Die 12. Kavallerie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.
Geschichte Die 12. Kavallerie-Brigade wurde am 5. September 1818 als Kavallerie-Brigade der 12. Division in Neiße aufgestellt und am 22. Dezember 1919 in 12. Kavallerie-Brigade umbenannt. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges war sie Teil der 12. Division, die dem VI. Armee-Korps in Breslau zugeordnet war. Während des Krieges unterstand sie der 5. Kavallerie-Division, die zum Höheren Kavallerie-Kommando Nr. 1 (befehligt von General Manfred von Richthofen bis 22. September 1916, danach von General Götz von König), gehörte.The Prussian Machine: Höhere Kavallerie-KommandeureDigitalisat
Gliederung 1820 bis 1851 Husaren-Regiment „Graf Goetzen“ (2. Schlesisches) Nr. 6, 2. Ulanen-Regiment (Schlesisches) 1852 bis 1866 Wie vor, zusätzlich 6. Landwehr-Husaren-Regiment und 2. Landwehr-Ulanen-Regiment 1867 Wie vor, zusätzlich 3. Schlesisches Dragoner-Regiment Nr. 15 1868 bis 1869 Wie vor, ohne die Landwehr-Regimenter 1871 bis 1913 Husaren-Regiment Graf Goetzen (2. Schlesisches) Nr.6 und Ulanen-Regiment von Katzler (Schlesisches) Nr.2 1913 bis 1914 Husaren-Regiment „von Schill“ (1. Schlesisches) Nr. 4 und Husaren-Regiment Graf Goetzen (2. Schlesisches) Nr.6 Kriegsgliederung 1914 Wie vor
Deutsch-Dänischer Krieg 1864
Im Deutsch-Dänischen Krieg war die Brigade unter Führung des Generals Eduard von Hobe an den Kämpfen beteiligt.
Deutscher Krieg 1866
Im Krieg Preußens gegen das Kaisertum Österreich nahm die Brigade an den Kämpfen teil.
Deutsch-Französischer Krieg 1870/1871
Im Krieg gegen Frankreich war die Brigade im Verband der 13. Division an den Kämpfen beteiligt. General Adalbert von Bredow führte die Brigade in der Schlacht bei Vionville-Mars-la-Tour. Dabei gelang es ihm – unter großen Opfern – in einer Offensive den Gegner zu vertreiben.
Erster Weltkrieg
Mit Beginn des Krieges war die Brigade im Verband der 5. Kavallerie-Division an den Kämpfen an der Westfront beteiligt, bis sie Ende Oktober 1914 an die Ostfront verlegt wurde, wo sie bis zum Kriegsende verblieb. Zu den Kampfhandlungen, Gefechten und Schlachten siehe Kampfgeschehen der 5. Kavallerie-Division.
Brigadekommandeure Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 205f.Otto von Stoessel20. Oktober 1818 bis 17. Juni 1825Friedrich Ludwig Karl Baron von Stjiern18. Juini 1825 bis 29. März 1829Peter von Colomb30. März 1829 bis 29. März 1838Karl von Rheinbaben 30. März 1838 bis 21. März 1843Adolf Westphal von Bergener22. März 1843 bis 26. März 1847Hans von Auerswald27. März 1847 bis 6. März 1848Wilhelm von Tresckow7. März 1848 bis 22. Mai 1854Dietrich Karl Heinrich von Sobbe23. Mai 1854 bis 31. Mai 1856 August von Oelrichs1. Juni 1856 bis 13. Juni 1859Wilhelm zu Stolberg-Wernigerode14. Juni 1859 bis 23. Juli 1861Hans Friedrich von Kotze24. Juli 1861 bis 15. September 1862Richard von Kalckreuth 16. September 1862 bis 4. März 1867Enno von Colomb 5. März 1867 bis 18. Juli 1870Adalbert von Bredow19. Juli 1870 bis 17. Januar 1871Theodor Viktor von Schauroth18. Januar 1871 bis 21. Januar 1874 Karl von Unger22. Januar 1874 bis 11. Juni 1877Hugo von Knobloch12. Juni 1877 bis 11. Juni 1880Hubert von Meyerinck12. Juni 1880 bis 6. Dezember 1880Gottlieb Graf von Haesler7. Dezember 1880 bis 16. Oktober 1883Friedrich Wilhelm von Niesewand17. Oktober 1883 bis 18. September 1888Wilhelm von Zastrow19. September 1888 bis 15. Juni 1891Eugen von Entreß-Fürsteneck16. Juni 1891 bis 14. Juli 1893Friedrich von Müller15. Juli 1893 bis 13. Juli 1895Gustav von Bonin14. Juli 1895 bis 23. Mai 1898Eugen Rudolf Ernst von Hirschfeld24. Mai 1898 bis 17. April 1901Willibald von Schmettow18. April 1901 bis 13. Juni 1904Otto von Schack14. Juni 1904 bis 25. April 1907 Adalbert von Rothkirch und Panthen26. April 1907 bis 19. Februar 1909Max Krieger20. Februar 1909 bis 12. September 1911Albrecht von Pfeil und Klein-Ellguth 13. September 1911 bis 27. August 1914Viktor von Lepel28. August 1914 bis Dezember 1915 Arthur von LupinDezember 1915 bis 24. Mai 1918Ernst Ritter und Edler von Loesl25. Mai 1918 bis Kriegsende
Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778
Einzelnachweise
Weblinks
12. Kavallerie-Brigade