Caroline Wilhelmine von Leesen (* 26. Februar 1847 in Orth auf Fehmarn; † 3. November 1906 in Leipzig) war eine deutsche Schriftstellerin.

Leben Der Vater Wilhelm von Leesen (1796–1847) war Besitzer des Guts Katharinenhof auf Fehmarn, er starb 20 Tage vor ihrer Geburt.Fehmarn Families (1899) Genealogy.com, mit Angaben zu einigen Familienmitgliedern, dort der korrekte Geburtsname Caroline Wilhelmine von Leesen, die Ehe der Eltern wurde 1825 geschlossen. Die Mutter war Anna Katharina, geborene von Haltermann. Ihre Schwester Emilie Antoinette (1833–1910) heiratete Theodor Gaedertz; ihre Brüder Georg Heinrich Wilhelm (1836–1901) und Nicolaus Ferdinand (1838–1879) wurden 1861 gemeinsam mit ihrem kinderlosen Onkel August Ferdinand von Leesen in den Freiherrnstand erhoben und erbten den Landbesitz in der Provinz Posen, den dieser nach dem Verlust von Katharinenhof in Folge der Schleswig-Holsteinischen Erhebung erworben hatte. Der Verlust des elterlichen Gutes auf Fehmarn hinterließ bei ihr starke anti-dänische Gefühle.

Wilhelmine wuchs in Lübeck auf und wohnte dann mit ihrer Mutter und der Schwester auf den Gütern des Onkels in Retschke (jetzt Drzeczkowo) bei Polnisch Lissa in der Provinz Posen.Die Familie von Leesen besaß nur diese Güter im Osten des Deutschen Reiches, aber keine in Schlesien, wie bei Pataky und Brümmer fälschlicherweise angegeben Nach dem Tod der Mutter unternahm sie Reisen, unter anderem nach Italien.

Zwischen 1889 und 1895 veröffentlichte Wilhelmine von Leesen einige Romane und Erzählungen. 1895 ließ sie sich in Neiße in Schlesien nieder und 1901 in Leipzig, wo sie 1906 starb.

Publikationen Sie veröffentlichte Romane und Erzählungen unter dem Pseudonym Carl Postumus, auch in Zeitschriften.

Unter dem Danebrog. Schleswig-Holsteinischer Roman, Janke, Berlin 1889 Aus schwarzem Blut, Janke, Berlin 1890 Braunedel, Janke, Berlin 1892 (1891), Roman In deutscher Hand, Janke, Berlin 1893, Ostmarkenroman Die Kraft einer Frau, R. Taendler, Berlin [ohne Jahr] (Fortsetzungsroman in einer Zeitschrift?) Kirchliche Ostergebräuche. Handbuch für Romreisende, Trewendt, Breslau 1895

Literatur Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten. Band 4. Leipzig 1913. S. 210, mit ausführlicher Biographie nach ihren Angaben Elisabeth Friedrichs: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. 1980. S. 180 Sophie Pataky: Lexikon deutscher Schriftstellerinnen der Feder. 1898. Band 1. S. 487; Band 2. S. 150

Einzelnachweise

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