Diese Liste enthält Zeitungen und Zeitschriften, die in den ehemaligen Gebieten des Deutschen Reiches erschienen. Sie ist nach Regionen und Orten sortiert.
Schlesien Niederschlesien Niederschlesien gehörte von 1740 bis 1945 zu Preußen.Sperlings Zeitschriften-Adressbuch, 1908, S. 298–301; mit den wichtigsten Tageszeitungen aus Nieder- und Oberschlesien Breslau Schlesische Zeitung, 1742–1945, am längsten bestehende schlesische Zeitung Schlesische Provinzialblätter, 1785–1848 Breslauer Zeitung, 1820–1937 Breslauer Morgenzeitung, 1845– , 1908 19.000 Exemplare Schlesische Volkszeitung, 1868–1944, katholische Tageszeitung Breslauer General-Anzeiger, seit 1918 seit 1918 Breslauer Neueste Nachrichten, 1888–1944, zeitweise über 150.000 Exemplare, auflagenstärkste Zeitung im deutschen Osten Volkswacht für Schlesien, Posen und die Nachbargebiete, sozialdemokratische Tageszeitung, 1908 30.000 Exemplare
Schlesische Arbeiter-Zeitung, 1919–1933 Jüdisch-liberale Zeitung, seit 1934 Jüdische Allgemeine Zeitung, 1920–1936 Jüdische Zeitung, 1932–1937
Glatz Gebirgsbote, 1848– , 1908 12.000 Exemplare Glatzer Zeitung, 1908 10.000 Exemplare
Glogau Der niederschlesische Anzeiger,
Grünberg Grünberger Wochenblatt, 1892–1945, seit 1871 Tageszeitung
Oberschlesien Oberschlesien gehörte von 1740 bis 1945 zu Preußen. 1922 fiel ein kleiner Teil an Polen, siehe: Ostoberschlesien
Gleiwitz Der oberschlesische Wanderer, eine von 1828 bis 1945 erschienene deutschsprachige Zeitung, die 1828–1933 von Neumanns Stadtbuchdruckerei in Gleiwitz herausgebracht wurde
Kattowitz Kattowitzer Zeitung, 1869–1945, eine der beiden wichtigsten deutschen Zeitung in Oberschlesien nach 1920
Königshütte Der oberschlesische Kurier, 1906–1945, 1927 auflagenstärkste deutschsprachige Zeitung in PolenSperlings Zeitschriften-Adressbuch, 1927, S. 537–538; einige deutschsprachige Zeitungen in Polen
Oppeln Oppelner Nachrichten, 1895–1939
Rosenberg/Kreuzburg Volksbote für die Kreise Kreuzburg und Rosenberg, historische Zeitung vor 1945 Rosenberger Zeitung, historische Zeitung vor 1945
Teschen/Teschener Schlesien Silesia, 1872 bis 1937, Verbreitungsgebiet bis 1918 auch Oberschlesien
Pommern
Hinterpommern und der östliche Teil Vorpommerns gehörten bis 1945 zu PreußenSperlings Zeitschriften-Adressbuch, 1908, S. 287–288, mit den wichtigsten Tageszeitungen Kolberger Zeitung, 1825–1945 Kösliner Zeitung Kreisblatt, Labes Norddeutsche Presse, Neustettin Stargarder Zeitung Neues Pommersches Tageblatt, Stargard Ostsee-Zeitung, Stettin, 1835–1922 Stettiner Zeitung General-Anzeiger für Stettin und die Provinz Pommern Stettiner Abendpost Stettiner Neueste Nachrichten Zeitung für Hinterpommern, Stolp
Swinemünder Zeitung
Ostbrandenburg Die Neumark und ein kleiner östlicher Teil der Niederlausitz gehörten bis 1945 zu Brandenburg. Krossener Tageblatt Küstriner Zeitung Oderblatt Generalanzeiger für die gesamte Neumark, Landsberg/Warthe Sommerfelder Tageblatt Sorauer Tageblatt, Niederlausitz
Ostpreußen miniatur|Königsberger Zeitungen, 18. Jahrhundert Die wichtigsten ostpreußischen Tageszeitungen waren die Königsberger Hartungsche Zeitung, die Ostpreußische Zeitung und die Königsberger Allgemeine Zeitung, eine beliebte Wochenzeitung war das Memeler Dampfboot.
Allenstein Allensteiner Volksblatt, 1892–nach 1907 Allensteiner Zeitung, 1841–1945
Braunsberg Ermländische Zeitung, 1871–1941
Gumbinnen Preußisch-Litauische Zeitung, 1811–nach 1907
Heilsberg Warmenia
Heydekrug Heydekruger Kreisblatt, 1908–1919
Insterburg Ostdeutsche Volkszeitung, 1860–1943 Ostpreußisches Tageblatt, 1888–1945
Königsberg
Königsberger Hartungsche Zeitung, 1660–1934, liberal Ostpreußische Zeitung, 1848–um 1933 Königsberger Allgemeine Zeitung, 1875–1945 Königsberger Volkszeitung, 1893–1933, sozialdemokratisch Königsberger Tageblatt, 1897–1944 Königsberger Neueste Nachrichten, 1900–nach 1907 Echo des Ostens, 1920–1933, kommunistisch
Memel
Memelsches Wochenblatt, 1817–1848 Memeler Dampfboot, 1849–1945 Memeler Kreisblatt, 1852–1920 Memeler Anzeiger, 1855–1864 Memeler Zeitung, 1867–1922
Neidenburg Neidenburger Kreisblätter, 1892–1945
Ortelsburg Ortelsburger Zeitung, 1840–1944
Osterode Osteroder Zeitung, 1834–nach 1907
Rastenburg Rastenburger Zeitung
Tilsit
Tilsiter Tageblatt, 1816–1879 Tilsiter Zeitung, 1840–1937 Tilsiter Allgemeine Zeitung, 1881–1945, wichtigste Tilsiter Zeitung Tilsiter Nachrichten, 1894–1912
Westpreußen miniatur|Danziger Dampfboot, 1834
Die Region Westpreußen gehörte von 1772/1793 bis 1919 zum Königreich Preußen, vorher und danach zu Polen.
Briesener Zeitung, 1878–1937 Culmer Bote, 1848–1938 Culmseer Anzeiger, 1882–1921 Danziger Zeitung, 1858–1930 Westpreußisches Volksblatt, Danzig, 1873–1920 Danziger Allgemeine Zeitung, 1878–1934 Danziger Courier, 1882–1901 Danziger Neueste Nachrichten, 1894–1944, 1908 auflagenstärkste Tageszeitung in Westpreußen
Pommereller Tageblatt, dann Dirschauer Zeitung, 1850–1937 Elbinger Zeitung Elbinger Neueste Nachrichten Der Gesellige, Graudenz, 1825–1945, verbreitete Tageszeitung
Neue Konitzer Zeitung, 1881–1939 Ohraer Zeitung, 1901 Thorner Zeitung, 1867–1922 Thorner Presse, dann Die Presse, 1883–1920
Wandsburger Zeitung, 1911–1920 Zoppoter Zeitung, 1894–?
Provinz Posen Die Provinz Posen (zuerst Provinz Südpreußen, dann Herzogtum Preußen) gehörte von 1793 bis 1919 zu Preußen, vorher und danach zu Polen. Die wichtigsten und auflagenstärksten Tageszeitungene erschienen in Posen und BrombergSperlings Zeitschriften-Adressbuch, 1908, S. 288–289; mit den wichtigsten Tageszeitungen der Provinz Posen
Bromberg
Bromberger Tageblatt, 1876–1944 Ostdeutsche Rundschau Ostdeutsche Presse
Gnesen Gnesener Zeitung Gnesener Generalanzeiger
Inowrazlaw, dann Hohensalza Kujawischer Bote, dann Inowroclawer Zeitung, dann Hohensalzaer Zeitung, 1874–1945
Krotoschin
Krotoschiner Zeitung, 1922–1932
Lissa Lissaer Tagblatt, 1922–1934
Nakel Nakeler Zeitung, 1896–1928
Posen Posener Zeitung, 1794–1815, 1848–1919, wichtigste Tageszeitung der Provinz Posen Posener Tagblatt, 1862–1939 Posener Neueste Nachrichten, 1899–1926
Rawitsch Rawiczer Zeitung
Schneidemühl Schneidemühler Zeitung
Schubin Schubiner Zeitung und Kreisblatt, 1850–1920
Wirsitz Wirsitzer Kreisblatt, 1845–1920
Zeitschriften
Aus dem Posener Lande. Blätter für Heimatkunde, 1905–1919, wichtigste Kulturzeitschrift Jeschurun, Posen, 1901–1904, jüdische Zeitschrift Tygodnik literacki, Posen, 1838–1843, einzige polnische Literaturzeitschrift, wöchentlich
Elsaß-Lothringen und Malmedy miniatur|Straßburger Neueste Nachrichten, 1877 Elsaß-Lothringen Das Gebiet Elsaß-Lothringen gehörte von 1871 bis 1918 zum Deutschen Reich, vorher und nachher zu Frankreich. Die wichtigsten Zeitungen erschienen in Straßburg und Mülhausen.Sperlings Zeitschriften-Adressbuch, 1908, S. 273–274, mit den wichtigsten Tages- und Wochenzeitungen (6 N = 6 Nummern wöchentlich), siehe auch Ortsindex und weitere Jahrgänge, sowie Zeitschriftendatenbank und Bibliothéque Nationale de France (BnF) Insertions-Kalender, zugleich Zeitungs-Katalog der Annoncen-Expedition Rudolf Mosse, 1894, S. 10–11; mit Auflagezahlen der wichtigsten Zeitungen
Kolmar Elsässer Tagblatt, 1795– Elsässer Kurier, 1836–
Metz Metzer Zeitung, 1871–1918 Lothringer Zeitung, 1871–1918 La Gazette de Lorraine, 1871–1918 Lothringer Volksstimme, 1902–
Mülhausen Neue Mülhauser Zeitung, 1870–1918 Mülhauser Tagblatt, 1884–1944; 1908 24.000 Exemplare, zweitauflagenstärkste Zeitung in Elsass-Lothringen
Mülhauser Volksblatt, 1892–1897, erste deutschsprachige katholische Tageszeitung im Elsass, wurde 1897 verboten Oberelsässische Landes-Zeitung, 1897–1918Oberelsässische Landes-Zeitung Retro News, mit Digitalisaten Mülhauser Frauen-Zeitung, 1902–1944, wöchentlich
Straßburg
Straßburger Zeitung und Amtliche Nachrichten für das General-Gouvernement Elsaß, 1870–1879 Straßburger Neueste Nachrichten, 1877–2012, wichtigste Tageszeitung im Elsaß, seitdem französischsprachige Fortsetzung Straßburger Post, 1882–1918 Der Elsässer, 1885–, 1908 15.000 Exemplare Straßburger Bürger-Zeitung, 1892–1918, 1908 19.000 Exemplare Freie Presse für Elsaß-Lothringen, 1898–1939/1964 Der Elsässische Bote, 1899– Straßburger Zeitung, 1899–nach 1907 Straßburger Neue Zeitung, 1909–1939 Malmedy und Eupen Der Kreis Malmedy und die Stadt Eupen kamen 1919 zu Ostbelgien.Heinz Warny: Zwei Jahrhunderte deutschsprachige Zeitung in Ostbelgien: Korrespondenzblatt des Kreises Malmedy, Korrespondenzblatt des Kreises Eupen, Die fliegende Taube, Der Volksfreund, Grenz-Echo Welkenraedt, Grenz-Echo, Eupener Zeitung, La Semaine, St. Vither Volkszeitung, Volksstimme, Der Landbote, Grenzland-Report, Neue Nachrichten, AVZ Ostbelgien, Eupen 2007; zu den wichtigsten Zeitungen in diesem Gebiet bis in die Gegenwart Eupener Zeitung, 1827–1944 St. Vither Zeitung, 1866–1965
Afrika
In Afrika gab es die größeren Kolonien Deutsch-Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika sowie kleinere in Kamerun und Togo zwischen 1888 und 1914/1919. Dort wurden einige Zeitungen, Amtsblätter und weitere Periodika herausgegeben.
Deutsch-Südwestafrika
Deutsch-Südwestafrika war die größte deutsche Kolonie, es bestand von 1888 bis 1915/1919 im heutigen Namibia.
Windhoeker Anzeiger, dann Deutsch-Südwestafrikanische Zeitung, 1898–1914, drei- bis fünfmal wöchentlich, wichtigste Zeitung in Deutsch-Südwestafrika Südwestbote, vorher Windhuker Nachrichten, 1903/1911–1915 Lüderitzbuchter Zeitung, 1909–1937 Südwest. Unabhängige Zeitung für die Interessen des gesamten Schutzgebiets, 1910–1915 Amtsblatt für das Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika, Windhuk/Berlin, 1910–1914Amtsblatt für das Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika ZDB Keetmanshooper Nachrichten, dann Keetmanshooper Zeitung, Bestes Insertionsorgan für den Süden des Schutzgebietes, 1911/1913–1914
Deutsch-Ostafrika Die Kolonie Deutsch-Ostafrika bestand ebenfalls von 1888 bis 1915/1919 im heutigen Tansania
Deutsch-Ostafrikanische Zeitung, Publikationsorgan der Wirtschaftlichen Vereinigung von Daressalam und Hinterland, 1899–1916 Deutsch-Ostafrikanische Zeitung ZEFYS Staatsbibliothek Berlin, Digitalisate Amtlicher Anzeiger für Deutsch-Ostafrika, 1900–1914/1916 Usambara-Post, Unabhängiges Organ für die wirtschaftlichen Interessen von Deutsch-Ostafrika und Küstenbote vom Norden, Tanga, 1902–1916 Der Pflanzer, Zeitschrift für Land- und Forstwirtschaft in Deutsch-Ost-Afrika, 1905–1914 Deutsch-Ostafrikanische Rundschau, 1908–1912, drei- bis fünfmal wöchentlich
Kamerun und Togo Weitere kleinere deutsche Kolonien befanden sich in Kamerun und Togo.
Amtsblatt für das Schutzgebiet Togo, 1906–1914, mit Unterhaltsamer Beilage, 1910–1911Amtsblatt für das Schutzgebiet Togo ZDB Amtsblatt für das Schutzgebiet Kamerun, 1908–1914Amtsblatt für das Schutzgebiet Kamerun ZDB
Kamerun-Post. Einziges und unabhängiges Organ für die wirtschaftlichen Interessen der Schutzgebiete Kamerun und Togo, 1912–1914, zweimal wöchentlich, einzige deutsche Zeitung in den beiden Gebieten
Asien und Ozeanien In China und in der Südsee gab es einige Verwaltungsgebiete, die zwischen 1886 und 1914/1918 unter deutscher Kontrolle standen, in denen auch einige Zeitungen und weitere Periodika herausgegeben wurden.
Kiautschou miniatur|Tsingtauer Neueste Nachrichten, 1914 Das Gebiet Kiautschou im östlichen China wurde von 1886 bis 1918 vom Deutschen Reich verwaltet.
Tsingtauer Neueste Nachrichten, 1904–1914 Der Ostasiatische Lloyd. Unabhängige Tageszeitung zur Förderung des Deutschtums im Fernen Osten, Shanghai, 1886–1941, wurde auch in Tsingtao vertrieben Kiautschou-Post. Unpartaiisches Wochenblatt für die deutschen Interessen im Fernen Osten, Tsingtao, 1908–1912Kiautschou-Post ZDB Amtsblatt für das Schutzgebiet Kiautschou, 1900–1914Amtsblatt für das Schutzgebiet Kiautschou, ZDB.