Edi Hubschmid (* 1947 in Zürich) ist ein schweizerischer Filmproduzent und Drehbuchautor.

Leben Edi Hubschmid ist das zweite von zwei Kindern. Sein Vater Edwin Hubschmid (1907–1993), Schweizer und Beamter bei der Fremdenpolizei, heiratete 1943 die Italienerin Flora Mascadri (1917–2010). Sein Bruder Bruno Hubschmid (1945–2013) war Fotograf.

Nach diversen Tätigkeiten (Versicherungs- und Hotelbranche) und je einem einjährigen Aufenthalt in Frankreich und den USA kam er über seinen Bruder Bruno 1973 in die Filmbranche. Er begann als Regieassistent, Aufnahme- und Produktionsleiter in verschiedenen nationalen und internationalen Filmen zu arbeiten, bis er als Mitbegründer der Cactus Films AG 1979 als Produzent tätig wurde. 1982 gewann er als Produzent des türkischen Filmdramas Yol von Yılmaz Güney in Cannes die Goldene Palme.

1999 gründete er zusammen mit PC Fueter und Peter Reichenbach die C-Films AG. 2005 verkaufte er seine Aktienanteile und ging aus gesundheitlichen Gründen in Frühpension. 2020 gründete er die Umut Editions GmbH und 2024 mit Cihan Inan die Umut Pictures GmbH.

Hubschmid war Vorstandsmitglied der Suissimage, von Zürich für den Film und des Produzentenverbandes. Er war Jurymitglied des Zürcher Filmpreises und des Kulturfonds der Suissimage.

Edi Hubschmid lebt in Zürich.

Film

Als freischaffender Aufnahme-, Produktionsleiter und Regie-Assistent arbeitete er auf folgenden Filmen.

Aufnahmeleitung 1974: Mulungu von Beat Kuert 1974: Konfrontation von Rolf Lyssy 1976: Riedland von Wilfried Bolliger 1977: San Gottardo von Villi Hermann 1977: Tauwetter von Markus Imhoof 1978: Alzire oder der neue Kontinent von Thomas Koerfer 1978: Ursula von Egon Günther 1979: Kneuss von Gaudenz Meili 1979: Kleine Fluchten von Yves Yersin 1979: Messidor von Alain Tanner 1980: Der Handkuss von Alexander J. Seiler 1993: Der grüne Heinrich von Thomas Koerfer

Produktionsleitung 1979: Der erste Schnee von Walter Weber 1980: Le chemin perdu von Patricia Moraz 1981: Seuls von Francis Reusser 1988: Liebeserklärung von Georg Janett, Ursula Bischof, Edi Hubschmid 1989: Leo Sonnyboy von Rolf Lyssy 1992: Indochine von Régis Wargnier

Mitbegründer der Cactus-Film AG 1979–1984, Produzent 1980: Le chemin perdu von Patricia Moraz 1980: Soweit das Auge reicht von Erwin Keusch 1981: Zärtlichkeit und Zorn von Johannes Flütsch 1981: Seuls von Francis Reusser 1981: Der Hunger, der Koch und das Paradies von Erwin Keusch 1982: Yol – Der Weg von Yılmaz Güney, Goldene Palme am Cannes Festival 1983: Glut von Thomas Koerfer 1984: Der Gemeindepräsident von Bernhard Giger 1984: Chapitteau von Johannes Flütsch

Für Condor Films 1985: Konzert für Alice von Thomas Koerfer 1996: Ein schlechter Trip von Michael Steiner 1997: The lost Daughter von Roger Cardinal 1997: The Dybbuk of the holy Field von Yossi Somer

Initiant und Mitbegründer der C-Films AG 1999–2005 2000: Spuren im Eis von Walter Weber 2000: Azzurro von Denis Rabaglia, Schweizer Filmpreis 2000: Das Mädchen aus der Fremde von Peter Reichenbach

Dokumentarfilme, Videos 2002: A Place of Refugee for Children in London, Dokumentarfilm 2003: Radio Programs for Children’s Education in Peru, Video, 7 Minuten 2003: Searching for a vaccine: Malaria Research in Tanzania, Video, 7 Minuten

Publikationen YOL – Der Weg ins Exil. Das Buch. Umut Editions, ISBN 978-3-907317-00-6

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1947 Kategorie:Mann