mini|hochkant|(1935)
(* 16. Januar 1870 in , Grafschaft , England; † 20. August 1958 in , Region , Neuseeland) war eine neuseeländische Lyrikerin, Schriftstellerin und Reformerin des neuseeländischen Strafvollzugs.
Frühes Leben wurde am 16. Januar 1870 als das jüngste von sechs Kindern der Eheleute und , eines Schreibers, in , Grafschaft , geboren. Als ihr Vater starb, war sie zehn Jahre alt. Über ihre Kindheit und Schulbildung ist nichts bekannt.
war eine der ersten Frauen, die am Londoner studieren konnten, nachdem es im Jahr 1886 für Frauen geöffnet worden war. Sie studierte Klassische Philologie und beendete 1891 ihr Studium mit einem mit Auszeichnung in Griechisch. In London schloss sie sich der Suffragetten-Bewegung an und engagierte sich sozial in den Slums von und im Osten der Stadt. Zwischen den Jahren 1893 und 1898 nutzte sie einen Großteil ihrer freien Zeit für das Schreiben von Gedichten, die sie in ihrem ersten Buch 1898 unter dem Titel veröffentlichte. In den 1890er Jahren fand sie Zeit, nach Deutschland, Norwegen, Schweden und in die Schweiz zu reisen.
Nach ihrer Rückkehr nach England pflegte sie ihre Mutter, die psychisch krank war, und konnte wohl mit Unterstützung in der Pflege gleichzeitig eine Stelle als Lehrerin für Griechisch bei , der damaligen Herzogin von , und einigen ihrer Freunde annehmen. Der Kontakt zur Aristokratie verdeutlichte ihr die große Kluft zwischen Arm und Reich, was sie dazu bewegte, sich für soziale Reformen einzusetzen.
Wirken in Neuseeland Im Jahr 1900 reiste sie nach Neuseeland und zu den pazifischen Inseln, danach nach Südafrika und Simbabwe, um die Victoriafälle zu besuchen. Anschließend kehrte sie nach Neuseeland zurück und kam in dem kleinen Dorf bei Bekannten unter, wo sie im Haushalt half, um dort bleiben zu können.
1902 zog sie nach , einer kleinen Gemeinde im Osten der auf der . Dort entwickelte sie ihren eigenen Gedichtstil und konnte noch im selben Jahr mit und zwei Gedichte im Londoner veröffentlichen. 1903 folgte der Gedichtband . In ihrem bedeutendsten Gedichtband , der 1908 erschien, näherte sie sich stilistisch der modernen Lyrik an und erprobte eine offene Form mit freien Rhythmen. Auch durch die Verwendung von Metaphern aus dem Alltagsleben und die kontrastierende Kombination des Malerisch-Schönen mit dem Schmutzigen brach sie mit herkömmlichen lyrischen Konventionen. 1912 erschien ein Band mit Prosaskizzen, , in dem sie einfache Menschen in häuslicher Umgebung beschrieb und in ihrer Umgangssprache sprechen ließ. Darüber hinaus veröffentlichte auch Reisebeschreibungen.
Nach einer Krankheit um das Jahr 1910 bezog ein Cottage in der Nähe von , ostsüdöstlich von , wo sie bis 1930 lebte. Während dieser Zeit unternahm sie ausgedehnte Wander- und Bergsteigertouren. Das Werk , das 1916 veröffentlicht wurde, zeugt davon. Auch einheimische Pflanzen weckten ihr Interesse, und so sammelte sie bisher nicht erfasste Pflanzen von der Westseite des .
1915 reiste nach Kalifornien, um dort in einem Ashram über die indische Vedanta-Lehre ihre Erleuchtung zu finden. Sie ließ sich für die Glaubenslehre bekehren. 1916 kehrte sie nach Neuseeland zurück, unternahm aber bis 1922 noch eine weitere Reise nach Indien und zwei Reisen nach England. Etwa ab 1920 wuchs in ihr das Bedürfnis, für eine humanere Behandlung von Gefangenen und Außenseitern der Gesellschaft zu sorgen, und sie glaubte, aufgrund ihrer philosophischen Einstellung dafür bestimmt zu sein. Sie sah in dem sozialen Engagement auch eine Kunst und tröstete sich damit darüber hinweg, dass ihr literarisches Talent verflogen war. Im März 1921 bekam dann das verbriefte Recht, als offizielle Besucherin der Gefängnisse in Wellington tätig zu werden. Am 7. April 1921 wurde dies auch über die bekannt gemacht.
Ein Artikel im Londoner über die inspirierte sie 1924 zur Gründung eines neuseeländischen Zweigs der Organisation. Sie war der Ansicht, dass das Strafrechtssystem in Neuseeland reformiert werden müsse und die Selbstachtung der Gefangenen gefördert sowie die Ausbildung von Beamten, die Klassifizierung von Gefangenen und der umfassende Einsatz von Bewährungsmaßnahmen zu ändern seien.
1930 zog sie nach und öffnete ihr Haus für ehemalige Häftlinge und andere Menschen, die am Rande der Gesellschaft häufig Unterkunft und finanzielle Unterstützung benötigen. Sie untersuchte die Haftbedingungen und Gefangenen zunächst in , wo sie psychologische Tests für weibliche Gefangene einführte. Später wurde sie auch offizielle Besucherin des Gefängnisses in . Ihr Engagement für eine Gefängnisreform brachte sie häufig in Konflikt mit den Behörden, die für die Gefängnisse zuständig waren. Als 1925 der Generalinspektor für Gefängnisse sich darüber beschwert hatte, dass sie ihre Besuchsberichte vom an die Presse gegeben hatte, musste sie ihre Position aufgeben, protestierte aber weiterhin gegen den Umgang mit Alkoholikern und psychisch Kranken im Gefängnis.
In den 1930er Jahren untersuchte sie die Bedingungen von männlichen und weiblichen Gefangenen und schrieb darüber in ihrem Buch (1936). Das Werk war in der Öffentlichkeit sehr umstritten und wurde insbesondere von den Gefängnisbehörden kritisiert. Des Weiteren setzte sich für die Abschaffung der Todesstrafe ein, wurde Mitglied im Gemeinderat von und eine Unterstützerin des in Neuseeland.
starb am 20. August 1958 in .
Auszeichnungen 1935 – Für ihr Engagement im sozialen Bereich wurde im Jahr 1935 mit der ausgezeichnet.
Werke Literarische Werke 1898 – 1903 – 1908 – 1908 – 1916 – 1923 –
Reise- und Wanderbücher 1909 – 1910 – 1912 – 1913 – 1913 – 1914 – 1916 – 1919 – 1922 – 1925 – 1926 – 1927 – 1929 –
Gefangenenbericht 1936 –
Literatur
Weblinks
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