Die Liste von Sakralbauten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen listet Kirchen, Kapellen und sonstige Sakralbauten im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen auf.
Überblick Die evangelisch-lutherischen Kirchen überwiegen gegenüber den römisch-katholischen. Die evangelischen Bauten gehören zu den Dekanaten Gunzenhausen und Heidenheim im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg sowie zu den Dekanaten Weißenburg und Pappenheim im Kirchenkreis Nürnberg. Die katholischen Kirchen gehören zum Dekanat Weißenburg-Wemding im Bistum Eichstätt.
Die Christianisierung der Gegend erfolgte im frühen 8. Jahrhundert. Zu den ersten Kirchengebäuden des heutigen Landkreisgebietes gehören die Sola-Basilika in Solnhofen (heute nur noch als Ruine vorhanden), die Laurentiuskirche in Allmannsdorf sowie die Galluskirche in Pappenheim. Das Markgrafentum Brandenburg-Ansbach setzte die Reformation Anfang des 16. Jahrhunderts durch; die Reichsstadt Weißenburg folgte nach der Unterzeichnung der Confessio Augustana am 15. November 1530. Auch die Erbmarschälle von Pappenheim und der Schenk von Geyern führten im 16. Jahrhundert die neue Lehre ein. Als katholische Gebiete blieben lediglich die Besitztümer des Deutschen Ritterordens und des Bistums Eichstätt übrig. Der Versuch einer Gegenreformation wurde öfters unternommen, sie scheiterten aber meist. So wurde durch Gottfried Heinrich zu Pappenheim, General der Katholischen Liga, der Ort Treuchtlingen zeitweise wieder katholisch. Nach der Säkularisation der Klöster 1802 und der Zugehörigkeit des heutigen Landkreises zum Königreich Bayern entstanden auch in bisher lutherischen Gemeinden katholische Kirchen, wie etwa in Weißenburg (1871) und Pappenheim (1888). Andersherum entstanden auch in einst katholischen Gemeinden evangelische Neubauten, wie beispielsweise die Petruskirche in Pleinfeld. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden wenige kirchliche Bauten, darunter die Scheunenkirche Dettenheim (1956), St. Walburga (1958) und die Heilig-Kreuz-Kirche (1964).
Insgesamt gibt es im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen 154 Kirchengebäude mit regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten.Johann Schrenk; Karl Friedrich Zink: Gottes Häuser: Kirchenführer Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Treuchtlingen/Berlin, 2008, ISBN 978-3-934145-64-1. Der überwiegende Bautyp unter den Dorfkirchen ist die Chorturmkirche,GottesHäuser: Kirchenführer Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen auf Amazon gefolgt von der Saalkirche. Einen einheitlichen Baustil gibt es im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen aufgrund unterschiedlicher Herrscher und religiöser Streitigkeiten nicht; meist gehören die Kirchenbauten Spätgotik, Barock, Markgrafenstil oder Historismus an. Wallfahrtskirchen der Region sind die Blasiuskirche und die Gunthildiskapelle.Wallfahrtsorte im Dekanat Weißenburg-Wemding, www.dekanat-weissenburg-wemding.de, Bischöfliches Dekanat Weißenburg-Wemding Zu den Kirchenpatronen gehören neben den für den süddeutschen Raum typischen Nikolaus, Georg, Emmeram, Veit, Johannes der Täufer, Maria, Mutter Jesu, Erzengel Michael sowie Peter und Paul auch die speziell im Bistum Eichstätt verehrten Heiligen Willibald, Walburga, Gunthildis und Sola. Für diese Region eher ungewöhnlich sind Hieronymus (in Wachenhofen) und Gallus (in Pappenheim).
In jüngerer Zeit entstanden auch Sakralbauten für andere Konfessionen und Religionen, etwa für Methodisten in Weißenburg, für Zeugen Jehovas in Pleinfeld oder Moscheen in den größeren Städten.
Siehe auch Liste von Pfarrhäusern in Bayern Liste von Sakralbauten in Bayern Liste der Steinkreuze im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
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