Oswald Erhard Römisch (* 23. Mai 1819 in Loßnitz bei Freiberg; † 2. Dezember 1899 in DresdenStandesamt Dresden, Standesamt Dresden I, Sterbe-Nebenregister 1899, Nr. 2400. Abweichend gibt Carl Schiffner Aus dem Leben alter Freiberger Bergstudenten. Verlagsanstalt Ernst Mauckisch, Freiberg 1935, S. 104, als Sterbetag den 3. Dezember 1899 und als Sterbeort Blasewitz ab. Römisch wohnte zwar in der Blasewitzer Straße 65, sein Sterbehaus gehörte damals aber zu Dresden und nicht zu Blasewitz.) war ein höherer sächsischer Berg- und Staatsbeamter. Er war Professor für Bergrecht an der Bergakademie Freiberg, Bergmeister in Marienberg, Geheimer Finanzrat und von 1877 bis zu seiner Pensionierung 1879 Präsident der Königlich Sächsischen Oberrechnungskammer.
Leben und Wirken Römisch studierte nach dem Schulbesuch ab 1836 das Bergfach an der Bergakademie Freiberg und im Anschluss Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig. Nach Abschluss des Studiums erhielt er 1844 ein Auditoriat beim Bergamt Freiberg.Anstellung der Auditoren bei sämtlichen Bergämtern (1835-1847), Sächsisches Staatsarchiv, 40001 Oberbergamt Freiberg, Nr. 733 1847 wurde Römisch dort zweiter Hilfsaktuar.Bestallung der Assessoren und Hilfsaktuarien beim Bergamt Freiberg (1845-1857), Sächsisches Staatsarchiv, 40001 Oberbergamt Freiberg, Nr. 725 Im Jahre 1849 wurde er zum Bergassessor ernannt und übernahm zudem in Krankheits- und Vakanzvertretung die Gegenschreiberfunktion.Gegenschreiber zu Freiberg (1821-1852), Sächsisches Staatsarchiv, 40001 Oberbergamt Freiberg, Nr. 759
Ab 1849 lehrte Römisch außerdem an der Bergakademie Freiberg, zunächst als Dozent für Allgemeine Rechtskunde und Bergrecht, ab Januar 1850 als Professor für Bergrecht und bergmännischen Geschäftsstil.Beamten- und Offiziantenstellen ohne besonders angelegte Akten (1837-1901), Sächsisches Staatsarchiv, 40010 Bergamt Freiberg, Nr. 133
Im Jahre 1856 wurde Römisch als Bergmeister die Leitung des im Zuge der Neuordnung der obergebirgischen Bergreviere wiedererrichteten Bergamtes Marienberg übertragen. Damit endete auch seine Lehrtätigkeit an der Bergakademie. Bergrat Römisch wurde im Februar 1862 als Oberbergamtsassessor an das Oberbergamt Freiberg berufen.Bestallungen der Herren Oberbergräte und Oberbergamts-Verwalter (1855-11865), Sächsisches Staatsarchiv, 40002 Berghauptmannschaft, Nr. 3
Nach der Aufhebung des Oberbergamts schied er als Oberbergrat aus der sächsischen Bergverwaltung aus. Römisch schlug eine Verwaltungslaufbahn im Dienst der sächsischen Wettiner am Dresdner Hof ein und wurde zunächst Hilfsarbeiter im Finanzministerium, wo er 1870 zum Geheimen Finanzrat ernannt wurde.Dresdner Nachrichten vom 9. Juni 1870, S. 1. Am 1. Januar 1877 wurde er Präsident der neugebildeten Königlichen Oberrechnungskammer. Ende Mai 1879 trat er in den Ruhestand. Sein Nachfolger wurde Bernhard von Schönberg.
Römisch blieb unverheiratet.
Literatur Carl Schiffner: Aus dem Leben alter Freiberger Bergstudenten. Verlagsanstalt Ernst Mauckisch, Freiberg 1935, S. 104. Kalender für den sächsischen Staatsbeamten. 1906, S. 96.
Einzelnachweise
Kategorie:Behördenleiter Kategorie:Person (Dresden) Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Bergakademie Freiberg) Kategorie:Bergmeister Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1819 Kategorie:Gestorben 1899 Kategorie:Mann