Żuławy () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Landgemeinde Górowo Iławeckie (Landsberg) im Powiat Bartoszycki (Kreis Bartenstein), bis 1945 zum Kreis Preußisch Eylau (Amt Herfken) in Ostpreußen.

Geographische Lage Żuławy liegt am Flüsschen Elm () im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 22 Kilometer südlich der heute auf russischem Staatsgebiet gelegenen ehemaligen Kreisstadt Preußisch Eylau bzw. 19 Kilometer südwestlich der jetzigen Kreismetropole Bartoszyce ().

Geschichte Der kleine Gutsort Schönwiese wurde im Jahre 1380 gegründet.Dietrich Lange. Schönwiese. In: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1874 kam das Dorf zum neu errichteten Amtsbezirk Nerfken (polnisch Nerwiki) im Kreis Preußisch Eylau, Regierungsbezirk Königsberg, Ostpreußen.Rolf Jehke: Amtsbezirk Nerfken 48 Einwohner zählte der Gutsbezirk Schönwiese im Jahre 1910.

Am 30. September 1928 gab Schönwiese seine Eigenständigkeit auf und schloss sich mit den Gutsbezirken Salwarschienen (polnisch Kanie Iławeckie) und Sieslack (Piaseczno) zur neuen Landgemeinde Sieslack zusammen.

Mit der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen 1945 in Kriegsfolge an Polen erhielt Schönwiese die polnische Namensform „Żuławy“. Das Dorf ist heute eine Osada (= „Siedlung“) innerhalb der Gmina Górowo Iławeckie (Landgemeinde Landsberg) im Powiat Bartoszycki (Kreis Bartenstein), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion Bis 1945 war Schönwiese mit seiner mehrheitlich evangelischen Bevölkerung in das Kirchspiel der Kirche Petershagen (Ostpreußen) (polnisch Pieszkowo) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 469.

Die fast ausnahmslos römisch-katholische heutige Einwohnerschaft von Żuławy gehört zu derselben Kirche in Pieszkowo, die heute allerdings dem Erzbistum Ermland zugeordnet ist.

Verkehr Żuławy liegt östlich der polnischen Woiwodschaftsstraße 511 (der ehemaligen deutschen Reichsstraße 134), und ist vom Abzweig Pieszkowo (Petershagen) aus über Trojaczek (Dittchenhöfen) zu erreichen. Die nächste Bahnstation war bis 1945 in Nerfken (polnisch Nerwiki) an der Bahnstrecke Königsberg–Zinten–Landsberg–Heilsberg (–Rothfließ), die jedoch nicht mehr befahren wird.

Trivia Bei Schönwiese fand man beim Ausräumen eines Teichuntzergrundes zehn arabische Münzen aus der Zeit Hārūn ar-Raschīds.Informationszentrum Ostpreußen: Pieszowo – Petershagen

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1380 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Górowo Iławeckie