Die 28. Kavallerie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.
Geschichte Die 28. Kavallerie-Brigade hatte ihren Ursprung in der Badischen Armee und wurde 1830 als großherzoglich badische Kavallerie-Brigade aufgestellt und am 22. Oktober 1852 zum Kommando der Reiterei. Zum 1. Juli 1871 erhielt sie die Bezeichnung 28. Kavallerie-Brigade und wurde am 17. Mai 1918 in Kavallerie-Schützen-Kommando 28 umbenannt. Von 1871 bis vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges war sie Teil der 28. Division, die dem XIV. Armee-Korps mit Sitz in Karlsruhe zugeordnet war. Mit Kriegsbeginn gehörte sie zur 6. Kavallerie-Division, die Teil des Höheren Kavallerie-Kommandos 3, geführt von General Gustav von Hollen, war.The Prussian Machine: Höhere Kavallerie-KommandeureDigitalisatLandesarchiv Baden-Württemberg, Findbuch 456 F 74, 28. Kavallerie-Brigade Digitalisat
Während des Ersten Weltkrieges unterstand sie Zeitraum Übergeordnete Einheit 1. August 1914 bis 14. Oktober 1916 6. Kavallerie-Division15. Oktober 1916 bis 19. November 1916 verstärkte 45. Kavallerie-Brigade20. November 1916 bis 2. Februar 1917 Kavallerie-Division A3. Februar 1917 bis 10. Februar 1917 4. Kavallerie-Division11. Februar 1917 bis 7. April 1917 2. bayerische Landwehr-Division8. April 1917 bis 8. April 19184. Kavallerie-Division9. April 1918 bis 18. April 1918 301. Infanterie-Division 19. April 1918 bis 20. Mai 1918 4. Kavallerie-Division21. Mai 1918 bis 11. November 19187. Kavallerie-Division (ab Juni 7. Kavallerie-Schützen-Division)
Gliederung 1871 bis 1890
1. Badisches Leib-Dragoner-Regiment Nr. 20 3. Badisches Dragoner-Regiment „Prinz Karl“ Nr. 22
1890 bis 1914
1. Badisches Leib-Dragoner-Regiment Nr. 20 2. Badisches Dragoner-Regiment Nr. 21
Kriegsgliederung 1914 bis 1918
Ulanen-Regiment Nr. 11 Schleswig-Holsteinisches Ulanen-Regiment Nr. 15 Reserve-Ulanen-Regiment Nr. 4
Deutscher Krieg 1866
Wie schon in der Völkerschlacht bei Leipzig kämpften Einheiten der Badischen Armee auch im Deutschen Krieg gegen Preußen und kam im Verband des VIII. Bundes-Armee-Korps bei der Bundesexekution in den Gefechten bei Hundheim und Gerchsheim zum Einsatz.
Deutsch-Französischer Krieg 1870/1871
Während des Krieges gegen Frankreich war die Brigade am 4. August 1870 zunächst an der Einnahme von Hagenau beteiligt und wirkte anschließend vom 10. August bis 27. September an der Belagerung von Straßburg mit. Im Dezember folgte das Gefecht bei Nuits.
Erster Weltkrieg
Bis zum 3. November 1914 war die Brigade auf dem westlichen Kriegsschauplatz und anschließend bis März 1918 auf dem östlichen Kriegsschauplatz eingesetzt. Ab April 1918 wurde sie wieder im Westen verwendet.
Brigadekommandeure Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 205f.Großherzoglich badische Kavallerie-BrigadeMaximilian von Baden 1830Wilhelm Gayling von Altheim1843Kommando der großherzoglich badischen ReitereiAugust von Roggenbach1852Theodor Hilpert1855Ludwig Schuler1856Carl Freiherr von Freystedt 1860Edmund Reinhard Friedrich Wilhelm Christoph Hektor von Degenfeld1866Udo von La Roche-Starkenfels186928. Kavallerie-BrigadeKarl von Willisen1. Juli 1871 bis 6. Dezember 1875Hermann Albert zu Lynar7. Dezember 1875 bis 23. Januar 1882Carl von Hänisch24. Januar 1882 bis 7. März 1883Friedrich Baltzer von Strantz 8. März 1883 bis 13. Februar 1885Ernst von der Planitz14. Februar 1885 bis 13. Juni 1888Albert Freiherr von Schleinitz14. Juni 1888 bis 15. Februar 1892Kurt Nickisch von Rosenegk16. Februar 1892 bis 16. Juni 1893Rudolf von Rabe17. Juni 1893 bis 17. August 1897Carl Ludwig Friedrich Graf von Klinckowström 18. August 1897 bis 21. Mai 1900Konrad von Hausmann22. Mai 1900 bis 7. April 1903Heinrich Hans von Keller8. April 1903 bis 9. Juli 1907Maximilian von Baden10. Juli 1907 bis 15. Juni 1911Gustav von Arnim 16. Juni 1911 bis 26. Januar 1913Udo von Selchow27. Januar 1913 bis 18. September 1916Heribert Graf von Spee19. September 1916 bis 26. Februar 1918Karl Graf von Kageneck27. Februar 1918 bis Oktober 1918Konrad Freiherr von StotzingenOktober 1918 bis KriegsendeMax von Holzing-Berstett7. Februar 1919 Demobilisierung
Literatur Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 275. Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 778
Weblinks
Einzelnachweise
28. Kavallerie-Brigade