Valentin Sigismund von Redern und Probsthayn (geb. 16. September 1733 in Liebichau (Schlesien); gest. 13. Januar 1790)Ewald Wernicke: Gröditzberg. Geschichte und Beschreibung der Burg, Ortsnachrichten über die nähere Umgebung. 3. Auflage, Verlag von G. Kreuschmer, Bunzlau 1897, S. 51 f. war ein preußischer Landrat und Landschaftsdirektor.

Leben Valentin Sigismund von Redern und Probsthayn war der Sohn von Hans Sigismund von Redern und Probsthayn, Besitzer von Liebichau im Kreis Bunzlau (Schlesien).Ad. M. Hildebrandt: Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie. Jahrgang XVI, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin 1888, S. 357. Valentin Sigismund besuchte zunächst das Seminarium zu Oels. Von 1751 (oder 1752) bis 1754 widmete er sich akademischen Studien an der Universität Halle. Im Anschluss kehrte er zurück in die schlesische Heimat. Dort übernahm er 1761 Ober-, Mittel,- und Nieder Steinsdorf. Später fungierte er zunächst als Marschkommissar, bevor er nachfolgfend Kreisdeputierter und 1781 Landschaftsdirektor im Fürstentum Liegnitz wurde. Am 28. September 1783 wurde er zum Nachfolger für den kurz zuvor verstorbenen Friedrich Reinhard von Redern und Probsthayn als Landrat des Kreises Goldberg ernannt. Das Amt als Landrat übte er bis 1790 aus, Nachfolger wurde Hans Christian Alexander von Schweinitz.

Persönliches Valentin Sigismund von Redern und Probsthayn vermählte sich am 23. September 1766 mit Eleonora Tugendreich von Bock aus dem Hause Putschlau im Glogauschen, geboren um 1740. Mit ihr hatte er drei Söhne, die jedoch in ihrer frühen Kindheit verstarben. 1785 verkaufte er Steinsdorf und erwarb stattdessen Ober- und Nieder Pilgramsdorf, Neuwiese und einen Anteil von Neudorf am Gröditzberge im Kreis Goldberg. Am 13. September 1790 starb er an den Folgen eines Entzündungsfiebers. Mit seinem Tod erlosch die uralte Linie des Geschlechts der Edlen von Redern und Probsthayn.Streit / Zimmermann (Hrsg.): Schlesische Provinzialblätter. Band 11, Breslau 1790, S. 188-189. Die Witwe, nachfolgend geschiedene von Mauschwitz, heiratete 1796 den Generalmajor Ferdinand Friedrich Joachim von Elzsner.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 155. Eleonora Tugendreich starb am 11. September 1820 in PilgramsdorfVgl. Alexander Duncker (Hrsg.): Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der Preußischen Monarchie nebst den königlichen Familien-, Haus-, Fideicommiss- und Schattull-Gütern nebst begl. Text. Band 7. Selbstverlag, Berlin 1864, Blatt 399. und vererbte dieses Gut an die von Elzsner.

Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 781. Hans Jessen: Jahrbuch der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau. Band XVIII-Universität Breslau, In: Göttinger Arbeitskreis. Nr. 411, Duncker & Humblot, Berlin 1973, ISBN 3-428-03053-2, S. 87.

Einzelnachweise

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