Georg Weste (geboren 22. April 1798 in Döhren vor Hannover;o. V.: Weste, Georg in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek (ohne Datum), zuletzt abgerufen am 30. September 2024 gestorben 27. AugustWilhelm Rothert: Allgemeine Hannoversche Biographie, Band 2: Im Alten Königreich Hannover 1814–1866, Sponholtz, Hannover 1914, S. 592 1888o. V.: Generallieutenant Weste †, in: Militär-Literatur-Zeitung, Literarisches Beiblatt zum Militär-Wochenblatt, 69. Jahrgang (1888), Sp. 1939–1942; Google-BooksAbweichend nennt Wilhelm Rothert (s.d.) wohl versehentlich das Todesjahr 1883) war ein deutscher Militär und der einzige Offizier der Königlich Hannoverschen Armee, der mit der nur selten verliehenen Guelphen-Ordens-Medaille ausgezeichnet wurde.

Leben Georg Weste wurde zur Zeit der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover im Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg geboren. In der sogenannten „Franzosenzeit“ trat er 1813 als Freiwilliger in die Hannoversche Armee einAdreßbuch. Stadt- und Geschäfts-Handbuch der Königlichen Residenzstadt Hannover und der Stadt Linden, Abtheilung 1, Teil 3: Alphabetisches Verzeichniß der Behörden und Anstalten, der Einwohner und Handels-Firmen, Hannover: Klindworth's Verlag, 1888, S. 781; Digitalisat der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek über den DFG-Viewer der Deutschen Forschungsgemeinschaft und kämpfte 1815 gegen die Truppen von Napoleon Bonaparte. Dabei zeichnete er sich in der Schlacht bei Waterloo insbesondere am Gasthaus von Belle-Alliance am 18. Juni 1815 durch besondere Tapferkeit aus, wofür ihn der britische Prinzregent und spätere König George IV. von Großbritannien und Irland mit der Verleihung der Guelphen-Ordens-Medaille ehrte.Kurt-Gerhard Klietmann (Text), Walter P. Huber (Übers.): The Guelphic Medal for Military Merits. "Guelphen Medaille fuer Militaer Verdienst", in: Journal of the Orders and Medals Society of America, 16 (1965), S. 8–9. Auszugs-Digitalisat

Zur Zeit des Königreichs Hannover wurde Weste Vater des späteren Reitlehrers und Dompteurs der „sieben Wunderelephanten“ Leo WesteSignor Saltarino: Fahrendes Volk, in: Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens. Mit Originalbeiträgen der hervorragendsten Schriftsteller und Gelehrten sowie zahlreichen Illustrationen, Jahrgang 1890, Band 7, S. 201ff.; hier: S. 208; Google-Books sowie des später preußischen Generalmajors Weste.o. V.: Heer und Flotte, in: Hannoverscher Courier vom 2. Januar 1902, Abend-Ausgabe, S. 3; Digitalisat

Im Deutsch-Dänischen Krieg führte Weste 1848 „seine reitende Batterie nach Schleswig-Holstein“, wo er insbesondere am 28. Mai und 5. Juni des Jahres gegen dänische Truppen kämpfte.

1852 war Weste als Vertreter der hannoverschen Artillerie einer derjenigen Offiziere, die König Georg V. von Hannover nach London entsandte zum Leichenbegängnis und letzten Ehrung des „Eisernen Herzogs“ von Wellington.

Ab 1853 wirkte Weste als Kommandant in der Residenzstadt Hannover an der dortigen Militärakademie, bevor ihn König Georg V. im Jahr 1864 zum Stadtkommandanten der Haupt- und Residenzstadt ernannte. Nachdem Weste 1865 in den Rang eines Generalleutnants erhoben worden war – er hatte bereits mehr als ein halbes Jahrhundert in der Hannoverschen Armee gedient – war er nach der Schlacht bei Langensalza, an der er als hannoverscher Stadtkommandant nicht teilgenommen hatte, einer derjenigen Offiziere der Hannoverschen Armee, die die Kapitulations-Urkunde gegenüber dem Königreich Preußen unterzeichneten.

Bis zu seinem letzten Lebensjahr 1888 hatte sich der Generallieutenant a. D. Georg Weste – er war in Hannover zuletzt im Haus Escherstraße 11 gemeldet – das Recht auf die Anrede Exzellenz erworben. Bis dahin war er zudem ausgezeichnet worden als Kommandeur Zweiter Klasse des Hannoverschen Guelphen-Ordens, mit der Hannoverschen Guelphen-Ordens-Medaille und der Hannoverschen Waterloo-Medaille, mit dem Hannoverschen Ernst-August-Kreuz für 50-jährige Militärdienstzeit mit der Kriegsdenkmünze für die 1813 in die Hannoversche Armee freiwillig eingetretenen Krieger, mit der Badenschen Medaille Zweiter Klasse sowie mit dem Sächsischen Albrechts-Orden Zweiter Klasse.

Weste starb im Alter von 90 Jahren in Hannover.

Literatur o. V.: Generallieutenant Weste †, in: Militär-Literatur-Zeitung, Literarisches Beiblatt zum Militär-Wochenblatt, 69. Jahrgang (1888), Sp. 1939–1942; Google-Books

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Generalleutnant (Hannover) Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Hannover) Kategorie:Kommandeur II. Klasse des Guelphen-Ordens Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens Kategorie:Träger des Ernst-August-Kreuzes Kategorie:Person in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Mitte (Hannover) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1798 Kategorie:Gestorben 1888 Kategorie:Mann