Tserendulamyn Sewdschid (, wiss. Transliteration ; geb. 1916 Chatanbulag Sum (Хатанбулаг сум), Dorno-Gobi-Aimag; gest. 23. Juli 1984) war ein Volkskünstler (Ардын Жүжигчин) der Mongolischen Volksrepublik, Gewinner des Staatspreises (Төрийн шагнал) und einer der führenden Choreografen des 20. Jahrhunderts.
Leben Als Kind erhielt er Schulbildung im Kloster Toli in der Provinz Dorno-Gobi und verrichtete häufig die Mala-Gebete.
Während seiner Tätigkeit als Feuerwehrmann im Provinzclub von 1936 bis 1939 fühlte er sich zur Kunst hingezogen, spielte Nebenrollen in einigen Theaterstücken und beteiligte sich auch an der Agitation der Roten Armee.
1939 wurde er zum Militärdienst eingezogen und kehrte in die Stadt zurück, wo er für das Militärtheater vorsprach und Schauspieler wurde. Dort spielte er Blechblasinstrumente und wirkte in Stücken wie „Kharts Damdin, Khatan Dolgor“ (Харц Дамдин, хатан Долгор) und „Urgumul Suvd“ (Өргөмөл Сувд) mit. 1941 wurde er Tänzer, als das Militärlied- und Tanzensemble gegründet wurde. Angeblich lernte er dort zunächst „Gopak“ (Гопак) und russischen Tanz. 1946 wurde er an das Staatliche Musiktheater berufen und leitete die Tanzklasse, was den Grundstein für seine künstlerische Karriere legte.
Karriere Von 1936 bis 1939 war er Schauspieler im Dornogovi-Aimag-Club; Tänzer im Militärtheater (цэргийн театр) und Ensemble von 1939 bis 1946, von 1946 bis 1959 war er Tänzer und Tanzlehrer am Staatlichen Zentraltheater (Улсын төв театр - Ulsyn töv tyeatr) sowie an den Theatern des Aimags Chowd und Bajan-Ölgii. Von 1959 bis zu seinem Tod arbeitete er als Choreograf am Nationalen Kunsttheater der Mongolei (УАДБЧ-д / Одоогийн; heute Großes Theater der Nationalen KünsteҮндэсний Урлагийн Их театрт. grandtheatre.mn).
Schaffen Nachdem er fast 50 Jahre seines Schaffens und Talents der Entwicklung der nationalen Tanzkunst gewidmet hat, choreografierte er über zehn Opern und Musikdramen, darunter „Mandukhai Tsetsen Khatan“ (“Мандухай цэцэн хатан”), „Sharai Golin Trun Khan“ (“Шарай голын гурван хаан”) und „Uchirtai Trun Tolgoi“ (“Учиртай гурван толгой”), sowie fast 200 Tänze, darunter „Partisan“ (“Партизан”), „Khuukheldey“ (“Хүүхэлдэй”), „Aduuchin“ (“Адуучин”), „Khatad“ (“Хатад”), „Khedeu Khulna saluus“ (“Хөдөө нутгийн залуус”), „Erdenet“ (“Эрдэнэт”) und „Eerult“ (“Ээрүүлт”). Diese Werke bereicherten das Repertoire zentraler und lokaler Theater, Ensembles und Kulturzentren. Die Tänze „Gooloo“ (“Гөөлөө”), „Saalchin“ (“Саальчин”), „Agsal-tsatsal“ (“Агсал-цацал”) und insbesondere „Jalam Khar“ (“Жалам хар”) wurden beim Großen Naadam der DZO (ДЗО-ны их наадмын шагнал) ausgezeichnet.
Sewdschid verbindet seine Tänze überwiegend mit Gesang. Die Volkstänze, die ihren Ursprung in den alten Traditionen der Chalcha-Dialekte füllte er mit neuem Leben und analysierte und sie in seinen Werken und verband sie mit innovativen Kompositionen.
Ehrungen Für sein „Mongolisches Tanzensemble“ (“Монгол бүжгийн чуулга”), „Eerult“ (“Ээрүүлт”) und den „Chalcha-Tanz“ (“Халх бүжиг”) erhielt er staatliche Auszeichnungen. Er wurde mit dem Orden des Roten Banners der Arbeit (гавьяаны улаан тугийн одон - gaviyaany ulaan tugiin odon), der Militär- und Arbeits-Ehrenmedaille (Цэргийн болон Хөдөлмөрийн хүндэт медаль - Tsergiin bolon Khödölmöriin khündet myedali) sowie der Jubiläumsmedaille (хүндэт медалиуда - hündét medaliuda) ausgezeichnet.
Sewdschid wurde 1961 mit dem Titel „Verdienter Künstler der Mongolei“ (Монгол улсын гавьяат - Mongol ulsyn gaviyaat), 1975 mit dem Staatspreis und 1980 mit dem Titel „Volkskünstler“ ausgezeichnet.
Im Jahr 1996 wurde die Tanzklasse der Mongolischen Akademie für Darstellende Künste nach Sewdschid benannt, und im Jahr 2008 wurde per Dekret der mongolischen Regierung der Kinderpalast des Dornogovi-Aimag nach ihm benannt.
Sein Sohn Sewdschid Süchbaatar ist ebenfalls Staatspreisträger und Choreograf.
Einzelnachweise
Kategorie:Volkskünstler der Mongolei Kategorie:Geboren 1916 Kategorie:Gestorben 1984 Kategorie:Mongole Kategorie:Mann