Das Weltcupfinale der Biathlon-Saison 2024/25 fand traditionell auf dem Holmenkollen nordwestlich der norwegischen Hauptstadt Oslo statt. Die Wettkämpfe im Holmenkollen skistadion, dem Veranstaltungsort der Weltmeisterschaften 2016, wurden vom 17. bis 23. März 2025 ausgetragen.
Johannes und Tarjei Bø bestritten ihre letzten internationalen Wettkämpfe als aktive Biathleten. Aus diesem Grund wurde der Massenstart der Herren entgegen der ursprünglichen Planungen am Sonntagnachmittag nach dem Frauenrennen ausgetragen.
Wettkampfprogramm +9. Weltcup in OsloDatumMännerFrauenFr, 21.03.2513:30 UhrSprint (10 km)16:15 UhrSprint (7,5 km)Sa, 22.03.2513:45 UhrVerfolgung (12,5 km)15:50 UhrVerfolgung (10 km)So, 23.03.2515:40 UhrMassenstart (15 km)13:15 UhrMassenstart (12,5 km)
Teilnehmende Nationen und Athleten Wenn Klammern um die Zahl der Athleten stehen, hat dies zur Bedeutung, dass vom entsprechenden Verband mehr Athleten für das Weltcupwochenende nominiert worden waren, als Startplätze in den Einzelrennen für die Nation zur Verfügung standen. Nation Anzahl Athlet Athletin Europa (26 Nationen) 3+3 Florent Claude, Thierry Langer, Marek Mackels Eve Bouvard, Maya Cloetens, Lotte Lie 1 Gaia Brunello 3+4 Wladimir Iliew, Wassil Saschew, Blagoj Todew Lora Christowa, Walentina Dimitrowa, Marija Sdrawkowa, Milena Todorowa 2 Jacob Weel Rosbo, Joachim Weel Rosbo 8+7 Philipp Horn, Simon Kaiser, Johannes Kühn, Philipp Nawrath, Roman Rees, Danilo Riethmüller, Justus Strelow, David Zobel Selina Grotian, Franziska Preuß, Johanna Puff, Stefanie Scherer, Sophia Schneider, Julia Tannheimer, Anna Weidel 4+4 Yaroslav Neverov, Kristo Siimer, Mehis Udam, Rene Zahkna Regina Ermits, Susan Külm, Johanna Talihärm, Tuuli Tomingas 5+4 Arttu Heikkinen, Olli Hiidensalo, Otto Invenius, Jimi Klemettinen, Tero Seppälä Erika Jänkä, Noora Kaisa Keränen, Sonja Leinamo, Suvi Minkkinen 7+9 Émilien Claude, Fabien Claude, Quentin Fillon Maillet, Antonin Guigonnat, Émilien Jacquelin, Oscar Lombardot, Éric Perrot Camille Bened, Paula Botet, Justine Braisaz-Bouchet, Sophie Chauveau, Lou Jeanmonnot, Amandine Mengin, Océane Michelon, Jeanne Richard, Julia Simon 1 Apostolos Angelis 1 Ukaleq Slettemark 5+7 Patrick Braunhofer, Daniele Cappellari, Tommaso Giacomel, Lukas Hofer, Nicola Romanin Hannah Auchentaller, Michela Carrara, Samuela Comola, Rebecca Passler, Martina Trabucchi, Dorothea Wierer, Linda Zingerle 2+1 Krešimir Crnković, Matija Legović Anika Kožica 4+4 Renārs Birkentāls, Rihards Lozbers, Edgars Mise, Aleksandrs Patrijuks Baiba Bendika, Elza Bleidele, Sanita Buliņa, Estere Volfa 3+3 Nikita Čigak, Maksim Fomin, Vytautas Strolia Natalija Kočergina, Judita Traubaitė, Lidija Žurauskaitė 3+3 Pawel Magasejew, Maxim Makarow, Michail Ussow Alla Ghilenko, Aljona Makarowa, Alina Stremous 9+7 Johannes Thingnes Bø, Tarjei Bø, Johannes Dale-Skjevdal, Isak Frey, Kasper Kalkenberg, Sturla Holm Lægreid, Vebjørn Sørum, Endre Strømsheim, Martin Uldal Karoline Erdal, Ragnhild Femsteinevik, Marthe Kråkstad Johansen, Maren Kirkeeide, Karoline Offigstad Knotten, Ida Lien, Ingrid Landmark Tandrevold 5+5 Simon Eder, Patrick Jakob, David Komatz, Felix Leitner, Fabian Müllauer Anna Andexer, Lisa Hauser, Lara Wagner, Lea Rothschopf, Tamara Steiner 4+5 Konrad Badacz, Jan Guńka, Wojciech Skorusa, Fabian Suchodolski Daria Gembicka, Joanna Jakieła, Anna Mąka, Natalia Sidorowicz, Kamila Żuk 4+3 George Buta, George Colțea, Raul Flore, Dmitri Schamajew Andreea Mezdrea, Jelena Tschirkowa, Anastassija Tolmatschowa 6+6 Viktor Brandt, Jesper Nelin, Emil Nykvist, Martin Ponsiluoma, Sebastian Samuelsson, Malte Stefansson Sara Andersson, Anna-Karin Heijdenberg, Anna Magnusson, Elvira Öberg, Hanna Öberg, Johanna Skottheim 5+5 Joscha Burkhalter, Dajan Danuser, Niklas Hartweg, Gion Stalder, Sebastian Stalder Amy Baserga, Aita Gasparin, Elisa Gasparin, Lena Häcki-Groß, Lea Meier 2+3 Jakub Borguľa, Artur Ischakov Paulína Bátovská Fialková, Anastasiya Kuzmina, Mária Remeňová 4+3 Miha Dovžan, Jakov Fak, Lovro Planko, Toni Vidmar Polona Klemenčič, Anamarija Lampič, Lena Repinc 5+5 Petr Hák, Vítězslav Hornig, Michal Krčmář, Jonáš Mareček, Tomáš Mikyska Lucie Charvátová, Jessica Jislová, Heda Mikolášová, Ilona Plecháčová, Tereza Voborníková 4+5 Anton Dudtschenko, Taras Lessjuk, Witalij Mandsyn, Dmytro Pidrutschnyj Chrystyna Dmytrenko, Julija Dschyma, Olena Horodna, Oleksandra Merkuschyna, Daryna Tschalyk 1 Shawna Pendry Amerika (2 Nationen) 2+4 Zachary Connelly, Logan Pletz Emma Lunder, Nadia Moser, Pascale Paradis, Benita Peiffer 4+4 Jake Brown, Maxime Germain, Paul Schommer, Campbell Wright Luci Anderson, Margie Freed, Deedra Irwin, Chloe Levins Asien (3 Nationen) 4+3 Kirill Bauer, Ässet Düissenow, Wladislaw Kirejew, Wadim Kurales Jelisaweta Belezkaja, Arina Krjukowa, Aischa Rakischewa 1 Jekaterina Awwakumowa 2+2 Gu Cang, Yan Xingyuan Meng Fanqi, Tang Jialin Ozeanien (1 Nation) 1 Darcie Morton
Ausgangslage Im letzten Weltcup einer Saison werden immer, von den regulären Startplätzen unabhängig, zusätzliche Quotenplätze vergeben. Diese gelten für die Top 10 der Gesamtwertung des IBU-Cups (wer startet, entscheidet der Verband) und für die beiden erfolgreichsten Teilnehmer pro Geschlecht bei den Juniorenweltmeisterschaften, hier also die Debütanten Kasper Ågheim Kalkenberg und Amandine Mengin.
Als Führende der Gesamtwertung gingen vor dem letzten Wettkampfwochenende Sturla Holm Lægreid und Franziska Preuß an den Start. Während der Vorsprung von Lægreid auf den Zweitplatzierten Johannes Thingnes Bø durch dessen Abwesenheit beim letzten Wettkampf schon auf über 100 Punkte angewachsen war, trennten Preuß und Lou Jeanmonnot lediglich 20 Punkte.
Die zusätzlichen IBU-Cup-Startplätze im norwegischen Team hatten Karoline Erdal, Isak Frey und Johannes Dale-Skjevdal erhalten. Bei den Schweden hatte Ella Halvarsson auf einen Start verzichtet, Frankreich hatte Guigonnat und Lombardot im Team behalten und so bei den Herren alle sieben Startplätze genutzt. Im Damenfeld feierte die IBU-Cup-Gesamtsiegerin Camille Bened und, wie erwähnt, Amandine Mengin, ihr Weltcupdebüt, zudem war Paula Botet zurück im Aufgebot. Die zusätzlichen Plätze für den deutschen Verband waren an Simon Kaiser, den wiedergekehrten Philipp Horn, Anna Weidel und Stefanie Scherer gegangen. Österreich stellte mit Lara Wagner anstelle Anna Juppes eine Weltcupdebütantin, zudem startete Fabian Müllauer anstatt Fredrik Mühlbacher. Im Schweizer Team waren Gion Stalder und Lea Meier zurück, sie ersetzten Arnaud Du Pasquier und Susi Meinen. Italien hatte wie Deutschland sieben Startplätze pro Geschlecht zur Verfügung. Im Herrenfeld debütierte der 31-jährige Nicola Romanin, im Damenteam war Rebecca Passler zurück im Aufgebot.
Der Lette Rihards Lozbers gab beim Sprintrennen an seinem 16. Geburtstag sein Weltcupdebüt. Damit war er nach Ville Matti Rautio im März 1996 der zweitjüngste männliche Debütant der Geschichte. Gleichzeitig war er der erste Weltcupathlet des Jahrganges 2009 und der erste Athlet im Alter von 17 Jahren oder darunter seit Victor Pînzaru bei der WM 2009 in Pyeongchang.
Ergebnisse 21. März 2025 (Fr.) Sprint (10 km) 21. März 2025 (Fr.) Sprint (7,5 km) 22. März 2025 (Sa.) Verfolgung (12,5 km) 22. März 2025 (Sa.) Verfolgung (10 km) 23. März 2025 (So.) Massenstart (12,5 km) 23. März 2025 (So.) Massenstart (15 km)
Verlauf Sprint Männer Start: Freitag, 21. März 2025, 13:30 Uhr Platz Sportler Zeit Schießfehler 124:49,5 min0+0 2+25,70+0 3+36,70+1 4+46,60+1 5+59,81+1 6+1:01,11+1 7+1:05,42+0 8+1:14,40+0 9+1:18,80+0 10+1:21,91+1 14+1:32,40+1 16+1:36,50+2 18+1:41,11+1 22+1:49,40+1 25+1:51,90+3 27+1:54,11+1 28+1:54,90+0 30+1:58,20+2 31+1:59,11+0 37+2:12,30+0 38+2:13,60+1 39+2:14,00+1 41+2:16,80+1 47+2:20,71+2 49+2:21,80+1 50+2:24,31+1 62+2:42,51+3 65+2:58,11+2 67+3:04,60+2 68+3:08,92+1 73+3:22,60+1 88+4:15,60+3 90+4:19,42+0 97+4:38,02+2
Gemeldet: 110 Nicht am Start: 4
In seinem 100. und letzten Sprintrennen seiner Karriere gelang Johannes Thingnes Bø mit der schnellsten Kurszeit sein 40. Sieg in dieser Disziplin. Dahinter klassierten sich auf den Siegerehrungsrängen bis auf Giacomel ausschließlich Norweger, besonders Isak Frey zeigte hier mit Rang vier und seinem damit besten Karriereergebnis auf. Mehrere Athleten liefen zu teilweise überraschend guten Ergebnissen. Vytautas Strolia (12.) und Roman Rees (14.) erzielten ihr bestes Saison-, Viktor Brandt mit Platz 14 sein bestes Karriereresultat. Fabian Müllauer (31.) und Petr Hák (35.) gewannen ihre ersten Weltcuppunkte.
Frauen Start: Freitag, 21. März 2025, 16:15 Uhr Platz Sportler Zeit Schießfehler 120:57,2 min0+0 2+0,20+0 3+21,90+0 4+29,40+0 5+31,90+0 6+42,10+0 7+44,41+0 8+45,81+1 9+47,40+0 10+47,70+0 21+1:11,60+0 24+1:19,01+1 27+1:21,80+1 28+1:22,30+1 31+1:24,10+0 35+1:25,81+0 37+1:29,01+0 38+1:29,70+1 41+1:31,01+0 42+1:31,61+1 43+1:31,70+1 48+1:37,20+0 50+1:39,50+1 61+1:55,30+1 63+2:02,50+1 69+2:11,21+0 74+2:16,10+1 77+2:23,83+0 78+2:24,51+0 82+2:32,01+1 91+3:00,73+0 93+3:07,13+1 96+3:10,50+0
Gemeldet: 115 Nicht am Start: 3 Nicht beendet:
Mit 60 Athletinnen in 1:55 min war der Sprint in Oslo der zeitengste Sprint der Saison. Im Kampf um den Gewinn des Gesamtweltcups nahmen sich Franziska Preuß und Lou Jeanmonnot ein weiteres Mal nur wenige Punkte ab, Preuß schlug Jeanmonnot um zwei Zehntelsekunden und sicherte sich ihren fünften Weltcupsieg. Suvi Minkkinen sicherte sich ihren dritten Podestplatz, dahinter klassierten sich Lien, Simon und Baserga mit jeweils fehlerfreier Schießleistung unter den Top 6. Erstmals in der Geschichte klassierten sich drei Schweizerinnen unter den besten Zehn eines Weltcuprennens. Wie schon im Herrenwettkampf gab es einige Überraschungen; so belegte Camille Bened bei ihrem ersten Weltcuprennen Rang 13, auch Natalia Sidorowicz und Olena Horodna liefen unter die besten 15. Selina Grotian kam zu Sturz und erreichte den Verfolger nicht, die schnellste Kurszeit kam einmal mehr von Anamarija Lampič.
Verfolgung Männer Start: Samstag, 22. März 2025, 13:45 Uhr Platz Sportler Zeit Schießfehler 131:45,0 min0+0+0+0 2+15,51+1+0+1 3+23,90+0+1+0 4+24,10+0+1+0 5+1:37,50+1+0+1 6+1:46,40+0+2+2 7+1:51,21+0+1+1 8+1:55,90+2+0+0 9+2:00,90+0+0+1 10+2:03,20+1+0+1 16+2:35,80+2+0+0 19+2:44,60+1+2+0 22+3:11,01+0+0+1 26+3:13,10+1+1+3 28+3:15,90+0+2+0 30+3:22,30+3+0+1 32+3:33,81+1+1+1 38+3:48,51+0+1+0 40+4:01,30+0+2+1 43+4:06,02+0+1+1 44+4:16,30+1+2+1 48+4:42,92+0+0+3 50+4:54,00+1+1+2 52+5:12,82+0+2+1 53+5:42,91+1+2+3 DNS
Gemeldet: 60 Nicht am Start: 3
Die Entscheidung um den Wettkampfsieg sowie um die kleine und große Kristallkugel entschied sich erst beim letzten Schießen. Während Johannes Bø die letzte Scheibe verpasste, traf Sturla Holm Lægreid und ging so ohne Konkurrenz auf die Schlussrunde, wonach er beide Wertungen für sich entschied. Quentin Fillon Maillet und Tommaso Giacomel liefen vom Start bis zur Ziellinie zusammen, am Ende konnte sich der Franzose im Zielsprint durchsetzen. Hinter Frey (zweitbestes Karriereresultat) und Dale-Skjevdal liefen Sebastian Samuelsson (Rang 29 auf 7; beste Kurszeit des Rennens) und Campbell Wright (Rang 34 auf 8) nach bemerkenswerten Aufholjagden die Ziellinie. Viktor Brandt lief erstmals in seiner Karriere in die Top 10, Philipp Nawrath belegte als bester Deutscher Rang 10. Seine ersten Weltcuppunkte gewann Jimi Klemettinen als 34., alle zwanzig Scheiben traf ausschließlich der Sieger des Rennens.
Frauen Start: Samstag, 22. März 2025, 15:50 Uhr Platz Sportler Zeit Schießfehler 130:16,9 min0+1+0+0 2+22,22+0+0+0 3+24,21+0+1+0 4+25,80+0+1+0 5+26,31+0+2+0 6+36,20+0+1+0 7+37,00+0+0+0 8+39,71+1+0+0 9+44,50+0+0+0 10+54,10+0+0+1 11+56,60+0+0+1 13+1:04,81+0+1+0 17+1:25,80+0+0+0 23+1:56,80+0+1+0 28+2:01,50+0+2+0 33+2:21,80+0+0+0 36+2:28,90+0+0+1 37+2:29,11+2+1+0 40+2:39,70+1+1+2 43+2:55,42+1+0+2 50+3:35,61+1+0+1 53+4:14,61+1+2+1 54+4:15,42+1+1+0
Gemeldet: 60 Nicht am Start: 3