Loretta Würtenberger (* 14. Juli 1972) ist eine deutsche Juristin, Unternehmerin und Autorin.

Leben und Beruf Ausbildung zur Richterin Loretta Würtenberger studierte von 1992 bis 1996 Rechtswissenschaften, Philosophie und Kunstgeschichte in Heidelberg, Paris und Berlin und promovierte am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb in München. Für ihre Promotion erhielt sie 1997 den Dieter-Rampacher-Preis der Max-Planck-Gesellschaft. Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften wurde Würtenberger mit 25 Jahren als Richterin am Landgericht Berlin tätig. Sie galt als jüngste Richterin Deutschlands.

New Economy Nach ihrer Tätigkeit als Juristin gründete Loretta Würtenberger im Jahr 1999 gemeinsam mit Patrick Boos und Dominik von Ribbentropp das Unternehmen Webmiles, dessen Konzept das Magazin Der Spiegel mit „Flugmeilen als Belohnung für Online-Einkäufe“ beschrieb.

Kunst Gemeinsam mit ihrem Mann Daniel Tümpel gründete sie das Unternehmen Fine Art Partners (FAP). Zudem gründete Würtenberger das Institute for Artists’ Estates. Sie ist Herausgeberin des Buches Der Künstlernachlass – ein Handbuch für Künstler, ihre Erben und Verwalter. Das Handelsblatt betitelte es als „Drehbuch für den posthumen Ruhm“.

2019 kaufte sie gemeinsam mit ihrem Mann Daniel Tümpel das Schlossgut Schwante und betreibt dort seit 2020 einen öffentlichen Skulpturenpark. Im Skulpturenpark werden international renommierte Werke zeitgenössischer Kunst präsentiert.

Ehrenamtliches Engagement Würtenberger ist Gründungsgesellschafterin und Mitglied des Vorstands der Contemporary Arts Alliance (CAA). Derzeit ist Würtenberger Mitglied des Board of Directors der George-Rickey-Stiftung in den USA.

Schriften Monographien Der Schutz der Filmurheber und Filmhersteller im französischen und europäischen Recht (= Schriften zum internationalen Recht. Band 108). Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-09478-6 (Zugl.: München, Univ., Diss., 1997). mit Jana Teuscher: The Art of Arp after 1945 (= Schriftenreihe der Stiftung Arp e.V. Band 2). Stiftung Jean Arp u. Sophie Taeuber-Arp, Remagen 2019, ISBN 978-3-927473-30-0. mit Hubertus Graf Zedtwitz: Eine Sprache der Liebe. Friedenauer Presse, Berlin 2025, ISBN 978-3-7518-8034-3. mit Arie Hartog: Arp: Paper. Hauser & Wirth Publishers, Berlin 2026, ISBN 978-3-9074-9317-5.

Herausgeberschaften mit Karl Trott und Rainer Judd: The Artist's Estate: A Handbook for Artists, Executors, and Heirs. Hatje Cantz Verlag. Berlin 2022, ISBN 978-3-7757-5337-1. mit Karl Trott: Der Künstlernachlass: Handbuch für Künstler, ihre Erben und Nachlassverwalter. Hatje-Cantz-Verlag. Berlin 2016, ISBN 978-3-7757-4132-3. mit Elisa Tamaschke und Jana Teuscher: Hans Arp & other masters of 20th century sculpture. Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp e.V., Berlin 2020, ISBN 978-3-927473-31-7.

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Einzelnachweise

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