Nakhon Pathom (Thai: , []) ist eine Provinz (Changwat) in der Zentralregion von Thailand. Lage Nakhon Pathom liegt etwa 50 Kilometer westlich vom Zentrum der Landeshauptstadt Bangkok. Allerdings hat sich Bangkok bereits bis zu den Grenzen von Nakhon Pathom ausgedehnt.[123.242.156.6/Nakhonpathom/file/Recapitulate2554.pdf Broschüre der Provinz Nakhon Pathom] (Thai; Website nicht mehr erreichbar, zuletzt geprüft am 22. März 2014)

Nakhon Pathom liegt in der Tiefebene des Mae Nam Chao Phraya und entwässert sich über den Mae Nam Tha Chin, einem Mündungsarm des Chao Phraya.

Angrenzende Provinzen: Norden Suphan Buri und Ayutthaya Osten Nonthaburi und Bangkok Süden Samut Prakan WestenRatchaburi und Kanchanaburi

Klima Das Klima ist tropisch-monsunal.

Bevölkerung In Nakhon Pathom leben hauptsächlich Thais. Daneben siedeln aber auch Nachkommen der von Siamesen aus Laos verschleppten Fronarbeiter, die Lao Khrang (deren Gesamtzahl in Thailand bei 53.000 liegt).

Wirtschaft und Bedeutung Übersicht Über 50 % der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, hauptsächlich für den Reis- und Obstanbau. Nakhon Pathom ist in Thailand bekannt für Pomelo. Der Mindestlohn in der Provinz beträgt 372 Baht pro Tag (etwa 9,94 €; Stichtag 1. Januar 2025). Das „Gross Provincial Product“ (Bruttoinlandsprodukt) betrug 2009 136.699 Millionen Baht.Thailand in Figures (2012), S. 39.

Daten Die unten stehende Tabelle zeigt den Anteil der Wirtschaftszweige am Gross Provincial Product in Prozent: Wirtschaftszweig 2006 2007 2008 2009 Landwirtschaft 9,7 9,7 11,1 12,1 Berg-/Tagebau 0,9 0,9 1,0 1,1 IndustrieZu „Industrie“ zählen: Manufacturing; Electricity, gas and water supply; Construction 59,9 56,3 53,4 51,8 AndereZu „Andere“ zählen unter anderem: Wholesale and retail trade; Hotels and restaurants; Transport, storage and communication; Real estate; Education; Health and social work, … 29,5 33,1 34,5 35,0

Lokale Produkte Sweet Pomelo () Aromatisches Kokoswasser () Khao lam (, []) – Klebreis im Bambusrohr geröstet

Landnutzung Für die Provinz ist die folgende Landnutzung dokumentiert: Waldfläche: – Landwirtschaftlich genutzte Fläche: 727.336 Rai (1.163,7 km²), 53,7 % der Gesamtfläche Nicht klassifizierte Fläche: 627.868 Rai (1004,6 km²), 46,3 % der Gesamtfläche

Stromverbrauch Energieverbrauch Verbrauch 2006 2007 2008 2010 Gesamtverbrauch/GWh 2.985 3.093 3.115 3.572 Verbrauch pro Kopf/kWh 3.631,8 3.722,2 3.692,5 4.152,3

Geschichte Ursprünglich war Nakhon Pathom eine Stadt an der Küste des Golfs von Siam, doch änderte sich der Küstenverlauf infolge der Sedimentation durch den Chaophraya. Nachdem sich der Verlauf des Tha Chin geändert hatte und die Stadt langsam austrocknete, siedelte die Bevölkerung nach Nakhon Chaisi (oder Sirichai) um.

Historiker gehen davon aus, dass Nakhon Pathom bereits im 3. vorchristlichen Jahrhundert besiedelt wurde. Jedenfalls erfolgte die Einführung des Buddhismus nach Siam von hier aus. Der indische Herrscher Asoka sandte die beiden Mönche Phra Utara und Phra Sona hierher, um den Buddhismus in dieses „goldene Land“ (Suvarnabhumi) zu bringen. Deshalb befindet sich auch eines der weltweit größten buddhistischen Bauwerke, der große Chedi in der Stadt, der noch von König Rama IV. Mongkut angeregt wurde. Der Chedi beherbergt Reliquien Buddhas.

Während der Regierung von König Rama I. (reg. 1782–1809) führte man ein umfassendes Steuersystem ein, unter anderem auch für Alkohol. Nakhon Pathom wurde unter dem Namen Nakhon Chaisi dabei zusammen Suphan Buri und Samut Sakhon verwaltet.Terwiel (1989), S. 72

In mehreren Siedlungsschüben während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts kamen Menschen aus Kambodscha, Laos und Nord-Thailand nach Nakhon Pathom. In neuerer Zeit ziehen Menschen und Arbeitgeber aus Bangkok verstärkt nach Nakhon Pathom, um den Problemen der Hauptstadt (hohe Mieten, Dauerstaus auf den Straßen) zu entgehen.

Siehe auch: Geschichte Thailands

Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Buddha-Statue Luang Pho Wat Rai Khing im Amphoe Sam Phran Phutthamonthon-Park (auch Buddha Monthon geschrieben), ein „buddhistischer Park“ im gleichnamigen Distrikt. Sam Phran Elefanten- und Krokodilfarm – Shows mit Krokodilen und Elefanten, deren Aufzucht und Training gezeigt wird Rosengarten – am Ufer des Tha-Chin-Flusses ebenfalls im Amphoe Sam Phran, zeigt traditionelle siamesische Vergnügungen und Spiele, wie Hahnenkampf, Volkstänze, Schwertkämpfe und buddhistische Zeremonien Wat Rai Khing im Amphoe Sam Phran am Ufer des Mae Nam Chaisi (Chaisi-Fluss, anderer Name für den Tha Chin), buddhistischer Tempel (Wat) aus der Zeit von König Mongkut (Rama IV.). Jesada Technik Museum – Zu finden sind hier Sammlungen von alten Autos, Lastwagen und FlugzeugenJesada Technik Museum

Symbole mini|hochkant|Phra Pathom Chedi, höchster buddhistischer Stupa der Welt und wichtigstes Wahrzeichen der Provinz Das Siegel der Provinz Nakhon Pathom zeigt den Phra Pathom Chedi, der größte Chedi weltweit. Er liegt im Stadtzentrum von Nakhon Pathom. 1860 ließ König Rama IV. Mongkut die Pagode wieder errichten. Deshalb schmückt das Siegel auch die königliche Krone.

Der lokale Baum ist Diospyros decandra.

Der Wahlspruch der Provinz Nakhon Pathom lautet: „Die Provinz der Pomelos, süß und angenehm, Das Land mit weißem Reis, Die einheimischen Töchter sind die schönsten, Khao Lam, Klebreis in Bambusstöcken, ist höchst wohlschmeckend.“

Verwaltungseinheiten Provinzverwaltung Die Provinz ist in sieben Amphoe (‚Bezirke‘ oder ‚Landkreise‘) unterteilt. Diese sind weiter in 106 Tambon (‚Unterbezirke‘ oder ‚Gemeinden‘) und 930 Muban (‚Dorfgemeinschaften‘) unterteilt.

Nr. Amphoe Thai 1. Amphoe Mueang Nakhon Pathom 2. Amphoe Kamphaeng Saen 3. Amphoe Nakhon Chai Si 4. Amphoe Don Tum 5. Amphoe Bang Len 6. Amphoe Sam Phran 7. Amphoe Phutthamonthon mini|hochkant|Amphoe (Bezirke) der Provinz Nakhon Pathom mini|hochkant|Thesaban (Kommunen) in der Provinz Nakhon Pathom: „Großstadt“ in rot, „Städte“ in orange, „Kleinstädte“ in gelb

Lokalverwaltung Für das ganze Gebiet der Provinz besteht eine Provinz-Verwaltungsorganisation (, kurz , Ongkan Borihan suan Changwat; englisch Provincial Administrative Organization, PAO).

In der Provinz gibt es des Weiteren 23 Thesaban (‚Kommunen‘) – darunter eine „Großstadt“ (die Provinzhauptstadt), vier „Städte“ (Sam Phran, Rai Ching, Krathum Lom und Nakhon Pathom) sowie 18 „Kleinstädte“. Im Übrigen gibt es 93 Tambon-Verwaltungsorganisationen für die ländlichen Gebiete, die zu keiner Kommune gehören.

Literatur Barend Jan Terwiel: Trough Travellers' Eyes : an approach to nineteenth century Thai history. Bangkok: Duang Kamol 1989, ISBN 974-210-455-7. Thailand in Figures, Vol.II: Region and Province. 16th edition 2012–2013, Alpha Research Co., Ltd., Nonthaburi, Thailand 2012,

Weblinks

Übersichtskarte der Provinz Nakhon Pathom (Bezeichnungen auf Thai und Englisch) [zuletzt abgerufen am 5. November 2013]

Einzelnachweise

Kategorie:Thailändische Provinz