mini|Wappen derer von Braunbehrens (1835)

Braunbehrens (auch Braun-Behrent) ist der Name eines noch bestehenden Adelsgeschlechts ursprünglich aus dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt, das aus einer Quedlinburger Bürgerfamilie hervorging und mehrfach nobilitiert wurde. Diverse Mitglieder der Familie hatten Ämter in preußischen und anhaltischen Diensten inne.

Geschichte Das Geschlecht stammt von einer bürgerlichen Familie aus Quedlinburg ab, und die Stammreihe beginnt mit einem Hans Berent 1604, dessen Enkel Heinrich sich seit 1672 „Brun-Berend“ oder „Braun-Berend“ nannte, woraus der spätere Name entstand.Genealogisches Handbuch des Adels, Band 58 (C.A. Starke, 1974), Seite 78 (books.google.de). Es wurde mehrfach nobilitiert, so 1811 (Freiherrenstand für Andreas Carl von Braunbehrens, Präsident der Stände des Herzogtums Anhalt-Köthen), 1835 (anhalt-köthenscher Adelsstand/Briefadel, verliehen zu Köthen am 3. August 1835 für Anton Braunbehrens, Amtsrat auf Giersleben) und 1900 (preußischer Adelsstand durch A. KO. Berlin am 7. Mai 1900 zu Wilhelmshaven für Otto von Braunbehrens). Die Familie stellte vor allem höhere Beamte, im Militär war sie selten hochrangig vertreten. Allianzen durch Heirat bestanden, unter anderem mit der ebenfalls spät nobilitierten Familie Salmuth, aber auch mit den alten Adelsgeschlechtern Stammer und Lattorff. Nachfahren des bürgerlichen Zweiges waren in Quedlinburg noch 1849 wohnhaft (etwa der Barbier Ludwig Braunbehrens, Steinbrücke 490).Blogeintrag: Einwohnerverzeichnis Quedlinburg (Landkreis Harz) 1849 auf forum.ahnenforschung.net; 18. August 2013.

Besitz Die Braunbehrens hatten Herrensitze auf Rittergut Giersleben, Gut und Schloss Ilberstedt, sowie dem Rittergut Woinowitz bei Lissa im Großherzogtum Posen inne. Weiterhin ist die Familie wesentlicher Anteilseigner des Rüstungsunternehmens KMW.https://www.tagesspiegel.de/politik/die-panzerfamilie-6989257.html

Wappen Blasonierung: Freiherrliches Wappen (1811 bis etwa 1830): Im goldenen mit der Freiherrenkrone gekrönten Schild ein aufgerichteter schwarzer Bär mit silberner Krone und silbernem Halsband mit Ring.Maximilian Gritzner: Bayerisches Adels-Repertorium der letzten drei Jahrhunderte (Görlitz, C.A. Starke 1880), S. 11 (Vorschau auf books.google.de). Adeliges Wappen (1835, späteres Stammwappen): In Schwarz zwei silberne Schräglinks-Ströme. Auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken ein wachsender Bär mit goldenem Halsband mit Ring.Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser: zugleich Adelsmatrikel der deutschen Adelgenossenschaft, Teil 2 (J. Perthes., 1941) S. 65 (Eingeschränkte Vorschau auf books.google.de).

Stammbaum (Auszüge)

Literatur und Weblinks J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch. 3,7, Der Adel des Herzogthums Anhalt, Seite 2 und Tafel 2 (Digitalisat MDZ, Bayerische Staatsbibliothek) Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser. Teil B (1921), S. 92 ff. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser: zugleich Adelsmatrikel der deutschen Adelgenossenschaft, Teil 2 (J. Perthes., 1941) S. 65 (eingeschränkte Vorschau) Maximilian Gritzner: Bayerisches Adels-Repertorium der letzten drei Jahrhunderte (Görlitz, C.A. Starke 1880), S. 11 (Eingeschränkte Vorschau auf books.google.de) Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 2: Bozepolski – Ebergassing. Leipzig 1860 (S.29 Digitalisat). Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band II, Band 58 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1974, S. 78,

Einzelnachweise

Kategorie:Adelsgeschlecht (Sachsen-Anhalt) Kategorie:Preußisches Adelsgeschlecht Kategorie:Person (Quedlinburg) Kategorie:Ersterwähnung 1604