Die 28. Feldartillerie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.

Geschichte Die 28. Feldartillerie-Brigade hatte ihren Ursprung in der badischen Artillerie-Brigade, die am 4. September 1819 aufgestellt und im Rahmen der Militärkonvention zwischen dem Königreich Preußen und dem Großherzogtum Baden zum 1. Juli 1871 in Badische Artillerie-Brigade Nr. 14 umbenannt wurde. Zum 18. Juli 1872 wurde sie in 14. Feldartillerie-Brigade umbenannt und dabei das Fußartillerie-Regiment (früher Festungs-Artillerie-Regiment) direkt dem Armee-Korps unterstellt. Dafür wurde das Feldartillerie-Regiment in seinem Bestand erweitert und geteilt. Das eine Regiment erhielt den Zusatz „Divisions-Artillerie“ und das andere „Korps-Artillerie“. Dies verdeutlichte ihre Einsatzbestimmung im Kriegsfall. Mit der Allerhöchsten Kabinetsordre (AKO) vom 7. Mai 1874 wurde die vorläufige Organisation der Feldartillerie von 1872 aufgehoben und die Bezeichnungen „Korps- und Divisionsartillerie“ abgelegt. Eine weitere Reform stand mit der (AKO vom 14. März 1889) an: die Feldartillerie-Inspektionen wurden aufgelöst und die Feldartillerie-Brigaden direkt den Armee-Korps unterstellt. Am 16. Februar 1917 wurde sie zum Artilleriekommandeur 28Landesarchiv Baden-Württemberg, Findbuch 456 F 82 Artillerie-Kommandeur 28 Digitalisat umfunktioniert, dem damit die taktische Führung der gesamten sächsischen Feld- und schweren Artillerie oblag. Sie war Teil der 28. Division, die dem XIV. Armee-Korps in Karlsruhe zugeordnet war.

Gliederung 1871

Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 14 Badisches Festungsartillerie-Abteilung Nr. 14

1872 bis 1874

Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 14 Korps-Artillerie Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 14 Divisions-Artillerie

1874 bis 1890

1. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 14 2. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 30

1891 bis 1899

Wie zuvor, zusätzlich Badisches Train Bataillon Nr. 14

1899 bis 1914

Feldartillerie-Regiment Großherzog (1. Badisches) Nr. 14 3. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 50

Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914

Wie zuvor

Kriegsgliederung am 26. Mai 1918

Artilleriekommandeur Nr. 28: Feldartillerie-Regiment Nr. 14 und Fußartillerie-Bataillon Nr. 55

Deutscher Krieg 1866

Im Krieg Preußens gegen das Kaisertum Österreich traten die badischen Truppen nach einigem Zögern an die Seite Österreichs und mussten gegen Preußen eine bittere Niederlage hinnehmen.

Deutsch-Französischer Krieg 1870/1871

Im Krieg gegen Frankreich bildeten die badischen Truppen eine Felddivision, die mit 13 Bataillonen, 12 Schwadronen und 54 Geschützen fast die gesamte Armee umfasste. General Gustav Friedrich von Beyer führte diesen Verband.

Erster Weltkrieg

Die Brigade kam im Verband der 28. Division ausschließlich an der Westfront zum Einsatz. Zu den Kampfhandlungen, Gefechten und Schlachten siehe Kampfgeschehen der 28. Division.

Brigadekommandeure Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 205f.Artillerie-Brigade (Großherzogtum Baden)Nikolaus Stolze4. September 1819 bis 10. Juli 1824Karl Freiherr von Lassolaye11. Juli 1824 bis 27. Oktober 1845Georg Schubert28. Oktober 1845 bis 12. August 1849Joseph Karl Valentin von Theobald13. August 1849 bis 3. Januar 1850Damian Ludwig4. Januar 1850 bis 19. Mai 1854Philipp von Faber20. Mai 1854 bis 16. Mai 1859Matthias Zeroni17. Mai 1859 bis 3. Februar 1864Karl Graf von Sponeck4. Februar 1864 bis 9. Juli 187114. Feldartillerie-BrigadeKarl Hausmann10. Juli 1871 bis 29. November 1871Rudolf von Helden-Sarnowski30. November 1871 bis 21. September 1877Maximilian von Eynatten22. September 1877 bis 10. Februar 1886Carl von Rheinbaben11. Februar 1886 bis 16. Juni 1889Anton von Froben17. Juni 1889 bis 27. Juli 1892Erwin von Mohl28. Juli 1892 bis 15. Juni 1894Ernst von Reichenau16. Juni 1894 bis 24. März 1899Julius von Beck25. März 1899 bis 30. September 189928. Feldartillerie-BrigadeJulius von Beck1. Oktober 1899 bis 21. April 1902Maximilian von Roehl22. April 1902 bis 23. April 1906Ferdinand Roeder von Diersburg24. April 1906 bis 30. Juni 1907Franz Friedrich von Pfeil und Klein-Ellguth1. Juli 1907 bis 27. April 1912Karl Friedrich Siegfried Fabarius28. April 1912 bis 23. Dezember 1917Karl von Herff24. Dezember 1917 bis Oktober 1918Richard von LaerOktober 1918 bis KriegsendeOtto von Deimling26. Januar 1919 (Demobilisierung)

Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778

Einzelnachweise

28. FeldartillerieBrigade Kategorie:Artillerieverband (Deutsches Kaiserreich)