Bogdan Stodulny (* 27. Mai 1953 in Otwock; † 24. November 1997) war ein polnischer Maler.
Leben Von 1968 bis 1974 besuchte Stodulny eine Kunstschule in Warschau. Anschließend, von 1974 bis 1979, studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Warschau bei Zofia Kowalska, Bohdan Urbanowicz und Jan Lisa. Seine Abschlussarbeit legte er bei Kazimierz Nita an der Fakultät für Innenarchitektur über die räumliche Entwicklung des Zentrums von Otwock ab und verteidigte sie mit Auszeichnung.Barbara Matysiak, Bogdan Stodulny - Odo Bujwid, Gazeta Otwocka, Ausgabe 10/2007, S. 46–47 (in Polnisch)
Von 1979 bis 1983 arbeitete Stodulny als Ausstellungsmanager beim polnischen Staatsunternehmen für bildende Künste (Państwowe Przedsiębiorstwo Sztuk Plastycznych). Eine Reise nach Australien im Jahr 1985 beeindruckte den Künstler sehr. Er schuf dort eine Reihe von Bildern mit dem Serientitel Journey to the Interior of the Imagination, die in Galerien in Brisbane und Sydney sowie später in Warschau ausgestellt wurden.
1994 eröffnete er zusammen mit Krzysztof Wojtarowicz die Galerie „Atelier“ in der Warschauer Altstadt in Räumlichkeiten der Warschauer Niederlassung der Polskie Towarzystwo Turystyczno-Krajoznawcze. Ab 1996 führte er als „Painting Theatre“ bezeichnete, öffentliche Malsitzungen mit dem Publikum durch, in denen er über die Bedeutung abstrakter, nicht-figurativer Kunst sprach.
Am 24. November 1997 starb Stodulny bei einem Autounfall. Er ist auf dem Friedhof in Otwock begraben.Paweł Ajdacki, Otwockie Powązki, czyli historyczny spacer po cmentarzu otwockim, Portal Przegląd Otwocki, 27. Oktober 2024 (in Polnisch, abgerufen am 21. November 2024) Am 10. Dezember 1997 wurde im Museum der Region Otwock zu seinem Gedenken ein nach ihm benannter Ausstellungsraum („Galeria im. Bogdana Stodulnego“) eröffnet.Bogdana Stodulnego, Website Muzeum Ziemi Otwockiej (abgerufen am 21. November 2024) Darüber hinaus finden in dem Museum regelmäßig Sonderausstellungen mit Werken von Stodulny statt.67. rocznica urodzin Bogdana Stodulnego, Website Muzeum Ziemi Otwockiej (abgerufen am 21. November 2024)
Werk Bogdan Stodulny verfügt über ein beeindruckendes malerisches Erbe, das in der zeitgenössischen polnischen Kunst des ausgehenden 20. Jahrhunderts stark hervorgehoben wird. Seine Malerei zeigt eine Faszination für die weibliche Anatomie, er legte großen Wert auf die Erde oder den Abgrund und verlieh ihnen eine mystische Bedeutung. In den 1990er Jahren erlangte Stodulnys Malerei zunehmend symbolischen Charakter.
Auf der Website des Städtischen Zentrums für Kultur, Tourismus und Sport der Stadt Otwock wird Stodulny und seine Arbeit beschrieben:
Ausstellungen Neben vielen Gruppen- und Einzelausstellungen in Polen (wie auf der internationalen Kunstmesse sozialistischer Länder „Interart“ in Posen und im polnischen Sejm) wurden die Werke Stodulnys in anderen europäischen Ländern, in Afrika, Australien und den USA gezeigt:
1983 – Luttenberg Galerie, Celle, Deutschland (Gruppenausstellung) 1985 – „Ocean“, Androssan Gallery, Brisbane, Australien 1985 – „Closer to creation of world“, Prouds Gallery, Sydney, Australien 1985 – „Ocean“, Boronia Art Gallery, Sydney, Australien 1987 – Wietzke GmbH, Hamburg, Deutschland 1988 – Kalavala Theatre, Finnland 1988 – Dijkstra Galerie, Amsterdam, Niederlande (Gruppenausstellung) 1989 – „Eine kurze Geschichte der Welt“, Beste, Niederlande 1990 – „Tribute to South Africa“, Arternatives Gallery, Johannesburg, Südafrika 1991 – Galerie des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Köln, Deutschland 1991 – „Einblicke“, Mönchengladbach, Deutschland 1991 – Etica Delarte, Assisi, Gubbio, Italien 1992 – Palazzo del Sadowski, Gubbio Italien 1992 – „Eastern Art“, Dallas, USA 1993 – Monflanquin, Frankreich 1994 – Krypta, Amsterdam, Niederlande 1995 – Galerie Hélène de Senneville, Petit Raffray, Mauritius 1995 – Camus Center Art Deco, Antananarivo, Madagaskar 1996 – „Sacrum“, Lüttich, Belgien
Einzelnachweise
Weblinks Krzysztof Popiel, Bogdan Stodulny - Sylwetka malarza, auf der Website des Städtischen Zentrums für Kultur, Tourismus und Sport in Otwock, 29. Mai 2020 (in Polnisch, abgerufen am 21. November 2024)
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