mini|hochkant|Charlotte Link (2018)

Charlotte Link (* 5. Oktober 1963 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie gehört zu den kommerziell erfolgreichsten deutschsprachigen Autorinnen der Gegenwart.

Leben Charlotte Link wurde 1963 als eine von zwei Töchtern des promovierten Juristen Horst Link und der Autorin Almuth LinkLink, Almuth. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 768. in Frankfurt am Main geboren. Ihr Abitur legte sie an der Christian-Wirth-Schule in Usingen, dem Wohnort ihrer Mutter, ab. Weniger aus Familientradition – ihr Vater war Richter am Oberlandesgericht – vielmehr weil sie wie ihre Mutter gegen Unrecht an Tieren vorgehen wollte, studierte sie sechs Semester lang Jura an der Universität Frankfurt.Renate Wolff: Ein Kind schreibt sich erwachsen (Serie: Die Königinnen der Romanze). In: Bunte, ?/1987, S. 96–101. Sie wechselte 1986 nach München zu den Fächern Geschichte und Literaturwissenschaft.

Link lebt mit ihrem Lebensgefährten in Wiesbaden. Als aktive Tierschützerin engagiert sie sich für PETA und für Straßenhunde in der Türkei und in Spanien. Sie gibt zudem Sprachkurse für Flüchtlinge.Aussage in der Sendung Markus Lanz im Oktober 2018.

Im Juni 2024 gab Link über die Social-Media-Plattform Instagram bekannt, dass sie schwerwiegend erkrankt sei und für das laufende Jahr ausnahmslos alle Termine, einschließlich der Frankfurter Buchmesse, absage.

Wirken An ihrem Erstlingswerk Die schöne Helena begann Link bereits mit 16 Jahren zu schreiben und veröffentlichte es im Alter von 19 Jahren. mit Krimi Forum, Oktober 2006 Sie wurde sowohl mit Gesellschaftsromanen als auch mit psychologischen Spannungsromanen in englischer Erzähltradition bekannt. Die Titel Sturmzeit, Wilde Lupinen und Die Stunde der Erben sind eine Trilogie, die neben anderen Werken vom ZDF für das Fernsehen in dem Fünfteiler Sturmzeit verfilmt wurde. Der Roman Am Ende des Schweigens wurde 2004 in der Kategorie Belletristik für den Deutschen Bücherpreis nominiert; ihr 2000 erschienener Roman Die Rosenzüchterin führte mehrere Wochen die Spiegel-Bestsellerliste an. Die Gesamtauflage ihrer Romane liegt im deutschsprachigen Raum bei über 32 Millionen (Stand: September 2022).Gipfelstürmerinnen: Charlotte Link und Rebecca Gablé, boersenblatt.de, 21. September 2022

2014 erschien ihr Buch über die letzten Jahre ihrer mit 23 Jahren an Lymphdrüsenkrebs erkrankten und 2012 verstorbenen Schwester Franziska, die sie während deren Krankheit begleitete.Sei doch einfach froh, dass Du atmen kannst. Interview mit Kerstin Rottman; Die Welt, 11. September 2014, abgerufen am 28. September 2014Was bedeutet der Tod Ihrer Schwester für Ihr Schreiben? Charlotte Link im Gespräch mit Katrin Heise; Deutschlandradio Kultur, Beitrag vom 3. September 2014, abgerufen am 28. September 2014

Link gilt als eine der kommerziell erfolgreichsten deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen und ist vor allem für ihre psychologischen Spannungsromane und Kriminalromane bekannt. Ihre Bücher, von denen allein in Deutschland über 34 Millionen Exemplare verkauft wurden, sind regelmäßig auf den Bestsellerlisten zu finden.[https://www.penguin.de/autoren/charlotte-link/1183 Charlotte Link], Eintrag auf penguin.de vom 22. November 2025

Ehrungen und Auszeichnungen 2004 wurde sie für die Belletristik-Kategorie des Deutschen Buchpreises nominiert, die höchste Auszeichnung für den besten Roman in deutscher Sprache. Ihr Roman Am Ende des Schweigens war der nominierte Titel. 2007 erhielt Link für ihr literarisches Werk die Goldene Feder. 2004 wurde sie für die Belletristik-Kategorie des Deutschen Buchpreises nominiert, die höchste Auszeichnung für den besten Roman in deutscher Sprache. Mehrfache Spitzenpositionen in der Spiegel-Bestsellerliste

Bibliografie Romane: Cromwells Traum oder Die schöne Helena, 1985. Wenn die Liebe nicht endet, 1986. Die Sterne von Marmalon, 1987. Verbotene Wege, 1987. Schattenspiel, 1993. Die Sünde der Engel, 1996. Das Haus der Schwestern, 1997. Der Verehrer, 1998. Die Rosenzüchterin, 2000. Die Täuschung, 2002. Am Ende des Schweigens, 2003. Der fremde Gast, 2005. Die Insel, 2006. Das Echo der Schuld, 2006 (Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste vom 9. bis zum 15. Oktober 2006). Die letzte Spur. Goldmann, München 2008, ISBN 978-3-442-46458-6. Das andere Kind. Blanvalet, München 2009, ISBN 978-3-7645-0279-9 (Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste vom 14. bis zum 20. September 2009). Der Beobachter. Goldmann, München 2011, ISBN 978-3-442-36726-9. Im Tal des Fuchses. Blanvalet, München 2012, ISBN 978-3-7645-0350-5. Die Entscheidung. Blanvalet, München 2016, ISBN 978-3-7645-0441-0 (Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste vom 17. bis zum 23. September 2016).

Kate-Linville-Reihe: Die Betrogene. Blanvalet, München 2015, ISBN 978-3-7341-0085-7. Die Suche, Blanvalet, München 2018, ISBN 978-3-7645-0442-7. Ohne Schuld, Blanvalet, München 2020, ISBN 978-3-7645-0738-1. Einsame Nacht, Blanvalet, München 2022, ISBN 978-3-7645-0814-2 Dunkles Wasser, Blanvalet, 2024, ISBN 978-3-7645-0443-4. Kalte Tage, Blanvalet, München 2026, ISBN 978-3-7645-0798-5.

Sturmzeit-Trilogie: Sturmzeit, 1989. Wilde Lupinen, 1992. Die Stunde der Erben, 1994.

Autobiographisch: Sechs Jahre. Der Abschied von meiner Schwester. Blanvalet, München 2014, ISBN 978-3-7645-0521-9.

Jugendbuchreihe Reiterhof Eulenburg: Die geheimnisvolle Spionin, 1990 / neu herausgegeben als: Mitternachtspicknick, 2010. Die Diamanten der schönen Johanna, 1990 / neu herausgegeben als: Diamantenraub, 2010. In der Falle der Tiermafia, 1990 / neu herausgegeben als: Gefährlicher Sommer, 2010. Schnee aus heiterem Himmel, 1991 / neu herausgegeben als: Mondscheingeflüster, 2010.

Hörbücher Der Dolch des Kaisers. Gelesen von Eva Mattes. Tandem Verlag, Potsdam 2005, ISBN 978-3-83319-190-9 (Lesung, 1 CD, 55 Min.) Reiterhof Eulenburg – Mondscheingeflüster. Gelesen von Shandra Schadt. Der Audio Verlag (DAV), Berlin 2010, ISBN 978-3-89813-999-1 (Lesung, 2 CDs, 156 Min.) Reiterhof Eulenburg – Mitternachtspicknick. Gelesen von Shandra Schadt. DAV, Berlin 2010, ISBN 978-3-89813-943-4 (Lesung, 2 CDs, 142 Min.) Reiterhof Eulenburg – Diamantenraub. Gelesen von Shandra Schadt. DAV, Berlin 2010, ISBN 978-3-89813-944-1 (Lesung, 2 CDs, 143 Min.) Reiterhof Eulenburg – Gefährlicher Sommer. Gelesen von Shandra Schadt. DAV, Berlin 2010, ISBN 978-3-89813-998-4 (Lesung, 2 CDs, 142 Min.) Der Verehrer. Gelesen von Tessa Mittelstaedt. Random House Audio 2021, ISBN 978-3-8371-5249-4 (Hörbuch-Download, 15 Stunden und 36 Minuten)

Literatur Olaf Kutzmutz (Hrsg.): Bestseller. Das Beispiel Charlotte Link. Bundesakademie für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel 2010, ISBN 978-3-929622-46-1.

Verfilmungen

Seit 1999 verfilmen das ZDF und Das Erste die Romane, zum Teil als Zweiteiler, innerhalb einer nach der Schriftstellerin benannten Filmreihe. Unabhängig von der Filmreihe entstand 1999 unter der Regie von Bernd Böhlich der fünfteilige Fernsehfilm Sturmzeit.

Titel Produktionsjahr Erstausstrahlung Sender Anmerkung 1 Die Sünde der Engel 1999 5. Juni 1999 ZDF 1. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 2 Sturmzeit – Teil 1 1999 13. Dezember 1999 ZDF Miniserie in 5 Teilen 3 Sturmzeit – Teil 2 1999 15. Dezember 1999 ZDF Miniserie in 5 Teilen 4 Sturmzeit – Teil 3 1999 17. Dezember 1999 ZDF Miniserie in 5 Teilen 5 Sturmzeit – Teil 4 1999 19. Dezember 1999 ZDF Miniserie in 5 Teilen 6 Sturmzeit – Teil 5 1999 20. Dezember 1999 ZDF Miniserie in 5 Teilen 7 Das Haus der Schwestern 2001 10. März 2002 ZDF 2. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 8 Der Verehrer 2001 17. März 2002 ZDF 3. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 9 Der Vater meines Sohnes 2003 4. April 2004 ZDF 4. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 10 Das verräterische Collier 2004 18. April 2004 ZDF 5. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 11 Die Rosenzüchterin – Teil 1 2003 7. November 2004 ZDF 6. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 12 Die Rosenzüchterin – Teil 2 2003 8. November 2004 ZDF 7. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 13 Die Täuschung 2005 16. April 2006 ZDF 8. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 14 Am Ende des Schweigens 2006 26. Dezember 2006 ZDF 9. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 15 Der fremde Gast 2006 8. April 2007 ZDF 10. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 16 Das Echo der Schuld – Teil 1 2008 12. April 2009 ZDF 11. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 17 Das Echo der Schuld – Teil 2 2008 13. April 2009 ZDF 12. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 18 Das andere Kind – Teil 1 2012 2. Januar 2013 ARD 13. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 19 Das andere Kind – Teil 2 2012 3. Januar 2013 ARD 14. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 20 Der Beobachter 2015 5. Dezember 2015 ARD 15. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe. Kathryn O'Reilly als Kate Linville 21 Die letzte Spur 2016 5. Januar 2017 ARD 16. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe 22 Die Betrogene 2017 4. Januar 2018 ARD 17. Folge der Charlotte-Link-TV-Reihe. Peri Baumeister als Kate Linville 23 Im Tal des Fuchses 2019 2. Januar 2020 ARD 18. Folge der Charlotte Link-TV-Reihe 24 Die Entscheidung 2019 9. Januar 2020 ARD 19. Folge der Charlotte Link-TV-Reihe 25 Die Suche – Teil 1 2020 28. Oktober 2021 ARD 20. Folge der Charlotte Link-TV-Reihe. Henny Reents als Kate Linville 26 Die Suche – Teil 2 2020 30. Oktober 2021 ARD 21. Folge der Charlotte Link-TV-Reihe. Henny Reents als Kate Linville 27 Ohne Schuld 2023 14. September 2024 ARD 22. Folge der Charlotte Link-TV-Reihe. Henny Reents als Kate Linville 28 Einsame Nacht – Teil 1 2024 2. Oktober 2025 ARD 23. Folge der Charlotte Link-TV-Reihe. Henny Reents als Kate Linville 29 Einsame Nacht – Teil 2 2024 3. Oktober 2025 ARD 24. Folge der Charlotte Link-TV-Reihe. Henny Reents als Kate Linville

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Einzelnachweise

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