Birk ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Emtmannsberg im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Birk hat eine Fläche von 11,259 km². Sie ist in 1484 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7587,24 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Amoslohe, Eichen, Eichhammer, Eichschlag, Fickmühle, Linhardshaus, Oberölschnitz, Reuthaus, Seidelmühle und Unterölschnitz.

Lage Das Pfarrdorf liegt am Almosbach, einem linken Zufluss des Laimbachs, und ist unmittelbar von Acker- und Grünland umgeben. Im Osten schließt sich der Birker Pfarrwald an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Draisenfeld (1,4 km nördlich) bzw. die Kreisstraße BT 17 kreuzend nach Tiefenthal (2,5 km westlich). Anliegerwege führen nach Eichhammer (1,2 km nördlich), nach Eichschlag (0,8 km östlich) und nach Fickmühle bzw. nach Amoslohe (0,5 km südlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1357 als „Pirk“ (Birke) erstmals urkundlich erwähnt.emtmannsberg.de

Birk bildete mit Eichen, Eichhammer und Fickmühle eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Birk mit Eichen 26 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit und die Dorf- und Gemeindeherrschaft standen dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Creußen zu. Grundherren waren das Hofkastenamt Bayreuth (1 Halbhof, 3 Söldengüter, 2 Söldengütlein), das Kloster Speinshart (1 Halbhof, 7 Viertelhöfe) und die Pfarrei Birk (3 Sölden, 1 Gut, 4 Gütlein, 1 Gütlein mit Wirtschaft, 1 Gütlein mit Schmiede, 1 Halbsöldengütlein, 1 Tropfhaus).R. Winkler: Bayreuth, S. 344.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Pegnitz. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde Birk bayerisch.R. Winkler: Bayreuth, S. 465f. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde 1812 der Steuerdistrikt Birk gebildet. Zu diesem gehörten die Orte Altenkünsberg, Eichen, Eichhammer, Eichschlag, Fickmühle, Haaghaus, Neuhof, Oberölschnitz, Oberschwarzach, Seidelmühle, Seidwitz, Tiefenthal, Unterölschnitz und Unterschwarzach. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Birk, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war mit Ausnahme von Seidwitz, das eine eigene Ruralgemeinde bildete. Die Gemeinde Birk war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Schnabelwaid (1842 in Landgericht Pegnitz umbenannt) zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Pegnitz. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde Eichschlag der Gemeinde Seidwitz überwiesen. Etwas später wurden auf dem Gemeindegebiet Amoslohe, Linhardshaus, Reuthaus, Schmeerhaus und Waizenleithe gegründet. Am 1. Oktober 1857 kam Eichschlag wieder zur Gemeinde Birk. Gleichzeitig löste sich Neuhof mit Altenkünsberg, Haaghaus, Oberschwarzach, Tiefenthal und Unterschwarzach und bildete eine eigene Ruralgemeinde, die Restgemeinde Birk wechselte zum Landgericht Weidenberg und zum Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt). Ab 1862 gehörte Birk zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Weidenberg (1879 in Amtsgericht Weidenberg umgewandelt), seit 1931 ist das Amtsgericht Bayreuth zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 11,249 km². Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Emtmannsberg eingegliedert.

Baudenkmäler In Birk gibt es vier Baudenkmäler: St. Veronika (Birk) Haus Nr. 1: Pfarrhaus Haus Nr. 12: Wohnstallhaus Brunnen bei Haus Nr. 26

Einwohnerentwicklung Gemeinde Birk Jahr 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 1151 1186 832 681 697 667 710 729 689 618 600 579 577 578 578 527 489 466 677 646 571 438 396HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 95 104 106 103 96 92 93 Quelle

Ort Birk Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 157 210 231 235 220 169 195 150 151 124Häuser 31 35 35 34 28 31 37Quelle

Religion Birk ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und Sitz der Pfarrei St. Veronika.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Emtmannsberg) Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Ersterwähnung 1357 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth