alternativtext=Porträt eines Mannes (Halbfigur) mit blauem Jackett, weißem Hemd und Brille. Er steht an einem Tisch und lächelt leicht in eine rechts außerhalb des Bildes stehende Kamera.|mini|Torsten Burmester (2025) klasse=notpageimage|rahmenlos|150px|zentriert|Unterschrift von Torsten Burmester Torsten Burmester (* 15. Januar 1963 in Uchte, Landkreis Nienburg/Weser) ist ein deutscher Kommunalpolitiker (SPD), ehemaliger Sportfunktionär und Ministerialbeamter. Seit dem 1. November 2025 ist er Oberbürgermeister von Köln.
Herkunft und Ausbildung Torsten Burmester wurde in Niedersachsen geboren und zog mit seinen Eltern im Alter von zwei Jahren nach Remscheid, wo er aufwuchs. Sein Vater war Wäscher und Glätter im städtischen Krankenhaus, seine Mutter Reinigungskraft im Rathaus. Nach Abitur und Offiziersausbildung studierte Burmester von 1986 bis 1992 Sportwissenschaft an der Deutschen Sporthochschule in Köln und schloss als Diplom-Sportlehrer ab. Danach bildete er sich am Institut der deutschen Wirtschaft weiter. 2026 trat er wieder in die evangelische Kirche ein, nachdem er in jungen Jahren aus dieser ausgetreten war.
Werdegang Arbeit für die SPD und Persönlicher Referent im Kanzleramt (1994–2005) Ab 1994 arbeitete Burmester als wissenschaftlicher Mitarbeiter für den SPD-Bundestagsabgeordneten Wilhelm Schmidt, den sportpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion.Das Late-Night-Briefing für die Hauptstadt: Heads, Table Media. Anschließend wechselte er zur SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung und danach als Referent zum SPD-Parteivorstand. Im Vorfeld der Bundestagswahl 1998 arbeitete Burmester in der „Kampa“, der SPD-Wahlkampfzentrale der Kandidatur Gerhard Schröders. Burmesters Aufgabe war die Organisation der Wahlkampfauftritte des Kanzlerkandidaten. Während der folgenden vier Jahre blieb er Mitarbeiter des SPD-Parteivorstands, wo er für Rednereinsätze und Sportpolitik zuständig war.
Burmester wechselte 2002 in das Bundeskanzleramt, zunächst als Mitarbeiter im Referat für Sport, zuständig für nationale und internationale Sportbeziehungen (u. a. die Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2006),Sportpolitische Verstärkung im Bundeskanzleramt, DOSB-Redaktion, 4. September 2002. und dann bis zum Ende von Schröders Amtszeit im Jahr 2005 als persönlicher Referent des Bundeskanzlers.
Verwaltungstätigkeit (2005–2020) 2005 wurde er stellvertretender Leiter der Sportabteilung im Bundesministerium des Innern unter Minister Wolfgang Schäuble (CDU). Ab 2010 übernahm er im nordrhein-westfälischen Schulministerium NRW die Rolle als Abteilungsleiter für Personal, Haushalt und Organisation und wechselte 2012 ins Wirtschaftsministerium NRW in gleicher Funktion. Ab 2018 leitete er dort die Abteilung Wirtschaftsrecht. Er war außerdem Vertreter des Landes in den Aufsichtsräten der Köln Messe und der Duisburg Hafen AG. Er trug die Amtsbezeichnung Ministerialdirigent.Beteiligungsbericht der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2018, S. 29.
Sportfunktionär (2020–2024) 2020 wurde Burmester zum Generalsekretär des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) und des Nationalen Paralympischen Komitees ernannt. In dieser Rolle organisierte er unter anderem die Entsendung des deutschen Teams zu den Paralympischen Spielen in Tokio 2021. Vom 1. Februar 2022 bis Dezember 2024 war Burmester Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). In dieser Funktion führte er für knapp zwei Jahre die operative Leitung des Verbands. Burmester vertrat den DOSB auf Bundesebene und war 2024 Mitglied der Delegationsleitung für die Olympischen Spiele in Paris.
Zeitgleich zur Bekanntgabe seiner Kandidatur als Kölner Oberbürgermeister wurde Burmester am 3. Dezember 2024 mit sofortiger Wirkung als DOSB-Vorstandsvorsitzender abberufen. 2024 veröffentlichte die Ethikkommission des DOSB unter Leitung von Thomas de Maizière einen Bericht zur Vergabe der World Games 2029. Darin wurde dem Vorstand unter Burmesters Leitung ein „missliches“ und „unprofessionelles“ Vorgehen attestiert. Die Kommission kritisierte fehlende Abstimmung zwischen Präsidium und Vorstand sowie einen mangelhaft dokumentierten Entscheidungsprozess.DOSB-Chef Burmester und sein Abgang in die erste Reihe, Deutschlandfunk
Wahl und Amtszeit als Kölner Oberbürgermeister (2025) Am 22. November 2024 stellte die SPD Burmester als ihren Oberbürgermeisterkandidat für die Kölner Kommunalwahl 2025 vor,Susanne Rohlfing: OB-Wahlen 2025: Was der SPD-Kandidat Torsten Burmester in Köln „anpacken und verändern“ will. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 23. November 2024, abgerufen am 4. Dezember 2024. am 3. Mai 2025 wurde er offiziell nominiert. Im ersten Wahlgang kam er mit 21,3 Prozent der Stimmen auf den zweiten Platz hinter Berîvan Aymaz (Bündnis 90/Die Grünen). Burmester gewann jedoch am 28. September 2025 mit 53,5 Prozent der Stimmen die Stichwahl gegen Aymaz.Stadt Köln vom 28. September 2025: Ergebnis, abgerufen am 28. September 2025 Er trat das Amt am 1. November 2025 an.Kölner Stadt-Anzeiger Köln vom 29. September 2025: Ära Reker endet. Burmester übernimmt – so läuft der Machtwechsel im Kölner Rathaus ab, von Matthias Hendorf, abgerufen am 29. September 2025
Burmester ist seit Anfang Oktober 2025 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kölnmesse. Als Ministerialdirigent im NRW-Wirtschaftsministerium war er bereits von 2018 bis 2020 Mitglied in diesem Aufsichtsrat.Kölner Stadt-Anzeiger Wirtschaft vom 4. Oktober 2025: Neuer Oberbürgermeister Burmester wird Aufsichtsrat der Messe Köln, von Thorsten Breitkopf, abgerufen am 21. Dezember 2025
Am 10. Juni 2026 wurde er in den ehrenamtlichen Vorstand des Städtetags NRW gewählt.Stadt Köln Presseservice vom 10. Juni 2026: Oberbürgermeister Burmester in den Vorstand des Städtetages NRWgewählt, von Alexander Vogel, abgerufen am 12. Juni 2026
Weitere Mitgliedschaften Mitglied im Aufsichtsrat der Handball-Bundesliga von 2006 bis 2009. Er engagierte sich von 2003 bis 2010 als Vizepräsident des Handballverbands Berlin. Zudem unterstützte er die Organisation der Handball-Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland. Mitglied im Hochschulrat der Deutschen Sporthochschule Köln Mitglied im Rundfunkrat der Deutschen Welle. Burmester engagiert sich bei Special Olympics Deutschland, im Rollstuhlbasketballverein 99ers Köln und ist Mitglied beim FC Rheinsüd Köln e. V.
Privates Burmester ist verheiratet und hat zwei Töchter. Er lebt mit seiner Familie im Kölner Stadtteil Bayenthal, zuvor lebte er in den Veedeln Bickendorf, am Rudolfplatz sowie in Lindenthal.https://www.stadt-koeln.de/artikel/74253/index.html
Veröffentlichungen und öffentliche Stellungnahmen Torsten Burmester äußerte sich in Interviews und Gastbeiträgen zu Themen wie Sportförderung, Olympia-Bewerbungen und zur Energiekrise im Sportbereich. Zu seinen Beiträgen gehören unter anderem ein Gastbeitrag in der FAZ zur Spitzensportförderung und Interviews zur Rolle des Sports in der Corona-Pandemie sowie zur Teilnahme russischer und belarussischer Athletinnen und Athleten an internationalen Sportveranstaltungen. In einem Interview im Deutschlandfunk diskutierte er die Rahmenbedingungen für den Spitzensport in Deutschland und veröffentlichte im Kölner Stadt-Anzeiger ein Fünf-Punkte-Programm zur Stärkung Deutschlands im internationalen Sport.
Weblinks
Homepage Torsten Burmester Kölner Stadt-Anzeiger Köln vom 10. September 2025: Kölner SPD-Kandidat. Wie Torsten Burmester in Glücksbringer-Schuhen durch sein Veedel Bayenthal streift, von Susanne Rohlfing Kölner Stadt-Anzeiger Köln vom 8. August 2026: Kölner OB. Burmester zieht erste Bilanz und nimmt zweite Amtszeit ins Visier, von Gerald Selch und Jochen Gaugele
Einzelnachweise
Kategorie:Oberbürgermeister (Köln) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Sportfunktionär (Deutschland) Kategorie:Ministerialbeamter (Bund) Kategorie:Ministerialdirigent (Nordrhein-Westfalen) Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Mann