Regina Spektor (; deutsch Regina Iljinitschna Spektor; * 18. Februar 1980 in Moskau) ist eine aus Russland stammende US-amerikanische Sängerin, Pianistin und Songwriterin, die zur Alternative- und Pop-Szene gezählt wird.
Leben und Karriere Als Regina Spektor neun Jahre alt war, wanderten ihre jüdischen Eltern, eine Musiklehrerin und ein Fotograf, mit ihr aufgrund des Antisemitismus in der SowjetunionMelissa Block: Stories in Song: Regina Spektor’s ‘Begin to Hope’. NPR's All Things Considered, 9. Juni 2006. über Österreich und Italien in die USA aus. Sie wuchs in der New Yorker Bronx auf, und nach einer Ausbildung in klassischer Musik nahm sie 2001 ihr erstes, selbst produziertes Album 11:11 mit eigenen Liedern auf. Ihr drittes Album Soviet Kitsch produzierte sie zunächst selbst und dann im Jahre 2002 zusammen mit dem Produzenten der Band The Strokes, bei deren Nordamerika-Tour Spektor im selben Jahr als Vorkünstlerin auftrat. Dabei entstand in Kooperation das Lied Modern Girls & Old Fashion Men, der auf der Single Reptilia der Strokes zu hören ist. Eine Europatournee mit Kings of Leon folgte. Nur die beiden letzten Alben Spektors wurden auch in Europa vertrieben, bis 2005 war Spektors kommerzieller Erfolg auf die USA, insbesondere deren Ostküste beschränkt.
2007 konnte Spektor einen weiteren Erfolg in Europa erzielen – die Single Fidelity stieg in den britischen Singlecharts auf Rang 45 ein. Die TOP 50 der USA verfehlte die Single mit Platz 51 der Billboard-Charts nur knapp. Im selben Jahr trug sie mit dem Lied Real Love, einem Cover von John Lennon, zu dem Album Make Some Noise – The Amnesty International Campaign to Save Darfur bei. 2008 sang sie im Duett mit Ben Folds auf dessen Album Way to Normal den Titel You Don’t Know Me.
2008 beteiligte sich Spektor mit dem Song The Call auf dem Soundtrack des Films Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia. Für die Fernsehserie Orange Is the New Black nahm sie 2013 den Titelsong You’ve Got Time auf, der in der Kategorie Bester Song für einen Grammy nominiert wurde. Auf dem Soundtrack der Komödie (500) Days of Summer ist sie mit zwei Liedern vertreten.
Peter Gabriel coverte auf dem 2010 erschienenen Studioalbum mit dem Namen Scratch My Back das Lied Après Moi von Regina Spektor in einer orchestralen Fassung. Diese coverte daraufhin auf dem im Jahr 2013 erschienenen Kompilations-Album des Folgeprojektes And I’ll Scratch Yours das Lied Blood of Eden von Peter Gabriel.
Im Sommer 2010 – einen Tag vor Spektors Konzert beim Montreux Jazz Festival – ertrank ihr Cellist und Bandleader Daniel Cho im Genfersee.Cellist ertrinkt im Genfersee. laut.de; abgerufen am 1. Dezember 2010
Spektor hat im März 2014 einen Sohn geboren.Facebook-Seite Regina Spektor, die Nachricht veröffentlicht am 1. April 2014 Der Vater ihres Kindes ist der Autor, Komiker, Musiker, Schauspieler und Produzent Jack Dishel (ehemals bei der Band The Moldy Peaches). Er wurde auch in der Sowjetunion geboren. Die beiden sind seit 2011 verheiratet, leben in New York und arbeiten gelegentlich zusammen.
Am 30. September 2016 erschien Spektors siebtes Studioalbum Remember Us to Life, vier Jahre nach dem Vorgänger What We Saw from the Cheap Seats.
Im Februar 2022 kündigte Spektor ihr neuestes Album an, das Home, Before and After heißt und am 24. Juni 2022 erschienen ist. Das Album wurde von John Congleton produziert. Es wurde im Dreamland Recording Studio in Ulster County aufgenommen.
Stil Spektors Stil wird von der führenden Popmusik-Webzine Popmatters als „typische New Yorker Anomalie“ beschrieben: Sie verbinde absurde Kombinationen von Bildern in Texten mit einer gefühlig-einfühlenden Stimme, die ihr einen Namen in der US-amerikanischen Indie-Szene gemacht habe.Michael Frauenhofer: Regina Spektor: Begin to Hope. Popmatters, 12. Juni 2006. Ihre einschmeichelnde Stimme und die Ungewöhnlichkeit ihrer Stücke werden vom Rolling Stone hervorgehoben.Jenny Eliscu: Rolling Stone, 12. Juni 2006.
Diskografie (Auswahl) Alben 2001: 11:11 2002: Songs 2003: Soviet Kitsch 2006: Begin to Hope 2009: Far 2012: What We Saw from the Cheap Seats 2016: Remember Us to Life 2022: Home, Before and After
Livealben 2010: Live in London (DVD/Bluray + 2CD), (Konzert in London am 4. Dezember 2009)
Kompilationen 2000: Public Domain 2006: Mary Ann Meets the Gravediggers and Other Short Stories by Regina Spektor 2007: Instant Karma: The Amnesty International Campaign to Save Darfur 2008: Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia Soundtrack 2009: (500) Days of Summer Soundtrack, Titel „Hero“ und „Us“ 2016: The Hamilton Mixtape – „Dear Theodosia“ (feat. Ben Folds)
EPs 2005: Live at Bull Moose EP 2007: Live in California 2006
Singles 2006: Carbon Monoxide 2006: Us (US: ) 2006: On the Radio 2006: Fidelity 2007: Hotel Song 2007: Samson (US: ) 2007: Better 2008: Raindrops 2009: Laughing With 2010: No Surprises 2010: The Call 2012: All the Rowboats 2012: Don’t Leave Me (Ne me quitte pas) 2012: How 2013: You’ve Got Time 2016: Bleeding Heart 2016: Remember Us to Life 2016: Small Bill$ 2016: Black and White 2016: Older and Taller 2016: While My Guitar Gently Weeps 2018: Birdsong 2019: Walking Away 2022: Becoming All Alone 2022: Home, Before and After 2022: Up the Mountain 2022: Loveology
Zusammenarbeiten 2004: Modern Girls & Old Fashion Men (B-Side auf der Single „Reptilia“ von The Strokes) 2007: Hell No (zusammen mit Sondre Lerche für den Dan – Mitten im Leben! Soundtrack) 2008: You Don’t Know Me (zusammen mit Ben Folds auf seinem Album Way to Normal) 2009: Left Hand Song (zusammen mit Joshua Bell auf dem Album At Home With Friends) 2011: Evil Twin Brother (zusammen mit Thomas Dolby auf dem Album A Map of the Floating City) 2010/2013: Scratch My Back / And I’ll Scratch Yours (Projekt von Peter Gabriel und von ihm anerkannten Künstlern) 2017: Revival (Interlude) (zusammen mit Marshall Mathers auf dem Album Revival)
Auszeichnungen für Musikverkäufe Silberne Schallplatte
2026: für das Lied Two Birds
Goldene Schallplatte
2007: für das Album Begin to Hope 2010: für das Album Far
2007: für das Album Begin to Hope 2015: für die Single Fidelity
2025: für das Lied Two Birds
Auszeichnungen Jahr Preis Kategorie Nominierte Arbeit Ergebnis 2006 Shortlist Music Prize Shortlist Music Prize Begin to Hope 2012 MTV Video Music Awards Best Art Direction All the Rowboats 2014 Grammy Award Best Song Written for Visual Media You’ve Got Time
Literatur Clifford Thompson, Miriam Helbok, Mari Rich: Current biography yearbook 2011. 72nd annual. H.W. Wilson, New York 2011, ISBN 978-0-8242-1121-9, (englisch).
Weblinks
Offizielle Website von Regina Spektor (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Singer-Songwriter Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:Russe Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1980 Kategorie:Frau