mini|Gymnasium in der Glemsaue mini|Haus der Architekten in Stuttgart mini|MLP-SE-Zentrale in Wiesloch mini|Plenarsaalgebäude des Thüringer Landtags in Erfurt miniatur|Plenarsaal von innen Michael Weindel (* 17. Februar 1942Traueranzeigen in: Badische Neueste Nachrichten vom 3. Mai 2025 in Kalisch; † 23. April 2025) war ein deutscher Architekt mit Büro in Waldbronn, Landkreis Karlsruhe.

Leben Michael Weindel studierte von 1962 bis 1969 Bauingenieurwesen und Architektur an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Anschließend war er von 1969 bis 1971 bei Schmitt + Kasimir in Karlsruhe sowie 1971 im Nachfolgebüro von Egon Eiermann tätig. 1972 gründete er das Architekturbüro Michael Weindel. Von 1976 bis 1979 hatte er einen Lehrauftrag für Entwerfen an der Universität Stuttgart, 1978/1979 lehrte er als Professor an der Fachhochschule Rosenheim.Deutsche Bauzeitung, 133. Jahrgang 1999, S. 126.

Werk Weindel erlangte zahlreiche größere Bauaufträge durch Erfolge bei Architekturwettbewerben. Schwerpunkte waren Lehreinrichtungen, Verwaltungs- und Institutsgebäude sowie Kliniken. 1995 gewann er den Wettbewerb für das Plenarsaalgebäude des Thüringer Landtags in Erfurt, sein bekanntestes Werk. Charakteristisch hierbei ist die quadratische, natürlich belichtete Raumgeometrie mit einer kreisrunden Anordnung der Sitzplätze in vier Reihen. Ca. drei Viertel des Kreises werden dabei durch die Abgeordnetenplätze eingenommen, ca. ein Viertel durch die Plätze der Regierungsvertreter. Das Schema dient auch als Grundlage für das Logo des Thüringer Landtags.Logo des Thüringer Landtags

Büro Das Architekturbüro Weindel Architekten Partnerschaftsgesellschaft mbB beschäftigt ca. 25 Mitarbeiter, darunter 20 Diplom-Ingenieure der Fachrichtung Architektur. Es arbeitet in einem in Waldbronn bei Karlsruhe gelegenen eigenen Bürohaus mit rd. 1000 m² Fläche auf drei Etagen und wird seit Weindels Austritt 2019 von seinen Söhnen Michael Weindel jun. und Alexander Weindel weitergeführt.

Bauten und Entwürfe (Auswahl) 1973–1978: Gymnasium und Realschule in der Glemsaue in Ditzingen 1988–1990: Rathaus in Mühlacker 1989–1993: Haus der Architekten in Stuttgart 1991–1993: Arbeitsamt in Mainz 1991–1995: Arbeitsamt in Karlsruhe 1992–1999: Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt in KarlsruheArchitektenkammer Baden-Württemberg 2005 1993–1996: Klinikzentrum Falkenburg in Bad Herrenalb 1993–1996: Volksbank in Bad Vilbel 1996–2002: Museum und Galerie im Aschingerhaus in OberderdingenArchitektenkammer Baden-Württemberg 2006 1995–1999: Thermenhotel Falkenburg in Bad Herrenalb 1998–2001: Volksbank in Biberach an der RißAK BW 2002 1998–2002: Rathaus in Glatten bei Freudenstadt 1999–2001: Audimax und Osteuropazentrum der Universität Karlsruhe 1999–2004: Gebäude der MLP SE in WieslochHugo-Häring-Auszeichnung des BDA BW 2005 1999–2002: Astron-Hotel in Heidelberg 2001–2004: Funktionsgebäude des Thüringer Landtags in Erfurt 2000–2002: Schulzentrum in Leogang (Österreich) 2005–2007: Gregor-Mendel-Realschule in HeidelbergAK BW 2010Hugo-Häring-Auszeichnung des BDA BW 2008 2009–2011: Sporthalle Bohl in SigmaringendorfAK BW 2012 2017–2018: Sanierung und Erweiterung der Mediathek in OberderdingenAK BW 2019

Auszeichnungen 6 Auszeichnungen der Architektenkammer Baden-Württemberg für „Beispielhaftes Bauen“ (2002, 2005, 2006, 2010, 2012 und 2019). 2 Hugo-Häring-Auszeichnungen des Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (2005 und 2008)

Weblinks

Website Weindel Architekten

Einzelnachweise

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