Otto Friedrich Warschauer (* 29. Juli 1853 in Liegnitz, Königreich Preußen; † 30. September 1916 in Berlin) war ein deutscher Staatswissenschaftler und Nationalökonom.

Leben Bis 1890 lehrte er als Privatdozent in Leipzig. 1890 wurde er außerordentlicher Professor für Staatswissenschaften in Darmstadt. Von 1894 bis 1916 zunächst als Privat-Dozent, ab 1. Oktober 1902 als Dozent, ab 1912 als Honorarprofessor für Nationalökonomie, Geschichte des Sozialismus sowie für Bank- und Börsengeschäfte in der Abteilung VI für Allgemeine Wissenschaften, insbesondere für Mathematik und Naturwissenschaften der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin.

Sein Sohn Frank Warschauer (1892–1940) wurde Journalist, er starb als Opfer des Nationalsozialismus.

Schriften (Auswahl) Geschichte der Preussischen Staatslotterien. Band 1. Die Zahlenlotterie in Preussen - mit Benutzung amtlicher Quellen dargestellt. Leipzig: Fock, 1885 Saint-Simon und der Saint-Simonismus. Leipzig: Fock, 1892 Fourier. Seine Theorie und Schule. Leipzig: Fock, 1893 Louis Blanc. Leipzig: Fock, 1896 Die Reorganisation des Aufsichtsratswesens in Deutschland. Berlin: Freier Verlag, 1902 Zur Entwicklungsgeschichte des Sozialismus. Berlin: Vahlen, 1909.

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