mini|Karl Imhof in seinem Münchner Atelier, 2024 Karl Imhof (* 15. Mai 1940 in München) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Schriftsteller.
Leben und Wirken Von 1959 bis 1965 studierte Karl Imhof Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München bei Franz Nagel und Kurt P. Lohwasser. In den Jahren 1965 und 1966 war er in Paris, wo er im Atelier für Radierung von Johnny Friedlaender arbeitete. 1978 gründete er zusammen mit Ingrid Imhof in München die D.P. Druck und Publikations GmbH, ein Atelier für Druckgrafik mit Verlag für Künstlereditionen. Seit 1989 verfasst er Sprechstücke, die er in szenischen Lesungen vorträgt. Von 1990 bis 2005 hatte er eine Professur für Lithografie an der Akademie der Bildenden Künste München inne.
Karl Imhofs künstlerisches Werk ist gekennzeichnet durch die Überlagerung verschiedener Farbauszüge in vielfältigen Variationen. Es wird der konkreten und informellen Kunst zugeordnet. „In meinem bildnerischen Werk sowie in den Sprechstücken sind meine Intuitionen in Form und Farbe und den Möglichkeiten der Sprache realisiert.“
Imhofs D.P. Druck und Publikations GmbH druckte u. a. für und mit Eduardo Arroyo, Gerd Dengler, Anke Doberauer, Günther Förg, Franz Hitzler, Manfred Hollmann, Jörg Immendorff, Olav Christopher Jenssen, Axel Kasseböhmer, Barry Le Va, Markus Lüpertz, Hermann NitschKarl Imhof druckte für Hermann Nitsch (und den Münchner Galeristen Fred Jahn) u. a. das dreiteiligen Mappenwerk „Die Architektur des Orgien Mysterien Theaters 1984-1992 II“., A. R. Penck, James Reineking, Fred Sandback, Rudi Tröger, Arnulf Rainer, Jerry Zeniuk und Bernd Zimmer. 2024 schenkte Karl Imhof dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München neben Exemplaren seiner eigenen Künstlerbücher auch bei der D.P. Druck und Publikations GmbH verlegte Publikationen anderer KünstlerInformation über ein Gespräch Karl Imhofs mit dem Galeristen Fred Jahn im Zentralinstitut für Kunstgeschichte München am 20. November 2024.
Werk Werke (Auswahl) KG o. T. 52/2000, Pochoir, 100 × 70 cm, 2000, Bayerische Staatsgemäldesammlungen –Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne München, Inv. nr. KM 1783 KG-RW (2-teilig), Linolschnitt, 100 × 75 cm, 2006, Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne München, Inv. nr. KM 2103 KG 77, Lithographie (6/30), 61 × 80,4 cm, 2017, Domschatz- und Diözesanmuseum (Passau) O. T., Lithographie (2/4), 39,6 × 35 cm, 2000, Domschatz- und Diözesanmuseum Passau
Veröffentlichungen Texte und Sprechstücke mit Fotos und Offsetlithographien. Verlag Kunst & Alltag, München 1990. Vorzugsexemplar mit vom Künstler signierter und datierter Originallithographie, Auflage: 20.Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte München besitzt die Nr. 7 von 20; Sprechstück: „Rezepturreparatur in drei Phasen.“ 2017.Artikel in der Süddeutschen Zeitung, 18. Januar 2017: „Galerie 13. Wegweisenedes Werk. Ausstellung mit Lithografien von Karl Imhof“ Sprechstück: „Tellergroße ambivalente Großglaskorrektur.“Anlässlich der Veranstaltung „Open Westend 2023“ brachte Karl Imhof mit seinem Sprechstückteam sein neuestes Werk „Tellergroße ambivalente Großglaskorrektur“ zur Uraufführung.
Ausstellungen (Auswahl) 2025 Passau: „Suppe in den Ozean – Karl Imhof“, Kunstverein Passau, Sankt Anna-Kapelle
Literatur Martin van Bracht: Suppe in den Ozean – Der Künstler Karl Imhof. In: Passauer Kunst Blätter, Nr. 75, 1/2025 (Online).
Auszeichnungen Kunstpreis der Landeshauptstadt München 1986 Seerosenpreis der Landeshauptstadt München 2012
Weblinks Information von „Der Seerosenkreis–Bildende Kunst“ zu Karl Imhof mit Liste der Galerien, die Werke von Karl Imhof ausstellen
Einzelnachweise
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