Die 13. Kavallerie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.
Geschichte Die 13. Kavallerie-Brigade wurde am 5. November 1816 als Kavallerie-Brigade der Truppen-Brigade im westfälischen Münster aufgestellt, am 5. September 1818 Kavallerie-Brigade der 13. Division und am 22. Dezember 1819 in 13. Kavallerie-Brigade umbenannt. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges war sie Teil der 14. Division mit Sitz in Düsseldorf, die dem VII. Armee-Korps in Münster zugeordnet war. Mit Kriegsbeginn wurde sie bis zum 23. Februar 1918 Teil der 9. Kavallerie-Division und gehörte anschließend bis zum Ende des Krieges zur Garde-Kavallerie-Division. Die 9. Kavallerie-Division unterstand dem Höheren Kavallerie-Kommando Nr. 2, befehligt von General Georg von der Marwitz.The Prussian Machine: Höhere Kavallerie-KommandeureDigitalisat
Gliederung 1820 bis 1832 Kürassier-Regiment „von Driesen“ (Westfälisches) Nr. 4 und 2. Westfälisches Husaren-Regiment Nr. 11 1833 bis 1849 11. Husaren-Regiment und Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6 1850 4. Kürassier-Regiment, 3. Husaren-Regiment 1851 4. Kürassier-Regiment, Husaren-Regiment „Kaiser Nikolaus II. von Russland“ (1. Westfälisches) Nr. 8 1852 bis 1866 wie vor, zusätzlich 4. schweres Landwehr-Reiter-Regiment und 8. Landwehr-Husaren-Regiment 1867 1. Westfälisches Husaren-Regiment Nr. 8, 2. Hannoversches Ulanen-Regiment Nr. 14 und die beiden Landwehr-Regimenter 1868 bis 1869 wie vor, ohne die beiden Landwehr-Regimenter 1871 bis 1914 wie 1851 Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914 wie vor
Deutsch-Dänischer Krieg 1864
Im Deutsch-Dänischen Krieg war die Brigade unter Führung des Generals Eduard von Hobe an den Kämpfen beteiligt.
Deutscher Krieg 1866
Im Krieg Preußens gegen das Kaisertum Österreich nahm die Brigade an den Kämpfen teil.
Deutsch-Französischer Krieg 1870/1871
Im Krieg gegen Frankreich war die Brigade im Verband der 13. Division an den Kämpfen beteiligt.
Erster Weltkrieg
Mit Beginn des Krieges war die Brigade im Verband der 9. Kavallerie-Division an den Kämpfen an der Westfront eingesetzt, bis sie Mitte November 1914 an die Ostfront verlegt wurde. Der Brigadestab fungierte ab Herbst 1915 im besetzten Polen als Kavallerie-Inspektion. Zu den Kampfhandlungen, Gefechten und Schlachten siehe Kampfgeschehen der 9. Kavallerie-Division.
Brigadekommandeure Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 205f.Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow5. November 1816 bis 29. März 1830Ferdinand von Arnim30. März 1830 bis 5. Mai 1830Karl Leberecht Friedrich Baron von Krafft6. Mai 1830 bis 29. März 1831Ludwig von Sohr30. März 1831 bis 29. März 1838Ludwig Roth von Schreckenstein30. März 1838 bis 8. März 1848Waldemar von Preußen9. März 1848 bis 27. August 1849Friedrich Adolf von Willisen28. August 1849 bis 17. September 1849Oberst Graf zu Solms-Laubach18. September 1849 bis 10. September 1851Friedrich zu Solms-Rödelheim11. September 1851 bis 12. Januar 1853Philipp von Croÿ13. Januar 1853 bis 4. November 1857Karl Albert von Rudolphi5. November 1857 bis 21. November 1858Eduard von Hobe22. November 1858 bis 24. März 1863Alexander von Tresckow25. März 1863 bis 17. April 1868Hermann von Rantzau18. April 1868 bis 27. Juli 1868Siegmar zu Dohna-Schlobitten28. Juli 1868 bis 11. April 1873Friedrich Wilhelm Walther Graf von der Groeben12. April 1873 bis 11. Juli 1873Georg von Brandenstein12. Juli 1873 bis 24. September 1880Friedrich Baltzer von Strantz25. September 1880 bis 7. März 1883 Benno von Studnitz8. März 1883 bis 13. Februar 1885Adolf von Bülow14. Februar 1885 bis 1. April 1889Friedrich von Maltzan Freiherr von Wartenberg und Penzlin2. April 1889 bis 16. Juni 1893Hans von Tresckow17. Juni 1893 bis 17. April 1895Karl Levin von Uslar18. April 1895 bis 14. Juni 1898 Ernst von Natzmer15. Juni 1898 bis 15. Februar 1901Ludwig Maximilian von Biegeleben16. Februar 1901 bis 21. April 1902Friedrich von Rauch22. April 1902 bis 20. Juli 1906Ferdinand Graf von Brühl21. Juli 1906 bis 21. März 1907Rudolf von Fries22. März 1907 bis 21. April 1912Richard von der Schulenburg22. April 1912 bis 17. Februar 1913Paul Grünert22. April 1912 bis 1. August 1914Paul Seiffert2. August 1914 bis KriegsendeHeinrich von Albedyll12. Januar 1919 (Demobilisierung)
Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778
Einzelnachweise
Weblinks
13. KavallerieBrigade