350px|The Beatles logo Die Beatles geben am 17. August 1960 im Hamburger Rotlichtviertel St. Pauli ihr erstes Konzert unter diesem Namen. Bis Oktober 1960 spielen sie täglich im „Indra“, einem Stripclub bei der Reeperbahn. 350px|Indra-Club-Hamburg Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1960.

Ereignisse Populäre Musik und Jazz 2. März: Elvis Presley beendet seinen Militärdienst in Deutschland. Ende März nimmt er erstmals seit 1958 wieder Schallplatten auf und beginnt damit sein erfolgreiches musikalisches Comeback. 7. Juli: In Juan-les-Pins beginnt erstmals das internationale Jazzfestival Jazz à Juan. 6. August: Chubby Checker präsentiert The Twist in der Fernsehsendung The Dick Clark Saturday Night Beechnut Show. 19. September: Chubby Checkers Songinterpretation The Twist steht erstmals in den USA eine Woche lang an der Spitze der Billboard Hot 100. Der gleichnamige Tanz wird parallel zur Musik in aller Welt populär. 21., 24. und 26. Oktober: John Coltrane nimmt mit McCoy Tyner, Steve Davis und Elvin Jones das Album My Favorite Things auf; das Album wird von vielen Jazzkritikern als eine der bedeutendsten Aufnahmen des Modern Jazz bezeichnet. 21. Dezember: Ornette Coleman spielt mit einem Doppel-Quartett das Album Free Jazz: A Collective Improvisation ein, nach dem eine Richtung des Jazz den Namen Free Jazz erhält. Dezember: The Rattles werden in Hamburg von Achim Reichel und Herbert Hildebrandt gegründet. Das Jazzfestival Ljubljana findet erstmals statt.

Klassische Musik und Musiktheater 22. Mai: Die Kinderoper Der Mann im Mond von Cesar Bresgen hat ihre Uraufführung am Schauspielhaus Nürnberg. 22. Mai: Die Oper Der Prinz von Homburg von Hans Werner Henze nach einem Libretto von Ingeborg Bachmann wird an der Hamburgischen Staatsoper uraufgeführt. 11. Juni: Die Oper A Midsummer Night’s Dream, eine Auftragskomposition von Benjamin Britten, wird beim Aldeburgh Festival uraufgeführt. 30. Juni: Das Musical Oliver! von Lionel Bart wird im New Theatre in London uraufgeführt. 26. Juli: Mit einer Aufführung des Rosenkavaliers von Richard Strauss unter Leitung von Herbert von Karajan wird in Salzburg das Neue Festspielhaus eröffnet. 22. September: Die Uraufführung der Oper Rosamunde Floris von Boris Blacher findet im Städtischen Opernhaus Berlin statt. 12. Oktober: Dmitri Schostakowitschs 8. Streichquartett c-Moll op. 110 wird in Leningrad uraufgeführt. 3. November: Das Musical The Unsinkable Molly Brown über das Leben der Frauenrechtlerin und Titanic-Überlebenden Molly Brown wird am Broadway uraufgeführt. Musik und Liedtexte stammen von Meredith Willson, das Buch von Richard Morris, das Stück erlebt über 530 Vorstellungen. 3. Dezember: Das Musical Camelot von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner wird im New Yorker Majestic Theatre uraufgeführt. 11. Dezember: Das Mysterienspiel Ludus de nato Infante mirificus von Carl Orff wird in den Württembergischen Staatstheatern in Stuttgart uraufgeführt.

Film 4. April: Der US-amerikanische Spielfilm Ben Hur, Regie William Wyler, wird bei der von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences veranstalteten Oscarverleihung 1960 mit elf Academy Awards ausgezeichnet. Miklós Rózsa erhält den Oscar für die beste Filmmusik. 20. Mai: Der Film La Dolce Vita (Das süße Leben) des italienischen Regisseurs Federico Fellini erhält bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes die Goldene Palme. Schauspielerin Anita Ekberg wird mit der Filmszene im römischen Trevi-Brunnen populär. Die Filmmusik stammt von Nino Rota. 16. Juni: In den US-amerikanischen Kinos wird der Film Psycho von Alfred Hitchcock erstmals gezeigt; die Werbekampagne sorgt für Schlangen an den Kinokassen. Die Filmmusik stammt von Bernard Herrmann. In der Liste „Die beste Filmmusik Amerikas aus 100 Jahren“ des American Film Institute erreicht die Filmmusik Platz 4. Anruf genügt – komme ins Haus – US-amerikanische romantische Filmkomödie von Vincente Minnelli, mit Judy Holliday und Dean Martin in den Hauptrollen Im weißen Rößl – deutsch-österreichische Musikfilmkomödie von Werner Jacobs nach dem gleichnamigen Singspiel von Ralph Benatzky mit den Hauptdarstellern Waltraut Haas und Peter Alexander

Musikcharts Deutschland Position Singles

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Rocco Granata / Will Brandes – Marina; Heidi Brühl – Wir wollen niemals auseinandergehn; Lale Andersen / Caterina Valente / Melina Mercouri – Ein Schiff wird kommen (jeweils 2 Monate) Alle weiteren Lieder waren einen Monat auf Platz 1 gelistet.

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Musikmarkt-Chartsongs

Vereinigtes Königreich Singles Position Alben

Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Elvis Presley – It’s Now or Never (8 Wochen) The Everly Brothers – Cathy’s Clown (7 Wochen) Anthony Newley – Why?; The Shadows – Apache (jeweils 5 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. (Soundtrack) – South Pacific (45 Wochen) One Hundred and One Strings – Down Drury Lane to Memory Lanes (5 Wochen) Alle weiteren Alben waren eine Woche auf Platz 1 gelistet.

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Vereinigte Staaten Die längsten Nummer-eins-Singles

Lieder, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Percy Faith & His Orchestra – Theme from “A Summer Place” (9 Wochen) The Everly Brothers – Cathy’s Clown; Elvis Presley with The Jordanaires – It’s Now or Never; Elvis Presley with The Jordanaires – Are You Lonesome Tonight? (jeweils 5 Wochen) Elvis Presley with The Jordanaires – Stuck on You (4 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben (Mono)

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Bob Newhart – The Button-Down Mind of Bob Newhart (14 Wochen) Original Broadway Cast – The Sound of Music (12 Wochen) The Kingston Trio – Sold Out (10 Wochen)

Die längsten Nummer-eins-Alben (Stereo)

Alben, die die meiste Zeit während eines anderen Jahres auf Platz 1 der Charts verbrachten, werden hier nicht aufgeführt. Original Broadway Cast – The Sound of Music (15 Wochen) Terry Snyder & The All Stars – Persuasive Percussion (13 Wochen) The Kingston Trio – String Along (9 Wochen)

Alle Nummer-eins-Hits und die Hits des Jahres

Charts in weiteren Ländern

Musikpreise und Ehrungen Musikwettbewerbe Eurovision Song Contest Jacqueline Boyer: Tom Pillibi Bryan Johnson: Looking High, High, High François Deguelt: Ce soir-là Nora Brockstedt: Voi voi Wyn Hoop: Bonne nuit ma chérie

Gründungen Frank Sinatra gründet das unabhängige Plattenlabel Reprise Records, um größere künstlerische Kontrolle über seine Aufnahmen zu erhalten. Die Kammermusiker Zürich – in Zürich beheimatetes Kammermusikensemble Jenaer Oldtimers – Dixieland-Formation in der DDR The Beatles – aus Liverpool stammende britische Beat-, Rock- und Pop-Band The King Bees – in New York ansässige Rhythm-and-Blues-Musikgruppe The Rattles – deutsche Beat- und Rockband The Tonics – deutsche Beat- und Rockband aus Hamburg

Neuveröffentlichungen (Auswahl)

Lieder und Kompositionen Lied Text Musik Erstinterpret Label Veröffentlichung Genre Album Weitere Informationen Al Watan Al Akbar Ahmad Shafik Kamal Mohammed Abdel Wahab 1960 Lied zur Vereinigung von Ägypten und Syrien zur Vereinigten Arabischen Republik Apache Jerry Lordan The Shadows Columbia Records 8. Juli 1960 Pop Baby Sittin’ Boogie Johnny Parker Buzz Clifford Columbia Records 1960 Pop Corcovado Antônio Carlos Jobim 1960 Bossa-Nova Jazzstandard. Ins Englische wurde der Song mit dem Titel Quiet Nights of Quiet Stars übersetzt. Der englische Text stammt von Gene Lees. Da sprach der alte Häuptling Werner Scharfenberger, Peter Wehle Gus Backus Polydor November 1960 Schlager Wooden Heart Die Glocken von Noworossijsk Kira Alemassowa Dmitri Schostakowitsch 1960 Hymne Wurde von Dmitri Schostakowitsch für die Gedenkstätte des Großen Vaterländischen Krieges auf dem Heldenplatz von Noworossijsk komponiert, wo es seit der Einweihung der Gedenkstätte im Jahr 1960 ununterbrochen nach einem festen Zeitplan gespielt wird. Einen Ring mit zwei blutroten Steinen Heinz Kück Caterina Valente Decca Records 1960 Schlager Giant Steps John Coltrane John Coltrane Atlantic Records 27. Januar 1960 Jazz Giant Steps Jazzstandard Have You Ever Loved a Woman Billy Myles Freddy King Oktober 1960 Blues Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini Paul Vance Lee Pockriss Brian Hyland Leader Records 1960 Pop Jenny Udo Jürgens Udo Jürgens Polydor Oktober 1960 Schlager Portrait in Musik Kom van dat dak af Peter Koelewijn Peter en zijn Rockets Imperial Records 8. Januar 1960 Rock Konjunktur-Cha-Cha Kurt Feltz Hazy-Osterwald-Sextett Polydor 1960 Schlager More Than I Can Say Sonny Curtis und Jerry Allison The Crickets April 1960 Rock In Style with the Crickets Only the Lonely (Know the Way I Feel) Roy Orbison, Joe Melson Roy Orbison Monument Records Mai 1960 Rock Paper Roses Fred Spielman, Janice Torre Anita Bryant Carlton 1960 Pop Hear Anita Bryant in Your Home Tonight! Schnaps, das war sein letztes Wort Heino Gaze und Günther Schwenn Willy Millowitsch Ariola 1960 Schlager The Twist Hank Ballard Chubby Checker Parkway Records 1960 Pop Coverversion des Liedes von Hank Ballard aus dem Jahr 1958. Das Lied wurde zum Symbolsong für den gleichnamigen Tanz Wir wollen niemals auseinandergehn Bruno Balz Michael Jary Heidi Brühl Philips Records 1960 Schlager

Alben Album Interpret Label Veröffentlichung Genre Weitere Informationen A Night in Tunisia Art Blakey & the Jazz Messengers Blue Note Records 1960 Jazz At the Blackhawk Thelonious Monk Riverside Records 1960 Jazz Blues and Roots Charles Mingus Atlantic Records 4. April 1960 Jazz Curtis Fuller Volume 3 Curtis Fuller Blue Note Records Dezember 1960 Jazz Ella Wishes You a Swinging Christmas Ella Fitzgerald Verve Records 1960 Jazz Freddy und die Melodie der Nacht Freddy Quinn Polydor 1960 Schlager EP Giant Steps John Coltrane Atlantic Records 27. Januar 1960 Jazz Mingus Charles Mingus Candid Records 1960 Jazz Portrait in Jazz Bill Evans Riverside Records 1960 Jazz Ride This Train Johnny Cash Columbia Records 1960 Country Sketches of Spain Miles Davis Columbia Records 18. Juli 1960 Jazz The Incredible Jazz Guitar of Wes Montgomery Wes Montgomery Riverside Records 1960 Jazz We Insist! Freedom Now Suite Max Roach Candid Records Dezember 1960 Jazz

Geboren Januar 1. Januar: Ian Monk, britischer Übersetzer, Schriftsteller und Sänger († 2025) 2. Januar: Bernard Fowler, US-amerikanischer Musiker (Gesang, Posaune, Keyboards, Songwriting) 2. Januar: Laura Littardi, italienische Jazzmusikerin (Gesang, Komposition) († 2024) 3. Januar: Marla Glen, US-amerikanische Sängerin mini|hochkant=0.6|Michael Stipe; * 4. Januar 4. Januar: Michael Stipe, US-amerikanischer Sänger und Musiker 8. Januar: Dave Weckl, US-amerikanischer Schlagzeuger 11. Januar: Ralf Dörper, deutscher Elektronik-Musiker 16. Januar: Marinho Boffa, brasilianischer Pianist, Arrangeur und Komponist 20. Januar: Peter Musebrink, deutscher Musiker, Komponist, Musikproduzent, Programmierer und Gitarrist 20. Januar: Jeff „Tain“ Watts, US-amerikanischer Jazzschlagzeuger 22. Januar: Michael Hutchence, australischer Sänger der Rockband INXS († 1997) 26. Januar: Charlie Gillingham, US-amerikanischer Multiinstrumentalist 26. Januar: María Rivas, venezolanische Sängerin und Komponistin († 2019) 29. Januar: Reiner Nägele, deutscher Musikwissenschaftler und Bibliothekar

Februar 7. Februar: Steve Bronski, britischer Musiker und Keyboarder († 2021)