Das Europäische Fremdsprachenzentrum (EFSZ) des Europarates wurde 1994 als Erweitertes Teilabkommen des Europarates gegründet und in Graz angesiedelt. In seinen beiden Arbeitssprachen Englisch und Französisch trägt es die Bezeichnungen European Centre for Modern Languages (ECML) bzw. Centre européen pour les langues vivantes (CELV) genannt.

Aufgaben und Arbeitsweise Ziel des EFSZ ist es, exzellenten und innovativen Sprachenunterricht zu fördern und die 36 Mitgliedsstaaten darin zu unterstützen, wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Sprachenbildung umzusetzen. Das Programm des EFSZ wird von seinen Mitgliedsstaaten bestimmt und orientiert sich an nationalen Anliegen. Projektorientierte Arbeit sowie Weiterbildungs- und Beratungstätigkeit bilden die zwei Hauptbereiche des EFSZ-Programms. In beiden Bereichen erarbeiten Expertenteams aus Europa und der ganzen Welt auf der Basis vierjähriger Arbeitsprogramme Materialien für die Praxis, Trainingsmodule oder auch Handreichungen für Entscheidungsträger, Lehrerbildner, Lehrende und andere Interessensgruppen, wie zum Beispiel Eltern.

Das derzeitige Arbeitsprogramm (2024–2027) hat Language education at the heart of democracy / L’éducation aux langues au cœur de la démocratie zum Thema.

Seit 2001 wird auf Initiative des Europarats in Straßburg jedes Jahr am 26. September – gemeinsam mit der Europäischen Kommission – der Europäische Tag der Sprachen gefeiert. Das EFSZ stellt dafür einen Veranstaltungskalender und kostenlose Materialien in mehr als 40 Sprachen, auch in Minderheitensprachen wie Baskisch, Friesisch, Katalanisch und Scots, zur Verfügung.

Verankerung im Gastgeberland Österreich Zur Unterstützung des EFSZ gründete das Gastgeberland Österreich den Verein Europäisches Fremdsprachenzentrum in Österreich, der an der Schnittstelle zwischen dem Europarat und den österreichischen Körperschaften (Bundesregierung, vertreten durch das Bildungsministerium, Land Steiermark und Stadt Graz) tätig ist. Dies soll die Entwicklung umfassender Netzwerke und Synergien mit Partnern auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene ermöglichen. Nationale Kontaktstelle des EFSZ in Österreich ist das Österreichische Sprachen-Kompetenz-Zentrum (ÖSZ). Es soll unter anderem die Verbreitung und Verankerung in der schulischen und wissenschaftlichen Praxis sicherzustellen.

Mitgliedsstaaten Mitgliedsstaaten mit Stand 2026 sind:

Albanien Andorra Armenien Belgien Bosnien und Herzegowina Bulgarien Kroatien Dänemark Deutschland Estland Finnland Frankreich Griechenland Irland Island Lettland Liechtenstein Litauen Luxemburg Malta Montenegro Niederlande Nordmazedonien Norwegen Österreich Polen Rumänien Schweden Schweiz Serbien Slowakische Republik Slowenien Spanien Tschechien Ungarn Zypern

Sonderabkommen mit Kanada Das EFSZ hat außerdem ein Sonderabkommen mit Kanada, wonach das Official Languages and Bilingualism Institute (OLBI) an der Universität Ottawa als nationale Kontaktstelle fungiert.

Weblinks European Centre for Modern Languages of the Council of Europe (englischsprachige Website) European Centre for Modern Languages of the Council of Europe (französischsprachige Website) Europäisches Fremdsprachenzentrum in Österreich

Einzelnachweise

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