mini|Technikum Hildburghausen Die Liste der Studentenverbindungen in Hildburghausen verzeichnet die verlegten, suspendierten und erloschenen Studenten- und Schülerverbindungen in Hildburghausen, die am Technikum Hildburghausen, dem heutigen Staatlichen Berufsbildenden Schulzentrum Hildburghausen (Berufsschule), ansässig waren.

Geschichte mini|Ansichtskarte Hildburghausen Von Anfang lagen dem Gründer und Direktor des Technikums, Harmsen Wilhelm Rathke, und anderen Dozenten viel daran, dass ihre Studenten die Möglichkeit hatten, studentischen Verbindungen beizutreten, da sie die Studenten während ihres Studiums unterstützten. Insbesondere im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts entstanden viele studentische Verbindungen, so bestanden gleichzeitig bis zu 10 Korporationen in Hildburghausen.

1935 wurden die Verbindungen in der bis dahin bestehenden Form aufgelöst. So wurden die Altherrenschaften zwangsweise zur NS-Altherrenschaft im Fachschulring Hildburghausen und die Aktiven wurden in Form von Kameradschaften ihren Altherrenschaften angegliedert und gleichgeschaltet. 1946 wurde die Staatliche Ingenieur Schule geschlossen. So endete auch das studentische Leben in Hildburghausen, da auch nach dem 2. Weltkrieg die studentischen Verbindungen verboten blieben. Auch nach der Wiedervereinigung der deutschen Staaten wurde in Hildburghausen keine Hochschule wiedergegründet.

Der Verband ehemaliger Studierender des Technikums in Hildburghausen (VESTH) wurde 1963 von den ehemaligen Studierenden der nicht reaktivierten Verbindungen gebildet. Im Jahr 1964 wurde unter der Unterstützung des VESTH die Ingenieurverbindung Hildburgia – Coburg gegründet. Die Tradition des Technikums – bzw. der 1946 aufgelösten staatlichen Ingenieurschule Hildburghausen – wurde 1965 von der VESTH dem damaligen Polytechnikum in Coburg übergeben, wobei etwa 500 Personen anwesend waren. Eine Gedenktafel wurde während der Feierstunde enthüllt, auf der der Wahlspruch des Gründers „Segen ist der Mühe Preis“ zu sehen ist.

Hohes Alter und Krankheiten hinterließen auch bei den Ehemaligen ihre Spuren. So wurde der Hildburghäuser Freundschaftsbund (HFB) gegründet, um die Amtsgeschäfte an Jüngere abzugeben und den Zusammenhalt der reaktivierten Verbindungen zu fördern. Zu diesem gehören die Verbindungen CStV Unitas zu Wuppertal, IV Hildburgia zu Coburg und TV Bauhütte zu Kassel. Der HFB übernahm die Kontaktpflege zum ehemaligen Studienort und richtet seit der Wiedervereinigung regelmäßig Zusammenkünfte in Hildburghausen aus. Bis heute ist es ein selbst auferlegter Pflichtteil der Verbindungen des HFB, das Staatliche Berufsbildende Schulzentrum Hildburghausen und somit auch das ehemalige Technikum zu unterstützen.

Verlegte Verbindungen Nach dem Krieg konnten von den ehemaligen zehn Verbindungen drei reaktiviert werden. Eine weitere gründete sich neu aus den Mitgliedern der nicht reaktivierten Verbindungen. Die Sortierung erfolgt nach Gründungsdatum. Name Gründung FarbenWappenZirkel Verband Fechtfrage MitgliederAnmerkungenLandsmannschaft Cimbria et RhenaniaErnst-Günter Glienke: Civis Academicus 2002/2003, SH-Verlag, Köln 2004, ISBN 3-89498-105-9, S. 103.1889 schwarz-weiß-weinrotverbandsfreifakultativ schlagendMännergegründet als Fechterschaft Rhenania, später Landsmannschaft; 11. Juli 1953 Wiedergründung der Landsmannschaft Rhenania (1889) in Friedberg; 1982 Zusammenschluss mit der Landsmannschaft Cimbria (1903) in Friedberg (Hessen); Fuchsenfarben: schwarz-weiß-schwarz, schwarze SamtmützeCStV Unitas Hildburghausen zu Wuppertal1899 violett-weiß-goldverbandsfreinichtschlagendgemischtgegründet als Katholische Technische Verbindung Unitas; 24. Jan. 1952 Wiedergründung in Wuppertal; 2011/2012 schloss die christliche Studentenverbindung ein Freundschaftsabkommen mit dem Ring Katholischer Deutscher Burschenschaften (RKDB); Wahlspruch: In Treue fest!Technische Verbindung (TV) Bauhütte zu Kassel1905 grün-weiß-rotverbandsfreifreischlagendgemischtWiedergründung 8. Feb. 1958 in Kassel; Fuchsenfarben: grün-rotIngenieur-Verbindung Hildburgia zu Coburg1876 grün-weiß-goldverbandsfreinichtschlagendMänner3. Okt. 1964 erfolgte die Gründung unter der Patenschaft des Verbandes ehemaliger Studierender des Technikums in Hildburghausen (VESTH); sie berufen sich jedoch auf das Gründungsdatum der Wissenschaftlichen Verbindung Markomannia zu Hildburghausen; am 7. Okt. 1967 wurde der AH-Verband gegründet; Wahlspruch: Amicitia res parvae crescunt! (Freundschaft läßt auch kleine Dinge wachsen!); weiße Mützen, grüne Baretts für Kommers; nach 2000 suspendiert f.f. = farbenführend, wenn nichts angegeben farbentragend

Inaktive und erloschene Verbindungen Die Sortierung erfolgt nach Gründungsdatum. Name Gründung FarbenWappenZirkel Verband Fechtfrage MitgliederAnmerkungenWissenschaftliche Verbindung Markomannia1876 schwarz-weiß-grünMännererloschen; gegründet als Wissenschaftlicher Verein der Studierenden der Höheren Fachschule Sondershausen (oder kurz Wissenschaftlicher Verein) in Sondershausen von Rathke, Niemann, Marotzke, Jentzen; Vorbild dafür waren die Fechterschaften Cimbria und Teutonia mit den Farben blau-rot, letztere blau-weiß-grün in Einbeck und später in Sondershausen; anfangs keine Farben, aber es gab eine Schulmütze grün-weiß mit schwarz-weiß-rotem Band, die Landesfarben von Sachsen-Meiningen und die Reichsfarben. Die Einführung scheiterte an der Farbenfreudigkeit; trug erst ab 1889 die Farben schwarz-weiß-grün und eine Mütze in grün; nur die „Concordia“ und der „Wissenschaftliche Verein“ siedelten mit dem Technikum nach Hildburghausen um.Sängerschaft Concordia1877 weiß-blau-weißMännererloschen; gegründet als Gesangverein Concordia in Sondershausen, später Sängerschaft; aus ihr ging 1888 die Sängerschaft „Euphnia“ hervor; Nur die „Concordia“ und der „Wissenschaftliche Verein“ siedelten mit dem Technikum nach Hildburghausen um; blaue StürmerSängerschaft Euphonia1888 hellblau-weiß-goldMännererloschen; hervorgegangen aus der Sängerschaft ConcordiaWissenschaftliche Verbindung Litteraria schwarz-weiß-goldMännererloschenWissenschaftliche Verbindung Saxo-Thuringia grün-weiß-rotMännererloschenElektro-Technische Verbindung Volta gold-weiß-grünMännererloschenSängerschaft Philharmonia rot-gold-grünMännererloschenTurnerschaft Alemannia schwarz-rot-goldMännererloschenWissenschaftliche Verbindung Markomannia14. Juli 2000 (vermutlich schwarz-weiß-grün)nichtschlagendMännerGründung der Schülerverbindung Wissenschaftliche Verbindung Markomannia am Beruflichen Gymnasium unter der Leitung der Lothar Franzke und Stephan Bock beide Mitglieder der IV Hildburgia, um wieder eine Verbindung nach Hildburghausen zu bringen; jedoch war diese nicht erfolgreich und ist daher suspendiert. f.f. = farbenführend, wenn nichts angegeben farbentragend

Örtlicher Zusammenschluss Der Hildburghäuser Chargierten Convent (HCC) war ein örtlicher Zusammenschluss der in Hildburghausen ansässigen Korporationen. Teil dessen waren die folgenden Korporationen: Wissenschaftliche Verbindung Markomannia, Sängerschaft Euphonia, Fechterschaft/Landsmannschaft Rhenania, Wissenschaftliche Verbindung Litteraria, Wissenschaftliche Verbindung Saxo-Thuringia, Elektro-Technische Verbindung Volta, Sängerschaft Philharmonia, Katholische Technische Verbindung Unitas, Turnerschaft Alemannia und Technische Verbindung Bauhütte.

Siehe auch Liste der Studentenverbindungen in Coburg Liste der Listen von Studentenverbindungen

Weblinks

Studentenverbindungen aus Hildburghausen Hildburghäuser Verbindungen mit Couleurkarten

Einzelnachweise

Hildburghausen Liste der Studentenverbindungen in Hildburghausen