Das Museum Arnhem (ehemals Gemeentemuseum Arnhem und Museum voor Moderne Kunst Arnhem) ist ein Museum für moderne Kunst, zeitgenössische Kunst, angewandte Kunst und Design in der niederländischen Stadt Arnheim mit Schwerpunkt auf Kunst des 20. Jahrhunderts. Es wurde 1856 gegründet und befindet sich auf einem Moränenhügel am Rhein in Arnheim. Das Museum ist seit dem 1. Januar 2014 Teil der Museums Arnhem Foundation und war zuvor organisatorisch Teil der Gemeinde Arnheim.

Gebäude mini|Kuppel und Skulpturengarten, 2023 mini|Skulpturengarten, Earthbound, Pearl Perlmuter Das Gebäude des Museums wurde 1873 vom niederländischen Architekten Cornelis Outshoorn als Sitz einer Herrengesellschaft erbaut. Es wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Nach der Renovierung wurde es 1954 als Kunstmuseum der Moderne wiedereröffnet. Weitere Umbauten folgten, so wurde ein neuer Flügel 1956 eröffnet, der von Frits Eschuzier gebaut worden war, und in den 1970er Jahren wurde ein Seitengebäude mit Museumscafé von Hubert-Jan Henket gebaut. Diese Bauten sind einem Neubau gewichen, der 2016 nach einer Ausschreibung zu einem Wettbewerb der Stadt Arnhem für die Erweiterung sowie Restaurierung des historischen Hauptgebäudes durch Benthem Crouwel Architects errichtet wurde, die den Wettbewerb gewannen. Nach rund zwei Jahren Bauzeit konnte der Neubau weitere 1100 m² Fläche zu der im Altbestand vorhandenen Fläche hinzufügen, sodass das Museum nach der Wiedereröffnung im Jahr 2022 über eine Ausstellungsfläche von 1935 m² verfügt.

Der Neubau, mit seinen fünf Ausstellungsräumen, wurde dem Bestand an der westlichen Seite angefügt und besitzt eine 15 Meter große Auskragung Richtung Rhein, die das Gefühl vermitteln soll, über dem Grund zu schweben. Die Fassadengestaltung besteht aus 82.000 handgefertigten Fliesen, die mit ihrem Farbverlauf von Erdtönen der Straßenseite bis hin zu eisblauen Kacheln Richtung Fluss reichen. Im zweiten Untergeschoss liegt das Depot des Museums. Im Zuge der Baumaßnahmen wurde auch die Kuppel des Gebäudes der Herrengesellschaft renoviert, hier befinden sich der Eingang, der Museumsshop und ein Café. Im Obergeschoss der Kuppel wurde ein flexibel zu nutzender Veranstaltungsraum eingerichtet und vor der Kuppel liegt der frei zugängliche Skulpturengarten des Museums. Im Skulpturengarten finden sich unter anderem Werke von Maria Roosen, Louie Cordero, Monika Dahlberg und Henry Moore.Museum.nl Museum Arnhem abgerufen am 23. November 2024

Sammlung mini|Selbstporträt Jan Mankes, 1913 Der Schwerpunkt des Museums liegt auf internationaler, moderner und zeitgenössischer Kunst und Design. Die Sammlung umfasst mehr als 25.000 Objekte realistischer Kunst des 20. Jahrhunderts, zeitgenössischen Schmuck und Design, mit dem Augenmerk auf Arbeiten von Künstlerinnen.

Zu den in der Sammlung vertretenen Künstlern gehören unter anderem Klaas Gubbels, Charley Toorop, Carel Willink, Pyke Koch, Jan Mankes, Anneke van der Feer, Edith Pijpers und Fiona Tan, sowie junge Künstler wie Esiri Erheriene-Essi und Zanele Muholi.

Zeitgenössische Kunst Zur Sammlung zeitgenössischer Kunst gehören mehr als 2500 Objekte, die in der Zeit ab 1980 erworben wurden. Im Museum ist ein Ausschnitt der Sammlung zu sehen.

Kunstwerke aus der Zeit von 1500 bis 1900 Eine Umfangreiche Kunstsammlung besteht zu Werken aus der Zeit von etwa 1500 bis 1900. Die Grundlage dieser Sammlung ist das Erbe des Sammlers Ver Huell, der seine umfangreiche Sammlung 1897 der Gemeinde Arnhem vermachte. Hinzu kamen viele Ergänzungen. Die Sammlung umfasst Gemälde, aber auch Skulpturen, Arbeiten auf Papier und Kunsthandwerk.

Schmuck mini|Brosche von Riet Neerincx In den Niederlanden ist das Museum Arnhem eine der wichtigsten Institution, die sich mit der Sammlung und Ausstellung der Arbeiten von Schmuckdesignern befasst. Dies geht auf die Arbeit der Schmuckdesignerin Riet Neerincx (1925–2012) zurück, die ab 1967 als Kuratorin der Abteilung Kunsthandwerk tätig war. Durch ihre Arbeit erwarb und präsentierte das Museum Werke hauptsächlich niederländischer Schmuckdesigner und Goldschmiede. Die Schmucksammlung umfasste 2019 etwa 1000 Objekte. 2019 wurde zusammen mit Modemuze und fünf weiteren niederländischen Museen die Online-Schmuckplattform Sieradenmuze gegründet. In dem Museum befinden sich Werke von Françoise van den Bosch, Iris Eichenberg, Bruno Ninaber van Eyben, Ted Noten, Marcel Wanders und weiteren.

Ausstellungen (Auswahl) 1987 – Holland in vorm: Sieraden 1994 – Symfonie voor solisten 1997 – Het ontsierde lichaam 1998 – Claartje Keur, portretten en colliers 2000 – Op de huid, sieraden uit de collectie 2008 – Onvervangbaar, sieraden en herinnering 2009 – Het nieuwe versieren, Nederlandse sieraden van 1965 tot nu 2010 – De geheime schilderijen van Hilma af Klint 2011 – Ontketend, grenzeloze sieraden 2011 – True colours 2012 – Regression. Foto's van Erwin Olaf 2012 – In de schaduw van morgen. Neorealisme in Nederland 2013 – Female Power – Spiritualiteit & Utopie met onder meer Melanie BonajoDe Volkskrant - Female Power 2013 – Framis In Progress. Solotentoonstelling van Alicia Framis 2013 – De Melancholieke Metropool 2014 – Threads. Textiel in kunst en vormgeving 2014 – fragment – solo van Miroslaw Balka 2014 – Realms of Memory – Dieuwke Spaans, Raquel Maulwurf en Anne Wenzel 2014 – Assessing Reasons for Failure – Suze May Sho 2015 – Geaarde Kunst – Door de Staat gekocht '40-'45 2017 – Pierre Janssen – In de greep van de kunst 2017 – Ravage – Eerste overzichtstentoonstelling van het kunstenaarsduo Ravage 2017 – De favoriete werken van het publiek – Jan Mankes, Carel Willink, Raoul Hynckes, Dick Ket, Dorian Hiethaar, Klaas Gubbels 2023 – Hans Baluschek & Carel Willink. Kunst voor het volk 2024 – Radikal! Künstlerinnen* und Moderne 1910–1950

Weblinks

Website des Museums

Einzelnachweise

Arnhem Kategorie:Bildende Kunst (Niederlande) Kategorie:Bauwerk in Arnhem Kategorie:Bildung und Forschung in Arnhem Kategorie:Organisation (Arnhem) Kategorie:Kultur (Arnhem) Arnhem Arnhem Arnhem Arnhem Arnhem