350px|The Beatles arrive at JFK Airport (cropped) (b) Am 4. April 1964 belegen die Beatles mit ihren Singles Can’t Buy Me Love, Twist and Shout, She Loves You, I Want to Hold Your Hand und Please Please Me die ersten fünf Plätze der US-amerikanischen Single-Hitparade. Dieses bis September 2021 nicht wieder erreichte Ereignis gilt als Höhepunkt der „British Invasion“. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1964.

Ereignisse Populäre Musik und Jazz 7. Februar: Die Beatles landen auf ihrer ersten Amerika-Reise auf dem New Yorker John F. Kennedy Airport, wo sie auf dem Rollfeld von 5.000 Fans und 200 Journalisten empfangen werden. 9. Februar: Die Beatles haben ihren ersten Auftritt im US-Fernsehen. Mit fünf Liedern (All My Loving, Till There Was You, She Loves You, I Saw Her Standing There und I Want to Hold Your Hand) in der Ed Sullivan Show werden sie einem Millionenpublikum bekannt. 21. März: Gigliola Cinquetti gewinnt in Kopenhagen mit dem Lied Non ho l’etá für Italien die 9. Auflage des Eurovision Song Contests. 28. März: Radio Caroline, das erste Privatradio Großbritanniens, geht von der MV Fredericiaaus auf Sendung; gegründet wurde der Sender von Ronan O’Rahilly. 4. April: The Beatles belegen mit ihren Singles Can’t Buy Me Love, Twist and Shout, She Loves You, I Want to Hold Your Hand und Please Please Me die ersten fünf Plätze der US-amerikanischen Single-Hitparade. Dieses seitdem nie wieder erreichte Ereignis gilt als Höhepunkt der „British Invasion“. 16. April: Die britische Rockband The Rolling Stones veröffentlicht ihr erstes gleichnamiges Album in Großbritannien und Deutschland. Juni: The Supremes schaffen mit dem Song Where Did Our Love Go den Durchbruch. Sie erreichen erstmals Platz eins der US-Charts und erobern damit den „weißen Musikmarkt“. 9. Juni: Bob Dylan spielt in einer einzigen Aufnahmesession alle Songs für seine neue LP Another Side of Bob Dylan ein. 10. Juli: The Beatles veröffentlichen das Album A Hard Day’s Night. 25. September: Das Miles Davis Quintet tritt bei den erstmals stattfindenden Berliner Jazztagen auf. Zunächst als einmaliges Ereignis geplant, wird das Festival aber verdauert. 1. Oktober: Nach einem viertägigen Festival in New York, das unter dem Titel October Revolution in Jazz neue Ansätze im Free Jazz präsentiert, organisieren sich führende Musiker in der Jazz Composers Guild. 9. Dezember: In einer einzigen Session wird in Rudy Van Gelders Tonstudio die als John Coltranes Meisterwerk geltende Jazz-Suite A Love Supreme aufgenommen. 11. Dezember: Der US-amerikanische Soul-Sänger Sam Cooke (Wonderful World, A Change Is Gonna Come) wird unter bis heute ungeklärten Umständen erschossen. Marianne Faithfull beginnt ihre Karriere mit As Tears Go By, einer Komposition von Mick Jagger und Keith Richards von den „Rolling Stones“, die sie im März 1964 bei einer Feier anlässlich einer Plattenveröffentlichung der Sängerin Adrienne Poster persönlich kennengelernt hat.

Klassische Musik und Musiktheater 13. Januar: Im Schubert Theatre in Boston wird das Musical Funny Girl von Jule Styne (Musik), Isobel Lennart (Libretto) und Bob Merrill (Songtexte) uraufgeführt. In New York City kommt es das erste Mal am 26. März 1964 im Winter Garden Theatre auf die Bühne. 6. April: Die Uraufführung des aus einer Fernsehfassung hervorgegangenen Balletts Die Unterrichtsstunde von Flemming Flindt (Choreografie) und Georges Delerue (Musik) erfolgt an der Opéra-Comique in Paris. 5. März: Die Operette Frühjahrsparade in zwei Akten mit der Musik von Robert Stolz nach einem Libretto von Ernst Marischka, Ernst Neubach und Hugo Wiener wird in der Volksoper Wien uraufgeführt. 4. oder 6. Juni: Uraufführung der um 1706 fertiggestellten Oper Semele von John Eccles (Musik) mit einem Libretto von William Congreve im Holywell Music Room in Oxford. 24. Juli: Am Teatro Colón in Buenos Aires kommt Alberto Ginasteras Oper Don Rodrigo zur Uraufführung. 17. September: Die Uraufführung der Oper Der Zerrissene von Gottfried von Einem findet an der Hamburgischen Staatsoper statt. 22. September: Am Broadway in New York City feiert das Musical Anatevka (engl. Originaltitel Fiddler on the Roof) von Jerry Bock (Musik) und Joseph Stein (Buch) mit Liedtexten von Sheldon Harnick Premiere. 2. Oktober: Die Premiere des Musicals Dongfang hong (Der Osten ist rot) erfolgt in der Großen Halle des Volkes in Peking. 30. November: In Frankfurt am Main erfolgt die Uraufführung der komischen Oper Das Ende einer Welt von Hans Werner Henze. Das Festival Maribor findet erstmals statt.

Film und Fernsehen 6. Juli: Im London Pavilion feiert Richard Lesters Mockumentary A Hard Day’s Night über die Beatles Premiere. 29. August: In den Kinos der Vereinigten Staaten startet der von Walt Disney produzierte Film Mary Poppins, zwei Tage nach seiner Erstaufführung in Los Angeles. Die Walt-Disney-Produktion basiert in wesentlichen Teilen auf den ersten beiden Mary-Poppins-Romanen von P. L. Travers, ergänzt um Lieder und Musik von Richard M. Sherman und Robert B. Sherman. Die Komponisten-Brüder werden ebenso mit einem Oscar ausgezeichnet wie Julie Andrews, für die mit der Darstellung der Titelfigur die Weltkarriere beginnt. 21. Oktober: My Fair Lady mit Audrey Hepburn kommt in die deutschen Kinos. Das Gespenst von Canterville – deutsche Opern-Fernseh-Verfilmung der gleichnamigen Erzählung von Oscar Wilde T.A.M.I. Show – US-amerikanischer Konzertfilm von Steve Binder

Musikcharts Deutschland Position Singles

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Siw Malmkvist – Liebeskummer lohnt sich nicht (3 Monate) The Beatles – I Want to Hold Your Hand (Komm gib mir deine Hand); Ronny – Oh, My Darling Caroline; Johnny Rivers / Bernd Spier / Claudio, Rik und Roger – Memphis, Tennessee (jeweils 2 Monate) Alle weiteren Lieder waren einen Monat auf Platz 1 gelistet.

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. The Beatles – With the Beatles (6 Monate) The Beatles – A Hard Day’s Night (3 Monate) Alle weiteren Alben waren einen oder einen halben Monat auf Platz 1 gelistet.

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Österreich Position Singles

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Freddy – Gib mir dein Wort (bevor ich fahre); Kaplan Alfred Flury – Lass die kleinen Dinge (jeweils 9 Wochen) Die Bambis – Melancholie (5 Wochen) Die Charts wurden erstmals Mitte Mai erhoben.

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Vereinigtes Königreich Singles Position Alben

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Cilla Black – You’re My World; The Beatles – I Feel Fine (jeweils 4 Wochen) The Searchers – Needles and Pins; Cilla Black – Anyone Who Had a Heart; The Beatles – Can’t Buy Me Love; The Beatles – A Hard Day’s Night; Roy Orbison – Oh, Pretty Woman; Sandie Shaw – (There’s) Always Something There to Remind Me (jeweils 3 Wochen) Alle weiteren Lieder waren entweder eine oder zwei Wochen auf Platz 1 gelistet.

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. The Beatles – A Hard Day’s Night (21 Wochen) The Beatles – With the Beatles (17 Wochen) The Rolling Stones – The Rolling Stones (12 Wochen)

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Vereinigte Staaten Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. The Beatles – I Want to Hold Your Hand (7 Wochen) The Beatles – Can’t Buy Me Love (5 Wochen) Bobby Vinton – There! I’ve Said It Again; The Supremes – Baby Love (jeweils 4 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. The Beatles – A Hard Day’s Night (14 Wochen) The Beatles – Meet the Beatles! (11 Wochen) Sœur Sourire – The Singing Nun (7 Wochen)

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Charts in weiteren Ländern

Musikpreise und Ehrungen Musikwettbewerbe Eurovision Song Contest Gigliola Cinquetti: Non ho l’età (per amarti) Matt Monro: I Love the Little Things Romuald: Où sont-elles passées? Hugues Aufray: Dès que le printemps revient Rachel: Le chant de Mallory

Erstveranstaltungen Sion Festival – Schweizer Festival klassischer Musik im Kanton Wallis

Gründungen und Auflösungen Gründungen Academy of Country Music – US-amerikanische Musikorganisation Davie Jones and the King Bees – frühe Band von Davie Robert Jones alias David Bowie Die Trixis – deutscher Kinderchor aus Wanne-Eickel Hohner-Akkordeon-Orchester Reilingen – Verein für Akkordeonmusik Korea Music Copyright Association – südkoreanische gemeinnützige Gesellschaft für musikalische Werke The Eyes – britische Psychedelic-Rock-Band The Jackson Five – US-amerikanische Soul-Band Treasure Isle – Plattenlabel des jamaikanischen Musikproduzenten Duke Reid

Auflösungen New York Contemporary Five – Quintett um die als Leiter gleichberechtigten Musiker Don Cherry, Archie Shepp und John Tchicai West Indies Records Limited – jamaikanisches Plattenlabel

Neuveröffentlichungen (Auswahl) Lieder und Kompositionen