Scharthammer (oberfränkisch: SchoadhommaJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 47. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „šoɒdhåmmɒ“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Pegnitz im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Scharthammer liegt in der Gemarkung Buchau.
Lage Die Einöde ist weitestgehend von Wald umgeben und liegt an der Fichtenohe. Die Kreisstraße BT 23 führt nach Buchau zur Bundesstraße 2 (1,4 km südlich) bzw. nach Leups (3,1 km nordwestlich). Nordwestlich von Scharthammer jenseits der BT 23 gibt es eine Motorsportanlage.
Geschichte Im Jahr 1366/68 wurden vier Hämmer bei Leups erstmals schriftlich bezeugt. Ausdrücklich erwähnt wurde der Ort in einer Urkunde, die im Zeitraum von 1398 bis 1421 entstanden sein muss, als „Schorczhamer“. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unklar.J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 47. In Scharthammer wird im 15. und 16. Jahrhundert ein Eisenhammer genannt, der vom Wasser der Pegnitz angetrieben wurde.Franz Michael Ress: Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung der oberpfälzischen Eisenindustrie von den Anfängen bis zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Verl. d. Histor. Vereins von Oberpfalz u. Regensburg, Regensburg 1950, S. 173.
In der Fraisch unterstand Scharthammer bis 1780 dem brandenburg-bayreuthischen Oberamt Pegnitz, danach für kurze Zeit dem Oberamt Creußen. Von 1791/92 bis 1810 waren das preußische Justiz- und Kammeramt Pegnitz die übergeordneten Institutionen. Danach kam die gesamte Region an das Königreich Bayern.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Scharthammer dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Buchau und der zugleich gebildeten Ruralgemeinde Buchau zugewiesen. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Scharthammer am 1. Juli 1972 in die Stadt Pegnitz eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 12 16 17 13 18 14 15 13 15 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 2 2 2 2 2Quelle
Religion Scharthammer ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria Magdalena (Schnabelwaid) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Pegnitz (Stadt) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ersterwähnung 1366