April 2026 wurde in Deutschland von 6,60 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 28,3 % für Das Erste.

Trivia Der Film enthält Anspielungen auf zurückliegende Fälle der zwei Münchner Kommissare, etwa den Auftritt der ehemaligen Leiterin der Operativen Fallanalyse, Christine Lerch. Zudem will Leitmayr einen Porsche-Oldtimer, einen roten 911 Targa, für die Zeit im Ruhestand erwerben – exakt dasselbe Auto, das er bereits in den ersten drei Folgen fuhr.

Batic und Leitmayr streiten sich im Büro um eine schwarz-gelbe BVB-Tasse, die sie in der Folge In der Familie - Teil 1 aus Dortmund mitgenommen haben. Diese ist unter anderem auch in der Folge Kehraus zu sehen.

Leitmayr findet in seinem Schreibtisch einen Stapel alte Fotos. Dies sind Promofotos aus den Episoden Liebe, Sex, Tod, Gefallene Engel, Viktualienmarkt, Das verlorene Kind (mit Carlo Menzinger) und Hackl (mit Matthias Steinbrecher).

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Pressedossier des BR

Einzelnachweise

Unvergänglich – Teil 1 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmtitel 2026