Die 18. Wahl des deutschen Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung soll am 30. Januar 2027 im Reichstagsgebäude in Berlin stattfinden.Anordnung über Ort und Zeit der 18. Bundesversammlung (). Die zweite fünfjährige Amtszeit des amtierenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier endet am 18. März 2027. Eine unmittelbare Wiederwahl für eine dritte Amtszeit in Folge ist gemäß Artikel 54 Abs. 2 Grundgesetz nicht zulässig, so dass Steinmeier bei dieser Wahl nicht erneut kandidieren kann.

Zusammensetzung der Bundesversammlung Die Bundesversammlung setzt sich nach aus den Mitgliedern des Deutschen Bundestages und einer gleichen Anzahl von Delegierten zusammen, die von den Landesparlamenten nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt werden. Gemäß dem 2023 verabschiedeten Bundestagswahlrecht ist die Zahl der Mitglieder des Deutschen Bundestages auf regulär 630 festgeschrieben. Die Verteilung der 630 von den einzelnen Landesparlamenten zu wählenden Mitglieder hängt von den Bevölkerungszahlen der Länder ab, dabei bleiben Ausländer (§ 2 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes) unberücksichtigt.https://www.gesetze-im-internet.de/bpr_swahlg/__2.html Das Verfahren regelt das Gesetz über die Wahl des Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung.

Die Länderparlamente wählen Delegierte für die Bundesversammlung nicht nur unter ihren Abgeordneten aus, sondern auch Prominente und andere Bürger.

Ausgangslage Der amtierende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kann bei dieser Wahl nicht wiedergewählt werden, da er die in vorgegebene Anzahl von maximal zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten erreicht hat.

Der aussichtsreichste Vorschlag eines Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten wird in der Regel durch die regierungstragenden Bundestagsfraktionen oder gemeinsam von Regierung und (Teilen der) Opposition eingebracht. Gemäß Grundgesetz ist jeder Deutsche wählbar, der das Wahlrecht zum Bundestag besitzt und das vierzigste Lebensjahr vollendet hat.

Kandidaten Gesellschaftliche Debatte im Vorfeld Diskussionen und Spekulationen im Vorfeld der Wahl bezeugen das Bestehen einer gesellschaftlichen Debatte. Die damalige Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), äußerte im März 2024, eine Frau im Amt würde „eine Ermunterung für viele Frauen in Deutschland und darüber hinaus“ darstellen.

Schon vor der letzten Wahl im Jahr 2022 wurde die Tatsache, dass es bis dato noch keine Frau im Amt des Bundespräsidenten gab, breit diskutiert. Der damals für eine zweite Amtszeit kandidierende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erfuhr allerdings über ein breites politisches Spektrum hinweg Unterstützung. Bisher hatten diejenigen Frauen, die für das Amt kandidierten, meist schon aufgrund der jeweils vorherrschenden Mehrheitsverhältnisse keine Aussicht auf Erfolg.

Im August 2025 äußerte Bundeskanzler Friedrich Merz, dass er sich eine Frau als nächste Bundespräsidentin sehr gut vorstellen könne.Merz kann sich sehr gut eine Bundespräsidentin vorstellen. n-tv, August 2025. Im April 2026 sprach sich der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder für die bayerische Landtagspräsidentin und CSU-Politikerin Ilse Aigner als Bundespräsidentin aus.Söder nennt Aigner – und kommt Merz zuvor. FAZ.net, April 2026.

Im April 2026 begann auf der Plattform des Vereins Campact eine Online-Petition zur Unterstützung einer Kandidatur des deutschen Komikers Hape Kerkeling für das Amt des Bundespräsidenten. Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, bezeichnete Kerkeling als „einen gut geeigneten Vorschlag“. Kerkeling schloss eine Kandidatur ausdrücklich nicht aus. Stand 11. August 2026 haben bereits über 142.000 Personen die Online-Petition unterschrieben.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht möchte laut eigenen Angaben die frühere ARD‑Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz als ihre Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten aufstellen.

Siehe auch Liste voraussichtlicher Wahltermine in Deutschland

Einzelnachweise

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