Die 9. Kavallerie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.

Geschichte Die 9. Kavallerie-Brigade wurde am 5. November 1816 als Kavallerie-Brigade der Truppen-Brigade in Glogau aufgestellt, am 5. September 1818 in Kavallerie-Brigade der 10. Division und am 22. Dezember 1819 in 10. Kavallerie-Brigade umbenannt. Ihre endgültige Bezeichnung erhielt sie am 28. Februar 1820. Sie war bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Teil der 9. Division, die dem V. Armee-Korps in Posen zugeordnet war. Mit Kriegsbeginn gehörte der Verband bis zum 26. Dezember 1916 zur 5. Kavallerie-Division, die unter dem Höheren Kavallerie-Kommando Nr. 1, befehligt von General Götz von König, stand.The Prussian Machine: Höhere Kavallerie-Kommandeure Digitalisat

Gliederung 1820 bis 1832 2. Leib-Husaren-Regiment und 1. Ulanen-Regiment (Westpreußisches) 1833 bis 1849 4. Kürassier-Regiment und 2. Leib-Husaren-Regiment 1850 bis-1851 4. Dragon r-Regiment und 2. Leib-Husaren-Regiment 1852 bis 1859 5. Kürassier-Regiment und 4. Dragoner-Regiment 1860 bis 1867 Westpreußisches Kürassier-Regiment Nr. 5, 1. Schlesisches Dragoner-Regiment Nr. 4, Posensches Ulanen-Regiment Nr. 10, 5. schweres Landwehr-Reiter-Regiment, 4. Landwehr-Dragoner-Regiment 1868 bis 1890 Westpreußisches Kürassier-Regiment Nr. 5, 1. Schlesisches Dragoner-Regiment Nr. 4, Posensches Ulanen-Regiment Nr. 10 1890 bis 1914 Dragoner-Regiment von Bredow (1. Schlesisches) Nr. 4 und Ulanen-Regiment Prinz August von Württemberg (Posensches) Nr. 10 Kriegsgliederung 1914 Wie vor, zusätzlich Infanterie-Regiment Nr. 373

Deutscher Krieg 1866

Im Krieg Preußens gegen das Kaisertum Österreich nahm die Brigade unter Führung des Generalmajors von Witzleben im Juli 1866 an der entscheidenden Schlacht bei Königgrätz teil.

Deutsch-Französischer Krieg 1870/1871

Mit Beginn des Krieges gegen Frankreich übernahm General Otto von Bernhardi das Kommando über die Brigade und führte sie im Verbund und der 4. Kavallerie-Division in den Schlachten bei Weißenburg, Wörth, Loigny, Beaugency und Le Mans. Auch war sie an der Schlacht bei Wörth am 6. August 1870 beteiligt.

Erster Weltkrieg

Mit Beginn des Krieges war die Brigade im Verband der 5. Kavallerie-Division an den Kämpfen an der Westfront beteiligt, bis sie Ende Oktober 1914 an die Ostfront verlegt wurde und dort bis zum Kriegsende verblieb. Zu den Kampfhandlungen, Gefechten und Schlachten siehe Kampfgeschehen der 5. Kavallerie-Division.

Brigadekommandeure Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 205f.Hans Karl Christoph von Werder20. August 1816 bis 29. Oktober 1825 Carl Ludwig von Zastrow30. Oktober 1825 bis 29. März 1835Friedrich von Blankenburg30. März 1835 bis 29. März 1840Friedrich Wilhelm von Duncker30. März 1840 bis 12. April 1848Ludwig Graf von Werder13. April 1848 bis 17. April 1850Gustav Julius von Wechmar18. April 1850 bis 12. Juli 1854Ferdinand von Schlippenbach13. Juli 1854 bis 3. Dezember 1858Anton von Pfuhlstein4. Dezember 1858 bis 22. Juni 1859Wilhelm Alexander von Salisch23. Juni 1859 bis 28. Januar 1863Julius von Hartmann29. Januar 1863 bis 17. April 1865Job von Witzleben18. April 1865 bis 17. Mai 1867Hermann von Besser18. Mai 1867 bis 17. Juni 1869Hiob von Hontheim18. Juni 1869 bis 6. Januar 1871Theodor Viktor von Schauroth7. Januar 1871 bis 15. Oktober 1873Ernst von Trotha16. Oktober 1873 bis 7. Juni 1875Gustav von Barnekow8. Juni 1875 bis 14. Juni 1875Rudolf von Waldow15. Juni 1875 bis 11. Oktober 1875Wilhelm von Winterfeldt12. Oktober 1875 bis 11. Oktober 1879Alfred von Rauch12. Oktober 1879 bis 12. Dezember 1880Otto von Frankenberg-Lüttwitz13. Dezember 1880 bis 14. Januar 1887Ferdinand von Stein-Liebenstein zu Barchfeld15. Januar 1887 bis 12. August 1889Friedrich von Dincklage-Campe13. August 1889 bis 27. Juli 1892Karl von Stünzner28. Juli 1892 bis 13. November 1894Bernhard von Bärensprung14. November 1894 bis 17. Mai 1897Armand von Ardenne18. Mai 1897 bis 17. Mai 1901Eugen von Koblinski18. Mai 1901 bis 17. April 1903Johann Mauritius Graf von Brühl18. April 1903 bis 17. Oktober 1907Reinhold von Etten18. Oktober 1907 bis 9. März 1911Louis von Brauchitsch10. März 1911 bis 19. Juli 1912Rudolf Rusche20. Juli 1912 bis 22. August 1916Leopold Freiherr von Maltzahn23. August 1916 bis 28. Dezember 1916Karl von Kaufmann29. Dezember 1916 bis 21. April 1917Leopold Freiherr von Maltzahn22. April 1917 bis 26. Juli 1919 (Demobilisierung)

Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778.

Einzelnachweise

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