mini|Hohenofener Dorfkirche (2021) Die denkmalgeschützte Dorfkirche in Hohenofen, einem Gemeindeteil von Sieversdorf-Hohenofen, ist eine profanierte verputzte Saalkirche mit verbrettertem Dachturm. Sie steht im Brandenburger Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Seit 2005 wird sie nicht mehr für Gottesdienste genutzt, dient aber gelegentlich noch als Veranstaltungsgebäude. Dennoch gehört sie zur Gesamtkirchengemeinde Neustadt (Dosse) im Kirchenkreis Prignitz, Sprengel Potsdam der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
Lage Die Kirche steht in der Neustädter Straße des Dorfes Hohenofen im nordwestlichen Landkreis Brandenburgs Ostprignitz-Ruppin.
Geschichte Der Vorgängerbau wurde durch einen Brand im Jahr 1800 vollständig zerstört. Anschließend wurde der heutige Bau 1802 errichtet. Die Kirche besaß zu keinem Zeitpunkt einen eigenen Pfarrer und wurde deshalb von Sieversdorf aus betreut. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude unterteilt und seine östliche Hälfte in der Folge als Schule genutzt.Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg. Bearbeitet von Gerhard Vinken und Barbara Rimpel. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag 2012, ISBN 978-3-422-03123-4, S. 468.
Heute wird die Kirche nicht mehr für Gottesdienste verwendet. Es finden jedoch noch zuzeiten Kulturveranstaltungen statt.
Beschreibung Es handelt sich um eine massive, verputzte Backsteinsaalkirche mit neun Achsen, welche durch ein Walmdach bedeckt wird. Zentral darüber erhebt sich ein quadratischer zweigeschossiger Dachturm. Dieser wurde aus verbrettertem Fachwerk konstruiert und schließt mit einer Schweifhaube ab. Das Innere ist einfach und weitgehend im Zustand des 19. Jahrhunderts erhalten geblieben.
Das Gebäude zeigt eine Nord-Süd-Ausrichtung mit der Kanzel im nördlichen und der Orgel im südlichen Teil.
Ausstattung Zum Inventar gehört eine Orgel von Albert Hollenbach aus dem Jahr 1895 oder 1896 sowie eine Glocke aus Eisen von 1816. Letztere darf jedoch aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht mehr geläutet werden.
Die erste (1817) Orgel der Kirche war eine Zinkpfeifenorgel in einem gusseisernen Gehäuse von Friedrich Marx. Nach mehreren Instandsetzungen wurde sie schließlich 1890 verkauft. Das heutige Instrument hat ein Manual, fünf Register sowie eine mechanische Schleiflade, ist seit 1986 aber nicht mehr in Betrieb.
Daneben besitzt die Kirche einen Kanzelaltar und eine 1832 gestiftete oktogonale Taufe aus Sandstein mit einem gusseisernen Taufbecken.
Literatur Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg. Bearbeitet von Gerhard Vinken und Barbara Rimpel. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag 2012, ISBN 978-3-422-03123-4, S. 468.
Weblinks
Dorfkirche Hohenofen auf der Website des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. Kirche Hohenofen auf der Website des Amts Neustadt (Dosse); wortgleich auf der Website der Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen Die Kirche in Hohenofen auf der Website des Kirchenkreises Prignitz
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Ostprignitz-Ruppin Kategorie:Baudenkmal in Sieversdorf-Hohenofen Hohenofen Kategorie:Saalkirche in Brandenburg Kategorie:Klassizistische Kirche Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Brandenburg Kategorie:Erbaut in den 1800er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa