Anna Helene Bolte (* 10. November 1852 in Lonkorsz, Kreis Löbau, Westpreußen; † 19. Mai 1912) war eine deutsche Kinderschriftstellerin.
Leben und Wirken Der Vater R. J. G. Dahrenstaedt stammte aus Balz in der Neumark und war später Oberförster in Lonkorsz.Forst- und Jagdkalender für Preußen auf das Jahr 1866, S. 22; Oberförsterei Lonkorsz Forstliche Blätter. Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen, 1861, S. 51; R. J. G. Dahrenstaedt aus Balz hatte Ostern 1842 seinen Abschluss an der höhern Forstlichen Lehranstalt Neustadt-Eberswalde gemacht, und war dann nach Lonkorsz gezogen Anna heiratete 1872 den Leutnant Eugen Bolte (1849–nach 1906).Militair-Wochenblatt, 1870, Nr. 4, S. 24; zur Verlobung, mit korrektem Mädchennamen Dahrenstaedt; Militair-Wochenblatt, 1872, Nr. 104, vom 7. Dezember 1872, S. 944, über die Eheschließung (Verbindungen, mit verschriebenem Namen Dehrenstaedt) Danach lebte sie mit ihm in Metz im Elsass, wo sie 1875 ihre Tochter Elisabeth gebar.Peter Reinecke, Die Ausbildungsstätten der sozialen Arbeit in Deutschland 1899–1945, 2012, S. 314; mit Kurzbiographie der Tochter Elisabeth Bolte, die als eine der ersten Frauen an der Universität Königsberg einen Abschluss bekam (Studium der Mathematik, Physik) Später wohnte die Familie in Unna im Ruhrgebiet. 1889 wurde ihr Mann als Postdirektor nach Nakel an der Netze in der Provinz Posen versetzt, wo sie seitdem lebten.Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Bromberg, Nr. 41, vom 11. Oktober 1889, S. 420; über die Versetzung von Unna nach Nakel; der Wohnort wurde auch in den Literaturleexika und Adressbüchern (Bahnhofstraße 272) angegeben Ihre letzten Jahre verbrachte Anna Bolte in Bromberg, wo sie wahrscheinlich auch starb.Kürschners Deutscher Literatur-Kalender, 1912, S. 165, gab Bromberg als Wohnort an, wahrscheinlich nach dem Tod des Ehemannes
Veröffentlichungen
Anna Helene Bolte veröffentlichte Erzählungen und weitere Texte, vor allem für Kinder. Ihr Pseudonym war anfangs Ada Rhenstaedt.
Gedichte für Kinder, 1885 Neue Märchen, 1886 Anny's Sorgen. Eine Erzählung für die Jugend, Gustav Kühn, Neu-Ruppin, 1900 Des Kaisers Bild, Lustspiel, 1900 Der Freibeuter, 1901, Bearbeitung Margarete. Eine Erzählung aus Westpreußen, Hillger, Berlin, 1902 Kleine Geschichten, 1902 Wiedergefunden, Erzählung, Gustav Kühn, Neu-Ruppin, 1904Wiedergefunden Booklooker Der rote Freibeuter. Nach Cooper für die Jugend bearbeitet, Kühn, Neu-Ruppin , schon 1901 Das verlorene Erbe, 1907
Literatur Deutsches Literatur-Lexikon. Band 1. 1968. S. 752 Kürschners Deutscher Literatur-Kalender, 1912, S. 165, mit Schriften
Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten. Band 1. Leipzig 1913. S. 290, mit kurzen Angaben Elisabeth Friedrichs: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. 1980, mit kurzen Angaben
Weblinks Werke von Anna Helene Bolte WorldCat
Einzelnachweise
Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Person (Provinz Posen) Kategorie:Geboren 1852 Kategorie:Gestorben 1912 Kategorie:Frau