Die 8. Kavallerie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.

Geschichte Die 8. Kavallerie-Brigade wurde am 5. November 1816 als Kavallerie-Brigade der Truppen-Brigade in Erfurt aufgestellt und am 22. Dezember 1819 in 8. Kavallerie-Brigade umbenannt. Von 1901 an hatte sie ihren Standort in Halle an der Saale und war bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Teil der 8. Division (Standort Erfurt), die dem IV. Armee-Korps in Magdeburg (ab 1848) zugeordnet war. Mit Kriegsbeginn gehörte der Verband bis zum 25. Juli 1916 zur 2. Kavallerie-Division. Anschließend wechselte sie zur 1. Kavallerie-Division, wo sie bis zu ihrem Wechsel zur 6. Kavallerie-Division am 18. Oktober 1816 verblieb. Vom 6. Oktober 1917 an operierte sie eigenständig.

Gliederung 1820 bis 1849 8. Kürassier-Regiment (2.Magdeburgisches) und 12. Husaren-Regiment (2. Magdeburgisches) 1850 9. Husaren-Regiment und 6. Ulanen-Regiment 1851 12. Husaren-Regiment und 6. Ulanen-Regimen 1852 bis 1859 Wie vor, zusätzlich 12. Landwehr-Husaren-Regiment und 6. Landwehr-Ulanen-Regiment 1860 bis 1866 Magdeburgisches Dragoner-Regiment Nr.6, Thüringisches Husaren-Regiment Nr.12, Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6, 6. Landwehr-Ulanen-Regiment, 12. Landwehr-Husaren-Regiment 1867 Schleswig-Holsteinisches Dragoner-Regiment Nr.13, Thüringisches Husaren-Regiment Nr.12, 12. Landwehr-Husaren-Regiment, 6. Landwehr-Ulanen-Regiment 1868 bis 1869 Wie vor, ohne Landwehr-Regimenter 1871 bis 1882 Thüringisches Husaren-Regiment Nr.12 und Magdeburgisches Dragoner-Regiment Nr.6 1882 bis 1884 Magdeburgisches Husaren-Regiment Nr.10 und Thüringisches Husaren-Regiment Nr.12 1884 bis 1914 Kürassier-Regiment „von Seydlitz“ (Magdeburgisches) Nr. 7 und Thüringisches Husaren-Regiment Nr. 12 Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914 Wie vor

Deutscher Krieg 1866

Im Krieg Preußens gegen das Kaisertum Österreich nahm die Brigade unter Führung des Generalmajors Georg von der Groeben im Juli 1866 an der entscheidenden Schlacht bei Königgrätz teil.

Deutsch-Französischer Krieg 1870/1871

Mit Beginn des Krieges gegen Frankreich übernahm General Hiob von Hontheim das Kommando über die Brigade und führte sie in den Kämpfen bei Weißenburg, Wörth, Beaumont, Sedan und Artenay.

Erster Weltkrieg

Mit Beginn des Krieges war die Brigade im Verband der 2. Kavallerie-Division an den Kämpfen an der Westfront beteiligt, bis sie Ende Oktober/Anfang November 1914 an die Ostfront verlegt wurde und dort bis zum Kriegsende verblieb. Zu den Kampfhandlungen, Gefechten und Schlachten siehe Kampfgeschehen der 2. Kavallerie-Division und Kampfgeschehen der 1. Kavallerie-Division

Brigadekommandeure Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 205f.Karl Georg von Loebell7. November 1816 bis 31. Mai 1832Karl von Malachowski und Griffa1. Juni 1832 bis 6. April 1842August von Beyer7. April 1842 bis 23. August 1848Reinhardt Graf zu Solms-Laubach24. August 1848 bis 13. Oktober 1848Johann von Giese 14. Oktober 1848 bis 27. August 1849Friedrich Adolf von Willisen28. August 1849 bis 9. Juni 1856Wilhelm von Schlichten10. Juni 1856 bis 7. Juli 1858Hugo Eberhard zu Münster-Meinhövel8. Juli 1858 bis 24. Juni 1864Wilhelm zu Mecklenburg25. Juni 1864 bis 20. November 1864Georg von der Groeben21. November 1864 bis 29. Oktober 1866Tamm von Flemming30. Oktober 1866 bis 20. November 1869Karl von Strantz21. November 1869 bis 19. Mai 1871Hermann von Rantzau20. Mai 1871 bis 14. August 1872Wilhelm von Winterfeld15. August 1872 bis 11. Dezember 1876Adolf von Brozowski12. Dezember 1876 bis 28. April 1879Oskar von Strachwitz29. April 1879 bis 14. Mai 1883Heinrich von Thiele15. Mai 1883 bis 21. März 1889Ernst von Leipziger22. März 1889 bis 15. Juni 1891Willy von Haeseler16. Juni 1891 bis 12. Mai 1895Adolf von Kröcher13. Mai 1895 bis 21. Mai 1900Carl von Plüskow22. Mai 1900 bis 23. April 1904Axel Freiherr von Maltzahn24. April 1904 bis 1. Mai 1908 Robert Loeb2. Mai 1908 bis 19. Februar 1912Georg Thumb von Neuburg20. Februar 1912 bis 15. September 1914Alexander Karl Albert Robert von Heydemann16. September 1914 bis 6. Februar 1915Arthur von Ledebur7. Februar 1915 bis 15. Juni 1915Karl Freiherr von Broich16. Juni 1915 bis 12. August 1916Hans Leopold Freiherr von Maltzahn13. August 1916 bis KriegsendeWalter Freiherr Treusch von Buttlar-Brandenfels20. Januar 1919 bis 28. Juni 1919 (Demobilisierung)

Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778

Einzelnachweise

Weblinks

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