Albert Otto Kling (* 15. März 1903 in Horb am Neckar; † 20. März 1974 in Leonberg) war ein deutscher Kameramann und Dokumentarfilmer sowie Eigentümer der Kling-Film in Stuttgart.
Leben und Wirken Der Sohn des Eisenbahnbeamten Albert Kling und dessen Frau Lydia, geb. Heinzmann,Stadtarchiv Horb am Neckar, Geburtsregister Standesamt Horb, Nr. 12/1903. besuchte eine Realschule und machte anschließend eine Ausbildung als Mechaniker. Bereits 1923 wechselte er jedoch zur Filmbranche und wurde in weiterer Folge filmtechnischer Leiter bei der foto- und kinotechnischen Anstalt L. Schaller in Stuttgart. Mit der Kling-Film gründete er Ende der 1920er-Jahre sein eigenes Produktionsunternehmen, wo er neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer auch hinter der Kamera stand und sich auf Flugaufnahmen spezialisierte.Bundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Albert Kling, R 9361-V/110712 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). So filmte er am 18. September 1930 den Flugunfall in Böblingen, bei dem der Flugakrobat Fritz Schindler, Walter Spengler und zwei weitere Beteiligte ums Leben kamen. Im Juli 1931 heiratete Albert Kling Schindlers hinterbliebene Verlobte, die Fallschirmspringerin Hedy Schumann (1902–1968).
Mit seiner Kling-Film produzierte Albert Kling hauptsächlich kurze Dokumentar- und Werbefilme, häufig mit lokalem Bezug zu seiner schwäbischen Heimat. In der Zeit des Nationalsozialismus war er zudem als Co-Kameramann an einigen Propaganda-Großprojekten beteiligt: Mehrmals drehte er für Leni Riefenstahl (Triumph des Willens, Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht, Olympia) und war Kamerateammitglied pseudodokumentarischer Inszenierungen wie Feldzug in Polen, Feuertaufe und Kampf um Norwegen – Feldzug 1940. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist er lediglich in den 1950er-Jahren noch mit einigen kleinen Werbefilmen nachweisbar.
Albert Kling, der zuletzt mit Lieselotte Gutschmidt verheiratet war, starb wenige Tage nach der Vollendung seines 71. Lebensjahrs in seinem Haus in Leonberg-Ramtel.Stadtarchiv Leonberg, Sterbebuch Standesamt Leonberg, Nr. 117/1974.
Filmografie als Produzent, wenn nicht anders angegebenBei den meisten von ihm produzierten Dokumentarfilmen dürfte Albert Kling auch Kameramann gewesen sein, wenngleich dies in Filmportal und IMDb nicht immer vermerkt ist. 1928: Tagblatt Turmbau (auch Kamera) 1929: Wissen Sie wer froh und heiter – Sie auf dieser Welt bringt weiter? 1929: Scherben bringen wirklich Glück 1929: Zusammenbau einer 12.500 KW-Stahl-Dampfturbine, System Ljungström 1929: Sensationen der Luft 1929: Herrenberg, die alte Pfalzgrafenstadt im Gäu 1929: Moderne Reporter 1930: Den Gipfel erreicht 1930: Versuchssiedlung der Deutschen Linoleumwerke AG 1930: Sonntagsstreifen durch schwäbisches Land 1930: Der neue Riesen-Gaskessel des städt. Gaswerks, Stuttgart, erbaut von der M.A.N. Gustavsburg 1930: Das Herz des Filmtheaters 1930: Der Großsender 1930: Goldene Hamsterworte 1930: Die Bosch Zündkerze 1930: Die Luft – die Zukunft 1930: Das Verlegen von Linoleum 1930: Reutlinger Strickmaschinenfabrik H. Stoll & Co., Reutlingen 1930: Filmaufnahmen aus dem Werke der Firma A. Ziemann, Maschinenfabrik für Brauereianlagen Feuerbach-Stuttgart 1931: Das wachsende Haus 1931: Ausschnitte vom Erweiterungsbau des Städt.Gaswerks, Stuttgart 1931: Moderne Gasgewinnung im Städtischen Gaswerk, Stuttgart 1931: Neue Schiffstypen auf dem Bodensee 1932: Trockenwolle 1932: Die große Brandkatastrophe im Stuttgarter Alten Schloß 1932: Aus der Erde fließt Gesundheit 1932: Die Wilhelma 1932: Stuttgart ruft 1932: Schnadahüpfeln 1932: Porös. Elastisch. Haltbar 1932: Der Gipfel 1932: Quer durch Schwaben 1932: Zwei Rechte – zwei Linke 1933: Mädels von heute (Kamera) 1934: Deutscher fliege! 1934: F.P.1 wird Wirklichkeit (Kamera) 1934: Sieg für Deutschland (Kamera) 1935: Triumph des Willens (Co-Kamera) 1935: Kampf um den Eichenkranz 1935: Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht (Co-Kamera) 1935: Stuttgart, die Großstadt zwischen Wald und Reben – die Stadt des Auslanddeutschtums (Kamera) 1935: Stadt Stuttgart – 100. Cannstatter Volksfest (Kamera) 1936: Alles für’s täglich Brot 1936/38: Olympia (2 Teile, Co-Kamera) 1937: Die Verarbeitung der Nähseide von der „Nappe“ zum Fertigfaden 1937: V. Reichstagung der Auslandsdeutschen (AD) 1937 in Stuttgart, Stadt der Auslandsdeutschen 1937: NS-Kampfspiele im Bereich der SA-Gruppe Südwest in Stuttgart 1937 1937: 15. Deutsches Turnfest Stuttgart 1933 1937: Die Ferienfahrt der Rieker-Schuster 1937 1938: 250-Jahrfeier der Weiber von Schorndorf 1938: Die Kübler-Kleidung 1938: Interessante Werkzeug-Einrichtungen für Index-Automaten 1938: Der Gau Württemberg-Hohenzollern beim Reichsparteitag 1937 der NSDAP in Nürnberg 1938: Kennt Ihr das Land in deutschen Gauen? (auch Regie und Kamera) 1938: Einrichtungen für mechanische Verdunkelung großflächiger Tageslichtöffnungen 1938: Schwäbische Kunde (auch Kamera) 1939: VI. Reichstagung der Auslandsdeutschen (AD) 1938 in Stuttgart, Stadt der Auslandsdeutschen 1939: Ludwigsburg mit seinen Schlössern und Gärten 1939: Die Nähseide 1939: Schönheit der Arbeit 1940: Feldzug in Polen (Co-Kamera) 1940: Feuertaufe (Co-Kamera) 1940: Travertin 1940: Kampf um Norwegen – Feldzug 1940 (Co-Kamera) 1941: Süschala, ernst und heiter 1942: Vollautomatische Würfelzucker-Knipp- und Packmaschine 1942: Obstbaumpflege in Württemberg 1942: Chemie und Technik der Farbenherstellung 1942: Im Tal der jungen Donau 1942: Der Schneepflug und sein Anbau 1944: Die Peter-Schneefräse 1944: Die Peter-Schneefräse im Einsatz 1944: Kfz-Winterdienst-Hilfsgeräte (2 Teile) 1944: Hilfsunterkunft im Winter 1956: Burr-Maschinen 55 – Transferstraßen 1956: Automatisierung durch Werkzeugmaschinen 1957: Zeiss ist immer dabei 1958: Wälzfräsen mit automatischer Werkstückzuführung 1959: Burr-Produktionsmaschinen
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Anmerkungen und Einzelnachweise
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