Die Mountainbike-Weltmeisterschaften 2025 fanden vom 30. August bis 14. September an verschiedenen Orten im schweizerischen Kanton Wallis statt. Neben den üblichen Wettkämpfen im Cross-Country und Downhill beinhaltete das Programm ausnahmsweise drei weitere, normalerweise separat ausgetragene Weltmeisterschaften, nämlich die Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaften 2025, die Mountainbike-Enduro-Weltmeisterschaften 2025 und die Pumptrack-Weltmeisterschaften 2025. Nach Angaben der Veranstalter waren insgesamt über 1200 Athleten an den Wettkämpfen beteiligt.

Programm

Der Zeitplan war wie folgt: 30.–31. August: Eröffnungsfeier in Sitten 30. August–1. September: Enduro und E-Enduro in Fiesch 3.–4. September: E-MTB Cross-Country in Bellwald 4.–5. September: Pumptrack in Monthey 4.–7. September: Downhill in Champéry 6. September: MTB-Marathon von Verbier nach Grimentz im Val d’Anniviers 8.–9. September: Shorttrack in Zermatt 10.–14. September: Cross-Country XCO und Staffel in Crans-Montana

Das Wettbewerbs-Programm war für Männer und Frauen gleich. Cross-Country XCO wurde in den Kategorien Elite, U23 und Junioren ausgetragen, Shorttrack in Elite und U23, Downhill sowie Enduro in Elite und Junioren. Die Mannschaften im Cross-Country-Staffelrennen waren aus den sechs Kategorien (m/w) im XCO zusammengesetzt. Die übrigen Wettkämpfe wurden nur in der Elite ausgetragen.

Crans-Montana war Austragungsort der ersten Mountainbike-Weltmeisterschaften im Jahr 1988. Die Pumptrack-Wettkämpfe wurden in Monthey keine sieben Kilometer südlich vom UCI-Hauptsitz in Aigle ausgetragen.

Cross-Country Short Track

Die Rennen wurden auf einem 1 km langen Rundkurs in Zermatt am Zusammenfluss von Mattervispa und Zmuttbach ausgetragen. Am 8. September gab es bei den Männern in Elite und U23 jeweils zwei Vorläufe, in denen 40 Finalisten ermittelt wurden, bei den Frauen entfiel dies. Die Endläufe fanden jeweils am 9. September statt.

Männer

An den Vorläufen waren 51 Fahrer aus 21 Ländern beteiligt. Im Finale über 10 Runden setzte sich Titelverteidiger Victor Koretzky knapp vor Christopher Blevins durch.

Platz Name Zeit (min) 1 21:26 2 + 0:01 3 + 0:03 4 + 0:06 5 + 0:08 6 gl. Zeit 7 gl. Zeit 8 gl. Zeit

Frauen

Am Start waren 39 Fahrerinnen, darunter zwei individuelle neutrale Athletinnen; die übrigen kamen aus 20 Nationen. Auf der kurzen, neunmal befahrenen Runde wurden viele Fahrerinnen aufgrund zu hohen Rückstands vorzeitig aus dem Rennen genommen, so dass nur 19 von ihnen den Wettkampf zu Ende fuhren. Zur Mitte des Rennens kamen Sina Frei und Laura Stigger in der Spitzengruppe zu Fall, wodurch auch andere Favoritinnen wie Puck Pieterse aufgehalten wurden. Aus der verbliebenen Spitzengruppe heraus gewann Alessandra Keller die erste Goldmedaille der Weltmeisterschaften für die Schweiz.

Platz Name Zeit (min) 1 20:43 2 + 0:04 3 + 0:14 4 + 0:22 5 gl. Zeit 6 + 0:25 7 + 0:33 8 + 0:39

Männer U23

An den Vorläufen beteiligten sich 56 Fahrer aus 25 Nationen. Im Endlauf wurde der Rundkurs 10 Mal gefahren. Bemerkenswerterweise war die Siegerzeit eine halbe Minute schneller als im Rennen der Elite.

Platz Name Zeit (min) 1 20:57 2 Finn Treudler gl. Zeit 3 Cole Punchard + 0:02 4 Gustav Pedersen + 0:03 5 Sondre Rokke + 0:09 6 Rens Teunissen van Manen gl. Zeit 7 Ian Ackert + 0:11 8 Nicolas Halter + 0:12

Frauen U23

Der Rundkurs wurde im Finale 8 Mal gefahren. Es waren 36 Fahrerinnen aus 18 Nationen am Start, es gewann wie im Vorjahr Isabella Holmgren.

Platz Name Zeit (min) 1 19:52 2 Carla Hahn + 0:20 3 Tyler Jacobs + 0:26 4 Oda Laforce + 0:30 5 + 0:31 6 Ella MacPhee + 0:36 7 + 0:40 8 Lea Huber + 0:42

Cross-Country (olympisch)

Der Parcours lag am Hang oberhalb von Crans-Montana zwischen dem Lac de Chermignon und dem Lac Grenon, die Start- und Zielgerade lag auf der Route du Rawyl. Der Parcours wurde je nach Kategorie unterschiedlich oft befahren. Jede Runde war 3,8 km lang und umfasste 160 Höhenmeter Steigung. Die Rennen fanden vom 12. bis 14. September statt und bildeten den Abschluss der Weltmeisterschaften.

Männer

Es starteten 74 Fahrer, darunter zwei mit anerkanntem Flüchtlingsstatus; die übrigen repräsentierten 30 Landesverbände. Auf dem Parcours, der neunmal befahren wurde, übernahm der Titelverteidiger Alan Hatherly zu Beginn der zweiten Runde die Führung, baute diese kontinuierlich aus und gewann ungefährdet das Rennen. Hinter ihm bildete sich eine sechsköpfige Verfolgergruppe mit Mathias Flückiger, Luca Schätti, Luca Braidot, Simone Avondetto, Victor Koretzky und Simon Andreassen, die bis in die Schlussrunde eng in Kontakt blieben; im Kampf um die verbliebenen Medaillen setzten sich Avondetto und Koretzky durch.

Platz Name Zeit (h) 1 1:30:30 2 + 0:48 3 + 0:51 4 + 0:53 5 + 0:57 6 + 1:06 7 + 1:31 8 + 2:16

Frauen

Es starteten 52 Fahrerinnen aus 24 Nationen, der Parcours wurde siebenmal gefahren. Jenny Rissveds übernahm bereits in der ersten Runde die Führung; in der zweiten Runde schlossen Samara Maxwell und Alessandra Keller zu ihr auf, zeitweise auch Evie Richards und die Titelverteidigerin Puck Pieterse, wobei die beiden letzteren immer wieder den Anschluss verloren; in der fünften Runde beendete eine Reifenpanne Pieterses Chancen endgültig. Rissveds setzte ihre Rivalinnen immer wieder unter Druck, konnte sich zwei Runden vor Schluss schließlich absetzen. Sie gewann so zum ersten Mal den Weltmeistertitel, nachdem sie 2016 bereits Olympiasiegerin gewesen war.

Platz Name Zeit (h) 1 1:21:35 2 + 0:18 3 + 0:56 4 + 1:08 5 + 1:46 6 + 2:01 7 + 2:21 8 + 2:33

Männer U23

Es starteten 83 Fahrer aus 33 Nationen, der Parcours wurde achtmal gefahren.

Platz Name Zeit (h) 1 Finn Treudler 1:20:25 2 Cole Punchard + 0:54 3 Gustav Pedersen + 2:14 4 Paul Schehl + 2:34 5 Mikkel Lose + 2:43 6 Rens Teunissen van Manen + 2:44 7 Sivert Ekroll + 2:55 8 + 3:12

Frauen U23

Es waren 50 Fahrerinnen aus 23 Nationen am Start. Isabella Holmgren gewann Rennen über sechs Runden in überlegener Weise, sie wurde damit zum zweiten Mal in Folge Doppelweltmeisterin auf der Kurzdistanz (XCC) und der olympischen Distanz (XCO).

Platz Name Zeit (h) 1 1:17:24 2 Vida Lopez de San Roman + 2:16 3 Valentina Corvi + 3:20 4 Anina Hutter + 4:13 5 Elina Benoit + 4:16 6 Lea Huber + 4:58 7 + 5:10 8 Monique Halter + 5:33

Junioren

Es gingen 91 Fahrer aus 35 Nationen an den Start, der Parcours wurde siebenmal befahren.

Platz Name Zeit (h) 1 Lucas Teste 1:14:49 2 Roger Surén + 0:11 3 Lewin Iten + 0:31 4 Valentin Hofer + 0:58 5 Maks Barret Maunz + 1:00 6 Connor Wright + 1:24 7 Ethan Wood + 1:31 8 Mathieu Ghibaudo + 1:47

Juniorinnen

Der Parcours, dem sich 54 Fahrerinnen aus 28 Nationen stellten, wurde fünfmal befahren. Es setzte sich die Slowenin Maruša Tereza Serkezi durch, die 2024 bereits Junioren-Europameisterin gewesen war. Die übrigen Top-8-Fahrerinnen hatten mit Ausnahme von Monsálvez auch bei den Cyclocross-Weltmeisterschaften Anfang des Jahres vordere Plätze belegt.

Platz Name Zeit (h) 1 Maruša Tereza Šerkezi 1:01:27 2 Anja Grossmann + 1:13 3 Barbora Bukovská + 2:50 4 Lise Revol + 3:17 5 Rafaelle Carrier + 3:55 6 Lison Desprez + 3:59 7 Florencia Monsálvez + 4:56 8 Mae Cabaca + 5:00

Cross-Country Staffel

Die Staffel fand am 11. September auf demselben Parcours wie die XCO-Rennen statt. Die Mannschaften bestanden aus sechs Fahrern bzw. Fahrerinnen, die die sechs im XCO ausgetragenen Kategorien repräsentierten. Jeder Teilnehmer fuhr eine Runde, es nahmen 13 Mannschaften teil.

Platz Name Zeit (h) 1 1:05:14 2 + 0:34 3 + 1:33 4 + 1:34 5 + 3:05 6 + 3:26 7 + 3:48 8 + 4:02

Downhill

Die Downhill-Rennen fanden auf der Coupe du Monde genannten Strecke bei Champéry entlang der Grand-Paradis-Seilbahn statt.

Männer

In der Qualifikation am 6. September traten 94 Fahrer an, von denen die besten 80 ins Finale am 7. September kamen.

Platz Name Zeit (min) 1 2:54,153 2 + 1,946 3 + 1,993 4 + 4,140 5 + 4,777 6 + 5,066 7 + 5,861 8 + 5,955

Frauen

An der Qualifikation am 6. September nahmen 43 Fahrerinnen aus 20 Nationen teil; die besten 40 kamen ins Finale am 7. September. Valentina Höll wurde zum vierten Mal in Folge Weltmeisterin.

Platz Name Zeit (min) 1 3:27,136 2 + 0,667 3 + 1,091 4 + 2,589 5 + 2,888 6 + 4,063 7 + 7,097 8 + 7,263

Junioren

An der Qualifikation am 5. September nahmen 77 Fahrer aus 28 Nationen teil; die besten 60 kamen ins Finale am 6. September.

Platz Name Zeit (min) 1 Max Alran 3:00,878 2 Tyler Waite + 2,916 3 Till Alran + 3,379 4 Oli Clark + 4,977 5 Jonty Williamson + 5,351 6 George Madley + 6,188 7 Asa Vermette + 6,945 8 Raoul Schneeberger + 7,141

Juniorinnen

Die Qualifikation am 5. September wurde von 24 Fahrerinnen aus 11 Nationen bestritten, von denen 20 ins Finale am 6. September kamen.

Platz Name Zeit (min) 1 Rosa Zierl 3:35,962 2 Eliana Hulsebosch + 1,864 3 Aletha Ostgaard + 2,316 4 Lina Frener + 2,398 5 Rosa Jensen + 15,393 6 Matilda Melton + 16,284 7 Cassandre Peizerat + 18,397 8 Gianna Nef + 24,052

E-MTB Cross-Country

Die Rennen fanden am 4. September statt. Start und Ziel befanden sich auf über 1600 m ü. M. in der Ortsmitte von Bellwald. Der Rest des Parcours befand sich oberhalb des Orts, pro Runde wurden 178 Höhenmeter absolviert.

Männer

Am Start waren 16 Fahrer. Es wurden 6 Runden mit einer Gesamtdistanz von 18,8 km gefahren.

Platz Name Zeit (min) 1 48:28 2 + 0:07 3 + 0:11 4 + 2:43 5 + 2:55 6 + 3:20 7 + 3:24 8 + 4:13

Frauen

Es gab neun Fahrerinnen, von denen eine unterwegs überrundet wurde. Es wurden 5 Runden mit einer Gesamtdistanz von 15,8 km gefahren.

Platz Name Zeit (min) 1 44:08 2 + 0:35 3 + 1:57 4 + 2:17 5 + 2:25 6 + 3:56 7 + 7:57 8 + 9:30

Enduro

Marathon

Pumptrack

Medaillenspiegel

Überragende Nation der Wettkämpfe war Frankreich mit 9 Goldmedaillen in 27 Wettkämpfen. Die Schweiz kam auf die zweitmeisten Medaillen, darunter zwei goldene. Insgesamt kamen Vertreter von 21 verschiedenen Ländern aufs Podest.

1 9 3 7 19 2 4 1 3 8 3 3 2 1 6 4 3 0 1 4 5 2 8 4 14 6 2 0 0 2 7 1 3 0 4 8 1 1 0 2 9 1 0 1 2 1 0 1 2 11 0 3 1 4 12 0 2 2 4 13 0 1 1 2 14 0 1 0 1 0 1 0 1 0 1 0 1 17 0 0 1 1 0 0 1 1 0 0 1 1 0 0 1 1 0 0 1 1 Gesamt 27 27 27 81

Weblinks Website der Veranstaltung Mountainbike-WM 2025 auf der UCI-Website Ergebnisse auf Tissot Timing

Einzelnachweise

#2025 Kategorie:Radsportveranstaltung 2025 Weltmeisterschaften 2025 Kategorie:Sportveranstaltung im Kanton Wallis