mini|Ahmed Ouyahia (2011)

Ahmed Ouyahia (kabylisch: , ; * 2. Juli 1952 in Iboudraren bei Beni Yenni) ist ein algerischer Politiker. Er war insgesamt viermal Premierminister.

Politische Laufbahn Nachdem Ouyahia in Algier Politikwissenschaften studiert und seinen Wehrdienst abgeleistet hatte, trat er zunächst in den diplomatischen Dienst ein. Von 1992 bis 1993 war er algerischer Botschafter in Mali. Anschließend diente er zunächst als Staatssekretär in der Regierung von Premierminister Redha Malek und anschließend im Kabinett von Staatspräsident Liamine Zéroual.

Am 31. Dezember 1995 wurde er zum Premierminister ernannt. Nach rund drei Jahren Amtszeit trat er am 15. Dezember 1998 zurück. Von 1999 bis 2002 war er Justizminister unter Präsident Abd al-Aziz Bouteflika. Vom 5. Mai 2003 bis 25. Mai 2006 und vom 23. Juni 2008 bis zum 3. September 2012 bekleidete er das Amt des Premierministers ein zweites beziehungsweise drittes Mal. Am 16. August 2017 wurde er von Präsident Bouteflika erneut zum Ministerpräsidenten ernannt, als Nachfolger von Abdelmadjid Tebboune. Am 11. März 2019 trat er zurück, das Amt übernahm der bisherige Innenminister Noureddine Bedoui.Hans-Christian Rößler: Präsident Bouteflika gibt dem Druck der Straße nach. FAZ.net, 11. März 2019, abgerufen am selben Tage.

Während seiner ersten Amtszeit als Premierminister gehörte Ouyahia zu den Gründungsmitgliedern der Partei Rassemblement national démocratique. Von 2000 bis 2013 war er deren Generalsekretär.

Korruptionsprozesse Im Zuge einer Anti-Korruptionskampagne wurde Ouyahia Mitte April 2019 vor Gericht geladen.Algeriens Ex-Regierungschef vor Gericht geladen. zeit.de, 20. April 2019, abgerufen am 22. April 2019. Im Juni wurde er zusammen mit seinem ehemaligen Amtskollegen Abdelmalek Sellal unter dem Vorwurf der Korruption verhaftet. Anfang Dezember wegen Machtmissbrauchs und der Verschwendung öffentlicher Gelder angeklagt,Prozess gegen Ex-Premiers sueddeutsche.de, 4. Dezember 2019, abgerufen am 12. Juli 2020. wurde er am 10. Dezember 2019 zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.Algerien – Gericht verurteilt ehemalige Regierungschefs zu Haftstrafen Maghreb-Post, 10. Dezember 2019, abgerufen am 12. Juli 2020. Ein Berufungsgericht bestätigte die Verurteilung im März 2020. Im Juni 2020 wurde er wegen eines weiteren Korruptionsfalls zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Die Strafe wurde von einem Berufungsgericht auf acht Jahre reduziert. Wegen Korruption wurde er in weiteren Prozessen zu Haftstrafen von jeweils mehreren Jahren verurteilt, zuletzt im Dezember 2022 zu zwölf Jahren Gefängnis. Insgesamt wurde er zu 23 Jahren Haft verurteilt und befindet sich seit 2020 im Gefängnis.

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Einzelnachweise

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