Dies ist eine alphabetische Liste der 82 Siegtechniken (, wörtlich „Entscheidehände“), durch die im japanischen Sumō ein Kampf entschieden wird. Ursprünglich gab es nur 70 Kimarite, durch eine Erweiterung der Regeln durch den japanischen Sumōverband kamen im Jahr 2001 zwölf neue hinzu, wodurch sich teilweise die Namen der Techniken änderten.
Name Japanische Schreibweise Einordnung Beschreibung Abisetaoshi Kihon (Grundtechnik) Aus einem Griff heraus wirft der Angreifer sein Gewicht auf den Gegner und zwingt ihn dadurch rücklings auf den Boden. Die Technik ist dem Yoritaoshi sehr ähnlich, nur dass hier der Gegner im Ring zu Boden geht, während beim Abisetaoshi der Gegner aus dem Ring geschleudert wird. Amiuchi Hineri (Drehung) Beim so genannten „Fischerwurf“ packt der Angreifer seinen Gegner am Arm und wirft ihn mit einer Drehbewegung hinter sich. Ashitori Kakete (Beintechnik) Beim „Beinheber“ wird der Gegner durch Packen und Anheben eines seiner Beine zu Fall gebracht. Chongake Kakete „Fersenhaken“ – der Angreifer zieht ein Bein seines Gegners mit einem Innenhaken zu sich und greift dabei den Arm der gleichen Körperseite. Gasshōhineri Hineri Der Angreifer verschränkt die Hände hinter dem Rücken des Gegners und bringt ihn durch eine Drehung zu Fall. Bis 2001 hieß diese Technik informell auch Tokkurinage. Harimanage Hineri Der Angreifer greift über die Schulter des Gegners an dessen Mawashi und zieht ihn daran an sich vorbei, während er sich in ihn hinein dreht. Hatakikomi Tokushu (Spezialtechnik) Eine sehr häufige Technik, die oft beim Tachi-ai (Eröffnungsangriff) gebraucht wird. Wenn der Gegner beim Heranlaufen eine zu geduckte Körperhaltung einnimmt, tritt der Angreifer einfach zur Seite und schlägt ihn mit beiden Händen nach unten, um ihm das Gleichgewicht zu rauben. Hikiotoshi Tokushu Ebenso häufig ist diese Technik, bei der der Angreifer den Gegner auf den Boden bringt, indem er ihn an Arm, Schulter oder Mawashi packt und sich dabei rückwärts von ihm entfernt, wodurch der Gegner vornüber fällt. Hikkake Tokushu Der Angreifer packt den heranstürmenden Gegner am Arm und lässt ihn geschickt an sich vorbei aus dem Ring laufen. Ipponzeoi Nage (Wurftechnik) Bei diesem einarmigen Schulterwurf packt der Angreifer einen Arm des Gegners, dreht sich in ihn hinein und schleudert ihn über seine Schulter oder Hüfte. Izori Sorite (Falltechnik) Der Angreifer taucht unter dem attackierenden Gegner hindurch, greift ihn hinter die Knie oder am Gürtel und hebt ihn rückwärts über sich. Kainahineri Hineri Der Angreifer blockiert mit beiden Armen einen Arm des Gegners, dreht sich in ihn hinein und zwingt ihn mit einer Drehung auf den Boden. Kakenage Nage Für diesen inneren Beinhaken verhakt der Angreifer ein Bein in das seines Gegners und dreht sich von ihm weg. Durch das folgende Anheben des festgehaltenen Beins verliert der Gegner das Gleichgewicht. Kakezori Sorite Der Angreifer platziert seinen Kopf unter einem Arm des Gegners, wobei er an der anderen Seite dessen Mawashi greift. Während er nun den Gegner mit seinem Kopf zurückschiebt, versucht er ihn mit einem Ausfallschritt oder einem Beinhaken zu Fall zu bringen. Katasukashi Hineri Der Angreifer packt den Gegner mit beiden Armen um die Schulter und zieht seinen Oberkörper mit sich, wodurch der Gegner nach vorn auf den Boden gezwungen wird. Kawazugake Kakete Aus dem Griff des Gegners heraus bringt der Angreifer einen inneren Beinhaken an, mit dem er das näher stehende Bein des Gegners nach vorn bringt und dessen Oberkörper somit nach hinten. Eine Technik, bei der beide Kämpfer zu Boden gehen. Kekaeshi Kakete Beim kleinen inneren Fußfeger tritt der Angreifer ein auf der entgegengesetzten Seite stehendes Bein des Gegners weg. Dabei kommt oft ein Schlag auf den Rücken zum Einsatz, der das angegriffene Gleichgewicht des Gegners vollends zerstören soll. Ketaguri Kakete Eine Kontertechnik beim Tachi-ai, bei der der Angreifer zu Seite springt und dem anstürmenden Gegner das Führungsbein von innen wegtritt, während er ihn mit einem Schlag oder Zug am Arm zu Fall bringt. Kimedashi Tokushu Der Angreifer blockiert die ausgestreckten Arme des Gegners, indem er sie mit seinen eigenen Armen umklammert. Um einen stabileren Griff zu bekommen, erfasst er sein Handgelenk, dann schiebt und drückt er aufwärts, in Richtung des Gegners. Durch die entstehende Hebelwirkung kann dieser aufgerichtet und aus dem Ring gedrängt werden. Ausgangspunkt für diese Technik ist in der Regel ein doppelter Innengriff am Mawashi durch den Gegner. Kimetaoshi Tokushu Wie beim Kimedashi umklammert der Angreifer die Arme des Gegners. Er wirft sich hier jedoch schließlich mit seinem gesamten Gewicht auf den Gegner, so dass dieser rücklings zu Boden gerissen wird. Kirikaeshi Kakete Der Angreifer platziert mit einem Ausfallschritt sein Standbein hinter das seines Gegners und wirft ihn danach rückwärts über sein Knie. Komatasukui Kakete Umwerfen des Gegners durch Packen und Anheben des Oberschenkels von außen. Wird gern als Folgetechnik nach einem Armwurf-Versuch eingesetzt, gegen den sich der Gegner durch einen Schritt nach vorn verteidigt hat und dabei für diese Technik verwundbar wurde. Koshinage Nage Beim Hüftwurf dreht sich der Angreifer in seinen Gegner hinein, zieht ihn auf seine Hüfte und wirft ihn durch Strecken der Knie. Kotehineri Hineri Eine der 2001 neu aufgenommenen Techniken: In Verteidigung gegen einen einseitigen Innengriff blockiert der Angreifer den Griffarm seines Gegners und zieht ihn in Richtung des eingeklemmten Arms durch eine Drehung zu Boden. Kotenage Nage Auch hier ist ein gelungener Innengriff des Gegners am Mawashi Ausgangsposition, doch versucht der Angreifer diesmal, nach dem Blockieren des Arms den Gegner zu werfen. Kozumatori Kakete Eine der 2001 neu aufgenommenen Techniken: Der Angreifer packt ein Bein des Gegners knapp oberhalb des Fußes und wirft sich mit seinem Gewicht auf ihn, wodurch dieser stürzt. Kann auch von hinten angewendet werden. Kubihineri Hineri Der Angreifer legt einen Arm um den Nacken des Gegners und greift mit dem anderen seinen Griffarm. Durch eine Drehung bringt er ihn zu Fall. Kubinage Nage Der Angreifer umschlingt den Nacken seines Gegners mit einem Arm und wirft ihn. Meist packt er dabei noch den weiter entfernten Arm des Gegners zur Unterstützung. Makiotoshi Hineri Der Angreifer wirft seinen Gegner durch Drehung in Richtung seiner Innenhand, ohne einen Griff an dessen Mawashi zu haben. Mitokorozeme Kakete Dreifacher Angriff: Der Angreifer versucht, seinem Gegner ein Bein durch Griff an den Oberschenkel wegzureißen. Gleichzeitig zieht er das andere Bein des Gegners mit einem Innenhaken hinter sich und drückt den Oberkörper des Gegners mit seinem Kopf nach hinten. Nichonage Nage Der Angreifer, der einen Griff am Mawashi des Gegners hat, führt eines seiner Beine über ein Bein des Gegners, dreht sich in ihn hinein und wirft ihn über das Bein. Nimaigeri Kakete Bei dieser Technik hebt der Angreifer mit Griff am Mawashi den Gegner an und versucht ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen, dabei benutzt er Fußfeger von außen. Okuridashi Tokushu Der Angreifer gewinnt, indem er den Gegner von hinten aus dem Ring stößt. Okurigake Tokushu Eine der 2001 neu aufgenommenen Techniken: Durch einen Innen- oder Außenhaken von hinten bringt der Angreifer seinen Gegner zu Fall. Okurihikiotoshi Tokushu Eine der 2001 neu aufgenommenen Techniken: Der Angreifer greift den Gegner von hinten und zerrt ihn rückwärts, so dass dieser rücklings stürzt. Okurinage Tokushu Eine der 2001 neu aufgenommenen Techniken: Mit einem Griff am Gegner wirft der hinter ihm stehende Angreifer diesen nach vorn oder zur Seite. Okuritaoshi Tokushu Der Angreifer stößt seinen Gegner von hinten vorwärts, dieser geht allerdings zu Boden, bevor er den Ring verlässt. Okuritsuridashi Tokushu Eine der 2001 neu aufgenommenen Techniken: Der Angreifer packt den Gegner von hinten am Mawashi, hebt ihn vollständig in die Luft und stellt ihn aus dem Ring. Okuritsuriotoshi Tokushu Eine der 2001 neu aufgenommenen Techniken: Wie bei der vorhergehenden Technik packt der Angreifer seinen Gegner, wirft ihn dann aber zu Boden. Ōmata Kakete Entspricht weitgehend dem Komotasukui, nur dass sich der Körper des Angreifers auf der Innenseite der Beine des Gegners befindet. Ōsakate Hineri Eine der 2001 neu aufgenommenen Techniken: Am Ringrand schwingt der Angreifer seinen Gegner mit Hilfe eines Außengriffs an dessen Mawashi ins Aus. Oshidashi Kihon Der Angreifer schiebt seinen Gegner aus dem Ring, ohne einen Griff an dessen Mawashi zu haben. Mindestens eine Hand befindet sich dabei ständig am Gegner. Diese Technik gehört zu den bei weitem häufigsten, etwa 1/6 aller Kämpfe werden mit ihr entschieden. Oshitaoshi Kihon Bei dieser Technik stößt der Angreifer seinen Gegner zurück, so dass dieser stürzt. Sabaori Hineri Mit beidhändigem Griff am Gürtel des Gegners zieht der Angreifer diesen zu sich und drückt diesen mit seinem Gewicht nach unten, so dass dessen Knie unter ihm nachgeben. Sakatottari Hineri Saka zeigt an, dass es sich um eine Konterattacke zum Tottari handelt. Der Angreifer befreit seinen Arm und greift stattdessen den seines Gegners, dreht seine Hüfte in ihn hinein und lässt ihn nach vorn stürzen. Shitatedashinage Nage Eine Technik, bei der der Angreifer sich vom Gegner wegdreht und einen Innengriff am gegnerischen Mawashi dazu ausnutzt, diesen mit sich zu reißen und nach vorn umzustürzen. Shitatehineri Hineri Bei dieser Technik dient ein Innengriff am Mawashi dazu, den Gegner durch Drehung zu destabilisieren und schließlich zu Boden zu zwingen. Shitatenage Nage Der Unterarmwurf ist eine der am häufigsten anzutreffenden Wurftechniken (Nage) im Sumō. Der Angreifer wirft in diesem Falle den Gegner unter Zuhilfenahme eines Innengriffs am Gürtel. Shumokozori Sorite Beim spektakulären Glockenschlägel, einer Abwandlung des Tasukizori, duckt sich der Angreifer unter der Führungshand des Gegners hindurch, hebt diesen an und wirft ihn rückwärts über sich. Bei dieser Technik gehen beide Kämpfer zu Boden. Sokubiotoshi Tokushu Eine der 2001 neu aufgenommenen Techniken: Der Angreifer übt mit beiden Unterarmen oder Handgelenken Druck auf den Nacken oder Hinterkopf des Gegners aus, dass diese zu Boden gedrückt wird. Allerdings ist die Anwendung dieser Technik nur möglich, wenn der Gegner seinen Oberkörper extrem tief hält. Sotogake Kakete Der Angreifer zieht seinen Gegner zu sich heran und bringt ihn durch einen Außenhaken rücklings zu Fall. Sotokomata Kakete Der Angreifer ergreift den Oberschenkel des Führungsbeins des vortretenden Gegners von außen und hebt diesen an, so dass der Gegner rückwärts fällt. Sotomuso Hineri Der Angreifer wechselt aus einem Innengriff am Mawashi des Gegners zu einem Griff um das entfernter stehende Bein des Gegners. Gleichzeitig blockt er den Arm des Gegners, der einen Innengriff an seinem Gürtel hat. Eine Drehung zwingt ihn schließlich zu Boden, da er mit dem gehaltenen Bein keinen ausgleichenden Schritt nach vorn gehen kann. Sototasukizori Sorite Wenn der Gegner einen Innengriff am Mawashi hat, gewinnt der Angreifer durch das Kontrollieren und Strecken dieses Arms am eigenen Körper, während er mit der anderen Hand das näher stehende Bein seines Gegners von innen am Oberschenkel anhebt. Sukuinage Nage Hier streckt der Angreifer zum Werfen seines Gegners den innen greifenden Arm hinter dem Rücken des Gegners aus und benutzt ihn in einer Drehung als Hebel. Susoharai Kakete Steht der Gegner in der richtigen Position und mit einem Bein vor dem Angreifer, kann dieser ihn zu Fall bringen, indem er den Fuß mit einem Feger weiter nach vorn schiebt, während er den Körper seines Gegners nach hinten zieht. Susotori Kakete