mini|Helena Araújo Ortiz (1992) Helena Araújo Ortiz (geboren am 20. Januar 1934 in Bogotá; gestorben am 2. Februar 2015 in Lausanne) war eine kolumbianische Schriftstellerin und Professorin für lateinamerikanische Literatur und Frauenforschung. Araújo publizierte zahlreiche literaturkritische Aufsätze in verschiedenen lateinamerikanischen und europäischen Literaturzeitschriften.

Leben

Jugend und Ausbildung Helena Araújo Ortiz wurde am 20. Januar 1934 in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá als zweites von vier Kindern des Ehepaars Alfonso Araújo Gaviria, einem bekannten Politiker, und Emma Ortiz Márquez geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Araújo zwischen Kolumbien und Venezuela, Brasilien und den Vereinigten Staaten, wo ihr Vater als Diplomat stationiert war. Sie besuchte die Immaculata Preparatory School in Washington, D.C., die sie im Alter von 15 Jahren 1949 abschloss. Anschließend nahm sie ein Studium der Literaturwissenschaften an der University of Maryland (1949–1950) auf; zurück in Kolumbien studierte sie Literatur und Philosophie an der Nationalen Universität von Kolumbien.

1951 heiratete Helena Araújo Pierre Albrecht de Martini, mit dem sie vier Töchter hatte: Priscilla, Gisèle, Nicole und Jocelyne. Schon früh äußerte Araújo ihr Unbehagen ob des gesellschaftlich konservativen Umfelds in Kolumbien, das es Frauen nicht ermöglichte, sich politisch zu äußern. In einem Interview mit Olga Cristina Turriago und Ignacio Ramírez äußerte sie sich wie folgt:

1971 zog sie mit ihren Töchtern in die Schweiz, wo sie kurz darauf Witwe wurde und bis zu ihrem Lebensende lebte. In der Schweiz studierte sie Literatur und Philosophie an den Universitäten Genf und Lausanne. Ihren Umzug in die Schweiz bezeichnete Araújo selbst als politisches Exil: Am 2. Februar 2015 verstarb Araújo in Lausanne.

Literaturwissenschaftliche Karriere Araújo veröffentlichte zahlreiche literaturkritische Aufsätze, mehrere belletristische Bücher, mehrere Kurzgeschichten und Essays und wurde aus dem Spanischen ins Englische, Französische, Italienische und Deutsche übersetzt. Sie unterrichtete lateinamerikanische Kultur und Literatur an der Volkshochschule Lausanne (1994–2002) und gab zahlreiche Seminare und Kurse über lateinamerikanische Schriftstellerinnen.

Würdigungen Araújo erhielt verschiedene Literaturpreise, darunter 1984 den Platero-Preis des Spanischen Buchclubs der Vereinten Nationen in Genf für ihren Essay Post-nadaístas colombianas. 2005 ehrten der Bezirk Lausanne und die Botschaft von Kolumbien in der Schweiz Araújo für ihr literarisches Werk. 2009 wurde Araújo während der VI. Versammlung kolumbianischer Schriftstellerinnen geehrt.

Werke (Auswahl) La"M" de las Moscas; 1970 Signos y Mensajes; 1976 Fiesta en Teusaquillo; 1981 La Scherezada Criolla; 1989 Ardores y Furores; 2003 Las Cuitas de Carlota; 2007 Esposa Fugada y Otros Cuentos Viajeros; 2009 Adelaida: 1848; 2021

Einzelnachweise

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