Das Amtsgericht Peiskretscham war ein preußisches Amtsgericht mit Sitz in Peiskretscham.
Geschichte In Peiskretscham bestand von 1849 bis 1879 die Gerichtskommission Peiskretscham des Kreisgerichts Gleiwitz. Das königlich preußische Amtsgericht Peiskretscham wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 1879 als eines von sechs Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichtes Gleiwitz im Bezirk des Oberlandesgerichtes Breslau gebildet. Der Sitz des Gerichtes war Peiskretscham. Sein Gerichtsbezirk umfasste aus dem Kreis Tost-Gleiwitz den Stadtbezirk Peiskretscham und der Amtsbezirk Lubie und Teile der Amtsbezirke Bynnek, Kamienietz, Schieroth und Sersno.Verordnung, betreffend die Bildung der Amtsgerichtsbezirke vom 5. Juli 1879, GS Nr. 30, S. 456 f., Digitalisat Am Gericht bestand 1880 eine Richterstelle. Das Amtsgericht war damit ein kleines Amtsgericht im Landgerichtsbezirk.Carl Pfafferoth: Jahrbuch der deutschen Gerichtsverfassung. 1888, S. 401 online Zum 1. April 1941 wurde der Landgerichtsbezirk Neisse mit seinen Amtsgerichten dem neugeschaffenen Oberlandesgericht Kattowitz zugeschlagen.Erlaß über die Errichtung eines Oberlandesgerichtes in Kattowitz vom 20. März 1941 (RGBl. I S. 156)
Im Jahre 1945 wurde der Amtsgerichtsbezirk unter polnische Verwaltung gestellt, und die deutschen Einwohner wurden vertrieben. Damit endete auch die Geschichte des Amtsgerichtes Peiskretscham.
Richter Karl Hoffmann
Einzelnachweise
Peiskretscham Kategorie:Pyskowice Kategorie:Gerichtsgründung 1879 Kategorie:Aufgelöst 1945