mini|Tor zur Residenz des Distriktsadministrators in Vila Armindo Monteiro (1945)

Fronteira () war eine Verwaltungseinheit in der Kolonie Portugiesisch-Timor. Hauptstadt war der nach dem portugiesischen Politiker Armindo Monteiro umbenannte Ort Vila Armindo Monteiro, der nach dem Zweiten Weltkrieg den Namen Aubá trug. Heute heißt der Ort wieder Bobonaro.Álbum Fontoura

Geschichte Im Januar 1934Francisco da Costa Guterres: Elites and Prospects of Democracy in East Timor, Griffith University 2006. wurde mit den Verwaltungsbezirken () ein ziviles Verwaltungssystem für die Kolonie eingeführt.Monika Schlicher: Portugal in Osttimor. Eine kritische Untersuchung zur portugiesischen Kolonialgeschichte in Osttimor 1850 bis 1912. S. 134–136, Abera, Hamburg 1996, ISBN 3-931567-08-7, (Abera Network Asia-Pacific 4), (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss., 1994). Das Gebiet der heutigen Gemeinden von Bobonaro und Cova Lima wurden zum Verwaltungsbezirk Fronteira zusammengefasst.João Soares: Novo Atlas Escolar Português, 5. aktualisierte Auflage, Lisboa 1954. Bis 1937 war Manuel de Jesus Pires Administrator von Fronteira.São José Almeida in Publico: Tenente Pires, 10. Februar 2008, abgerufen am 16. September 2024.

Im Zweiten Weltkrieg besetzten die Japaner 1942 in der Schlacht um Timor die portugiesische Kolonie. Nach der Rückkehr der portugiesischen Kolonialverwaltung wurden zunächst alle Verwaltungseinheiten wieder zentral regiert.Diario da República: Decreto n.º 35048, de 22 de outubro, 22. Oktober 1945, abgerufen am 16. September 2024. Am 18. Juli 1946 wurden die Verwaltungsstrukturen wieder in Kraft gesetzt. Fronteira wurde zunächst in die zwei eigenständige Verwaltungsbezirke Bobonaro und Cova Lima geteilt,Diário do Governo, I(159). Quinta-feira, 18 de julho de 1946 In: Lúcio Sousa: A etnografia em concurso administrativo : a “monografia etnográfica” em Timor Português em 1948, abgerufen am 16. September 2024. doch bereits 1955 wurden aus wirtschaftlichen Gründen alle Gebiete an der Grenze zu Westtimor wieder zum Verwaltungsbezirk Fronteira vereinigt.Timor-Leste Portal Municipal: , abgerufen am 6. September 2020.Peter Stilwell: UM PLANO DE FOMENTO AGRÁRIO PARA TIMOR (1958). Der Text nennt die Verwaltungsbezirke Ermera, Manatuto, Suro, Fronteira und Viqueque.Boletim Oficial de Timor 1959, m0383 ff., abgerufen am 17. September 2024. Im Mai 1960 wurde Fronteira zum Kreis () erhoben.Valentim Ximenes: REFORMA POLÍTICO-ADMINISTRATIVA EM TIMOR-LESTE ENQUANTO PROCESSO DE RETERRITORIALIZAÇÃO, S. 42, Doktorarbeit März 2016, Universität Coimbra.

Am 1. September 1961 wurde mit dem Dekret n.º 43889 Fronteira endgültig in die Kreise Bobonaro und Cova Lima aufgeteilt.Diario da República: Decreto n.º 43889, de 1 de setembro: Altera a divisão administrativa da província ultramarina de Timor, estabelecida pelo artigo 43.º do estatuto aprovado pelo Decreto n.º 40228, 1. September 1961, abgerufen am 16. September 2024. (englisch; PDF-Datei; 2,24 MB).

Geographie und Gliederung mini|Historische Karte von Fronteira mit seinen Postos, deren Einwohnerzahlen und den dort gesprochenen Sprachen (Álbum Fontoura)

Im Nordwesten von Fronteira lag die Sawusee, im Süden die Timorsee. Im Norden grenzte es an den Verwaltungsbezirk (später Kreis) Dili und im Osten an den Verwaltungsbezirk Suro (Soro), dessen nordwestlicher Teil zusammen mit dem Westen Dilis 1946 zum Verwaltungsbezirk Ermera wurde. Im Südwesten blieb Suro der Nachbarsbezirk. Im Westen lag die namensgebende Grenze zum niederländischen Teil Westtimors, der seit dem Zweiten Weltkrieg zu Indonesien gehört.

Fronteira war ursprünglich in elf Postos aufgeteilt:

Vila Armindo Monteiro (20.754 Einwohner) Atsabe (14.199) Balibó (11.636) Cailaco (6.895) Fato-Lúlic (1.805) Fato-Méan (1.897) Fohorém (auch Cova Lima genannt, 3.474) Lebos (9.921) Memo (3.640) Mape (12.156) Tilomar (11.576)

Der Posto Atsabe kam zwischen Ende des Zweiten Weltkriegs und 1955 zu Ermera.

Einzelnachweise

Kategorie:Geschichte Portugiesisch-Timors Kategorie:Historisches Territorium (Osttimor)