Neuhof (oberfränkisch: NaihufJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 38. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „naihūf“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Creußen im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Neuhof hat eine Fläche von 11,917 km². Sie ist in 1410 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 8451,67 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Altenkünsberg, Haaghaus, Oberschwarzach, Tiefenthal und Unterschwarzach.
Lage Das Dorf liegt auf einer Hochebene der Fränkischen Schweiz und ist allseits von Acker- und Grünland umgeben. Die Staatsstraße 2184 führt nach Creußen zur Bundesstraße 2 (2 km westlich) bzw. nach Seidwitz (2 km östlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Preußling (2 km südlich) und über Brunnenhof zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1,4 km nördlich), die entlang des Südrandes des Waldgebietes Creußener Hagenreuth von Creußen nach Altenkünsberg verläuft.
Geschichte Der Ort wurde 1396/99 als „Newnhof“ erstmals urkundlich erwähnt.J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 38. 1402 kaufte der Nürnberger Burggraf Johann vom böhmischen Hauptmann Schwynarz zu Auerbach den Ort.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 754. Rechtsnachfolger der Burggrafschaft Nürnberg war Brandenburg-Kulmbach bzw. Brandenburg-Bayreuth. In der Fraisch unterstand der Ort dem brandenburg-bayreuthischen Kasten- und Stadtvogteiamt Creußen. Von 1791/92 bis 1810 unterstand Neuhof dem preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Neuhof dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Birk und der Ruralgemeinde Birk zugewiesen. Am 1. Oktober 1857 entstand die Ruralgemeinde Neuhof. Zu dieser gehörten die Orte Altenkünsberg, Haaghaus, Oberschwarzach, Tiefenthal und Unterschwarzach.R. Winkler: Bayreuth, S. 446 und 498. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Pegnitz und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Pegnitz. Ab 1862 gehörte Neuhof zum Bezirksamt Pegnitz (1939 in Landkreis Pegnitz umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Pegnitz (1879 in Amtsgericht Pegnitz umgewandelt). Um 1867 kamen die Orte Schmeerhaus und Waizenleithe dazu. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 11,972 km². Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Januar 1977 in die Stadt Creußen eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Neuhof Jahr 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 579 561 557 581 584 534 504 477 462 488 480 421 408 388 401 548 592 498 378 356HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 80 80 79 79 78 74 77 Quelle
Ort Neuhof Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 140 174 175 154 134 175 147 132 106Häuser 24 24 25 25 29 32Quelle
Religion Neuhof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Creußen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Creußen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1857 Kategorie:Gemeindeauflösung 1976 Kategorie:Ersterwähnung 1396