Pinswag ist eine Ortschaft und Katastralgemeinde in der Gemeinde Nußdorf am Haunsberg im Bundesland Salzburg, Österreich.
mini|Foto von Pinswag Ortsmitte
Geographie Die Ortschaft Pinswag liegt im nördlichen Flachgau, etwas nördlich des Gemeindehauptortes Nußdorf am Haunsberg, eingebettet zwischen den Nachbarorten Eisping und Lauterbach. Mit Stand vom 1. Jänner 2025 leben in der Ortschaft 111 Einwohner.Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025).
Die gleichnamige Katastralgemeinde Pinswag erstreckt sich über den nordöstlichen Teil des Gemeindegebietes von Nußdorf und grenzt direkt an die Nachbargemeinden Dorfbeuern und Berndorf bei Salzburg. Sie umfasst eine Gesamtfläche von 6,65 km². Neben Pinswag selbst gehören auch die Ortschaften Durchham, Lauterbach, Liersching und Reinharting zu dieser Katastralgemeinde.
Gewässer und Hochwasserschutz Landschaftlich ist das Gebiet durch seine Lage im Oichtental am Fuße des Haunsbergs geprägt. Mehrere kleinere, lokale Bachläufe durchziehen den Ort und entwässern nach Westen hin in den Oichtenbach (auch kurz die Oichte genannt). Zum Schutz des Siedlungsgebiets vor Überschwemmungen bei Starkregenereignissen wurden im Ortsgebiet zwei Hochwasserschutzbecken errichtet. Diese dienen nicht nur der Regulierung der Wassermengen, sondern halten bei extremen Wetterlagen auch mitgeführtes Geröll, Geschiebe und Schwemmholz aus den steilen Hanglagen des Haunsbergs zurück. Ein bedeutender Teil der naturbelassenen Flächen im Westen der Katastralgemeinde gehört zudem zum geschützten Natur- und Europaschutzgebiet Oichtenriede, das als wichtiges Rückzugsgebiet für seltene Wiesenvögel dient.
Entwicklung mini|Foto des Zentralen Entwicklung Raums Pinswag im Winter von der Bushaltestelle aus. Die Einwohnerzahl von Pinswag hat sich in den letzten Jahrzehnten relativ stabil gehalten, was für ländliche Ortschaften im Salzburger Flachgau typisch ist. Die landwirtschaftliche Prägung bleibt dominant, wobei moderne Agrartechniken und nachhaltige Forstwirtschaft zunehmend angewendet werden. Die Entfernung zur Stadt Salzburg beträgt etwa 27 km Fahrstrecke, bzw. rund 15 km Luftlinie. Diese ermöglicht den Bewohnern einen gewissen Zugang zu urbaner Infrastruktur, beeinflusst jedoch die demografische Entwicklung nur geringfügig. Insgesamt behält Pinswag seinen traditionellen, ländlichen Charakter bei.
Statistische Daten zur Bevölkerungsentwicklung und Landnutzung sind in den Gemeindedaten von Nußdorf am Haunsberg dokumentiert, bei dem Pinswag als Katastralgemeinde inkludiert ist.
Wirtschaft und Infrastruktur Pinswag ist bis heute stark land- und forstwirtschaftlich geprägt, wobei ein Großteil der ansässigen Höfe als Familienbetriebe im Voll- oder Nebenerwerb geführt wird. Neben der klassischen Landwirtschaft gibt es im Ort einige kleinere Gewerbe-, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe. Da größere Industriebetriebe im Ort fehlen, pendelt die Mehrheit der erwerbstätigen Bevölkerung in die umliegenden Wirtschaftszentren oder in die rund 27 Kilometer entfernte Landeshauptstadt Salzburg.
Verkehr Die Verkehrserschließung von Pinswag erfolgt hauptsächlich über die Nußdorfer Landesstraße (L204), die den Ort an das regionale Straßennetz anbindet. Zusätzlich verläuft durch die Ortschaft die alte Landesstraße. Der öffentliche Nahverkehr wird durch die Buslinien des Salzburger Verkehrsverbunds (SVV) abgedeckt, die Verbindungen nach Nußdorf, Michaelbeuern, Oberndorf bei Salzburg sowie in die Stadt Salzburg ermöglichen.
Geschichte und Besonderheiten In der Liste der denkmalgeschützten Objekte in Nußdorf am Haunsberg sind für die Katastralgemeinde Pinswag zwei denkmalgeschützte Objekte aufgeführt: Der Bauernhof Koblergut in der Ortschaft Pinswag und im Bezug auf die Katastralgemeinde Pinswag die katholische Filialkirche 14 Nothelfer in der Ortschaft Lauterbach.
Weiteres befindet sich in der Ortschaft Pinswag eine private Kapelle, geweiht nach St. Wolfgang, welche um das Jahr um das Jahr 1900 von Pinswager Bauer Johann Huber gebaut wurde. Der Altar jener Kapelle kommt ursprünglich aus der Filialkirche Sankt Alban.
Namensherkunft Der Name geht auf das mittelalterliche Pinozvuangun (927) und das spätere Pinßwanch (1378) zurück. Er bedeutet übersetzt „Wiese an den Binsen“ – also eine Schilfwiese.
Der Löschzug Pinswag Der Löschzug Pinswag wurde im Jahr 1913 gegründet (nach der großen Brandkatastrophe in Nußdorf). Am 19. Februar 1981 ereignete sich in Pinswag eine der größten Brandkatastrophen der Nachkriegszeit in der Gemeinde, als drei Bauernhöfe niederbrannten und 350 Feuerwehrleute im Einsatz standen. Am 11. Dezember 2021 bezog der Löschzug sein neu gebautes, modernes Feuerwehrhaus im Ort.
Brauchtum & Vereine Die Zeche Pinswag ist ein aktiver Kultur- und Brauchtumsverein im Ort, der unter anderem für das traditionelle Maibaumaufstellen und -umschneiden sorgt.
Weblinks
Salzburg Wiki Löschzug Pinswag Filialkirche Sankt Alban
Quellen Wikipedia Artikel von: Nußdorf am Haunsberg Offizielle Website der Gemeinde Nußdorf am Haunsberg Offizielle Webseite der Gemeinde Nußdorf am Haunsberg Wissenwertes Offizielle Webseite der Gemeinde Nußdorf am Haunsberg Wappen Statistik Austria zu Nußdorf am Haunsberg Salzburg Wiki
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Nußdorf am Haunsberg) Kategorie:Ort im Bezirk Salzburg-Umgebung Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Salzburg-Umgebung