mini|hochkant|Wappen derer von Hausen im Wappenbuch des Westfälischen Adels Hausen (in frühen Zeiten auch Husen o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts.
Die Familie ist zu unterscheiden von mehreren gleichnamigen oder namensähnlichen Familien, u. a. den hessischen Hausen, den lothringisch-sächsischen Hausen, den thüringischen Hausen, den westfälischen Husen oder den fränkischen Husen.
Geschichte Das Geschlecht saß zu Hamm in der Grafschaft Mark.Spießen (1901–1903), S. 76.
1431 erscheint ein Johann von Hausen, 1493 ein weiterer Johann von Hausen mit Hilleke von Osten, seiner Frau. Im 16. Jahrhundert treten u. a. Johann von Hausen, Landkommissar, Hermann von Hausen, sein Bruder, Bürgermeister zu Hamm, und Gertrud von Hausen, verheiratet mit Evert von Eberswin, auf. Catharina von Hausen heiratete 1565 W. E. Rödinghausen. Johanns Frau, Elseke von Rödinghausen, verstarb am 14. Oktober 1569. Helene von Hausen heiratete 1600 Ottmar von Rödinghausen.Steinen (1757), S. 934 ff.Fahne (1855), S. 232.
Die Familie saß 1600–1730 zu Beck und 1699 zu Hamm und Kettinghausen.Ledebur (1855), S. 387.Kneschke (1863), S. 532. Erster Herr von Haus Beck war Johann von Hausen, Sohn des Hammer Bürgermeisters Hermann von Hausen, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts lebte. Johanns Enkel Diedrich von Hausen heiratete Maria Helena von Brüninghausen und gelangte auf diese Weise in den Besitz des Gutes Kettinghausen in Westerbönen. Dieses war noch 1804 mit Haus Beck verbunden.
Die Familie erlosch im Mannesstamm mit dem Tod von Ludwig von Hausen im Jahr 1895.
Nach einem der Hammer Bürgermeister aus der Familie wurde in Pelkum der Johann-von-Hausen-Weg benannt.
Stammfolge Folgende Stammliste wurde von Johann Dietrich von Steinen und Anton Fahne veröffentlicht:Steinen (1757), S. 935.Fahne (1855), S. 233.
Persönlichkeiten Johann von Hausen, 1571 Bürgermeister Hamm Johann von Hausen, 1599, 1611, 1617 Bürgermeister Hamm Hermann von Hausen, 1611 Bürgermeister Hamm Johann von Hausen, 1649 Bürgermeister Hamm
Wappen Blasonierung des Redenden Wappens: In Gold ein schrägrechter blauer Fluss, in dem ein goldener Fisch (Hausenfisch) schrägrechts schwimmt. Auf dem Helm mit blau-goldenen Helmdecken (rechts) ein goldener und ein blauer Flügel, dazwischen der goldene Fisch mit dem Kopf nach unten.
In einer Abwandlung des Stammwappens siegelte der Hammer Bürgermeister Hermann von Hausen 1605 mit einem schrägrechts geteilten Schild, unten mit Wellen, oben mit einem Fisch.
Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 232 f. (Google Bücher). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 4: Graffen – Kalau v. Kalheim. Leipzig 1863, S. 532 (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 1: A–K, Berlin 1855, S. 387 (digitale-sammlungen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 76 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 182 (uni-duesseldorf.de). Johann Dietrich von Steinen: Westphälische Geschichte, 3ter Teil. Meyer, Lemgo 1757, S. 934 (uni-muenster.de) und Tfl. LIX (2) und (5) (uni-muenster.de).
Einzelnachweise
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht Kategorie:Stammliste