mini|Silberkramerhaus in Abensberg mini|hochkant|Marienstatue an der Giebelwand mini|Gedenktafel für Gilbert Michl mit falschem Geburtsdatum Das Silberkramerhaus ist ein Wohn- und Geschäftshaus (Bürgerhaus) und geschütztes Baudenkmal in Abensberg. Es besitzt die Adresse Stadtplatz 15.
Beschreibung
Das Silberkramerhaus ist ein zweieinhalbgeschossiges Eckhaus mit Satteldach. Der reich verzierte Treppengiebel bildet den nördlichen Abschluss des annähernd dreieckigen Marktplatzes Abensberg, der als Ensemble Stadtplatz ebenfalls unter Denkmalschutz steht. Die Ostseite des Gebäudes erstreckt sich entlang der Lusteckstraße. Diese ist nach Johann Baptist Lusteck benannt, in dessen Zeit die neugotische Umgestaltung des Gebäudes fiel. Herausstechendstes Merkmal des Hauses ist ein zweigeschossiger, mit Zinnen bekränzter Eckerker.
An der Giebelwand befindet sich eine von Gallus Weber im Zuge des Umbaus 1853 geschaffene und angebrachte steinerne Marienstatue mit Baldachin.
Geschichte
Im Kern stammt das heutige Silberkramerhaus aus dem 16./17. Jahrhundert.
Im Jahre 1750 wurde hier der spätere Komponist und Prämonstratenser-Abt Gilbert Michl geboren. Auf einer Gedenktafel an der Fassade ist als Geburtsdatum der 26. September angegeben, der sich auch verschiedentlich in der Literatur findet. Hans-Josef Bösl konnte jedoch anhand der Abensberger Taufmatrikel nachweisen, dass Michl bereits am 27. Mai getauft wurde. Vermutlich ist die Verwechslung auf nachlässiges Lesen des Taufbucheintrags zurückzuführen.Hans-Josef Bösl: Gilbert Michl (1750-1828), der letzte Abt von Steingaden - Ein Leben zwischen Aufklärung und Säkularisation in: Sankt Barbara Abensberg - Wie es war und ist, Abensberg 2005, S. 39–68
Der örtliche Steinmetz Gallus Weber gestaltete im Jahr 1853/1854Abensberg entdecken auf der Webpräsenz der Stadt Abensberg, abgerufen am 20. Oktober 2024 das Gebäude im neugotischen Stil grundlegend um.
Im 20. Jahrhundert befand sich im Silberkramerhaus jahrzehntelang ein Textilwarengeschäft – zunächst nur im Erdgeschoss, später auch im ersten Stock.Ulrike Holzapfel: Abensberg in den 30er bis 50er Jahren, MZ Buchverlag, Regenstauf 2021, ISBN 978-3-95587-408-7, S. 28Ulrike Holzapfel: Abensberg in den 60er und 70er Jahren, MZ Buchverlag, Regenstauf 2020, ISBN 978-3-86646-393-6, S. 41
1950 wurde das Gebäude modernisiert.
Bis 2014 war im Erdgeschoss eine Filiale der HypoVereinsbank untergebracht."Partner und Botschafter": Räume der Industrie- und Handelskammer in Abensberg gesegnet auf www.donaukurier.de, 19. April 2016, abgerufen am 6. Oktober 2024 Seit April 2016 beherbergen die Räumlichkeiten eine Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer.
Weblinks
Einzelnachweise
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