Wojciech Arkuszewski (* 31. Oktober 1948 in Breslau) ist ein polnischer Politiker (Solidarność, UD, UW, SKL, AWS, PO) sowie in den Jahren von 1991 bis 2001 Abgeordneter des Sejm in der I., II. und III. Wahlperiode.

Leben und Beruf Wojciech Arkuszewski stammt väterlicherseits aus einer Familie der adligen Wappengemeinschaft Jastrzębiec, während die Familie seiner Mutter der Wappengemeinschaft Gozdawa angehörte.„Wojciech Arkuszewski h. Jastrzębiec“ auf www.sejm-wielki.pl, abgerufen am 13. November 2024. Er schloss 1971 sein Physikstudium an der Universität Warschau ab. Anschließend arbeitete er bis 1976 an der Astronomischen Fakultät der Polnischen Akademie der Wissenschaften.„Arkuszewski Wojciech“ auf encysol.pl, abgerufen am 4. Juli 2025. Er gehört dem Klub der katholischen Intelligenz in Warschau an.„Posłowie III kadencji – Akcja Wyborcza Solidarność“ auf www.rzeczpospolita.pl, abgerufen am 7. September 2026. Ab 1989 war er Redakteur der Wochenzeitung Tygodnik Solidarność. Von 2006 bis 2015 war er Aufsichtsratsmitglied von Polskie Górnictwo Naftowe i Gazownictwo. Anschließend wurde er Aufsichtsratsmitglied beim Fernleitungsnetzbetreiber Gaz-System.„Zmiany w składzie Rady Nadzorczej“ auf www.gaz-system.pl, abgerufen am 13. November 2024. Zeitweise war er dort stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender.„Władze Spółki“ auf www.gaz-system.pl, abgerufen am 13. November 2024.

Politik Arkuszewski engagierte sich in der demokratischen Opposition gegen das kommunistische Regime in Polen, unter anderem in der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność, deren stellvertretender Vorsitzender in der Region Masowien er 1990 wurde. Von 1990 bis 1992 gehörte er zudem dem Gesamtpräsidium der Solidarność an.

Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 wurde er auf der Liste des Wahlkomitees der Solidarność erstmals in den Sejm gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 288, S. 504. Kurz vor der Parlamentswahl 1993 trat er der Unia Demokratyczna (UD) bei und wurde für diese erneut gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 757. Durch die Fusion der UD mit dem Kongres Liberalno-Demokratyczny wurde er Mitglied der daraus entstehenden Unia Wolności (UW). Im Januar 1997 trat er aus der UW aus schloss er sich der Stronnictwo Konserwatywno-Ludowe (SKL) an, deren Generalsekretär er von 2000 bis 2002 war. Bei der Wahl 1997 wurde er auf der Liste des Wahlbündnisses Akcja Wyborcza Solidarność (AWS), an dem sich die SKL beteiligt hatte, wiederum in das Parlament gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1997, Nr. 64, S. 1374. Nachdem die AWS die Wahl gewonnen hatte, fungierte er in der Regierung von Jerzy Buzek als Staatssekretär in der Kanzlei des Ministerpräsidenten. 2001 schied er aus dem Sejm aus. Später trat er der Platforma Obywatelska bei und gehörte mit Jan Rokita zu den Autoren des Wahlprogramms der Partei für die Parlamentswahl 2005.

Ehrungen 2006 wurde ihm das Komturkreuz des Ordens Polonia Restituta verliehen.Verleihnachricht in Monitor Polski 2006, Nr. 62, S. 2103.

Weblinks Biogram auf der Seite des Sejm

Einzelnachweise

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